Düren/Euskirchen/Erftkreis/Stolberg. Früher rief der Anführer der NPD-Welt in der Region noch fast wöchentlich gebetsmühlenhaft zum Quasi-Freitagsgebet für braune Hassgesänge: ein Blick in ältere Ausgaben des NPD-Parteiorgans „Deutsche Stimme“ (DS) genügt, um zu erkennen, dass der NPD-Kreisverband Düren und die ihm unterstellten Ortsgruppen einst jeden letzten Freitag im Monat (Düren), jeden zweiten Freitag im Monat (Euskirchen) und jeden ersten Freitag im Monat (Erftkreis/Euskirchen) zu NPD-Stammtischen einluden. Zurzeit aber gibt sich besagter NPD-Kreisverband rund um dessen Chef Ingo Haller (Niederzier) bescheidener und lädt für Ende des Monats zu einem gemeinsamen Stammtisch für alle drei Verbände ein. Zuvor werden laut NPD auf einer Mitgliederversammlung noch die Kandidaten aus der Region für die Landtagswahl 2010 gewählt. Den Veranstaltungsort der konspirativ organisierten Versammlung und des „gemütliche[n] Zusammensein[s] mit Infos“ alias Stammtisch können Interessierte nur über eine NPD-Rufnummer erfragen. Ob der NPD-Kreischef aus Aachen, Willibert Kunkel, ebenso Gast sein wird oder zeitgleich auf seinem Hof in Stolberg einen recht überschaubaren Stammtisch abhalten wird [1], ist noch unklar. [© Klarmann]
[1] KURZ VOR DER BUNDESTAGSWAHL LAUTSEIN GEGEN NAZISCHWEINEGRIPPE
Ich sehe diese Treffen, sofern sie gesittet zugehen nicht als kritisch an; immerhin haben wir ja über die Linke auch DKP Extremisten in die Stadträte bekommen, die ja nun auch Stammtische haben.
Ist das etwa der altbekannte Peter?
eher der neu-bekannte… mik
@ Hempels ;
Das heisst nicht, das ich braun gut finde, aber ich denke, wenn diese Treffen gesittet verlaufen, ohne Ausschweifungen und Naziparolen ist durch die Demokratie nichts einzuwenden.
Mittlerweile schenke ich der Politik, was Resolutionen gegen Nazis betrifft keinen Glauben mehr! Zum Beispiel ist die Resolution vom 10.Dezember 2008 – Aachen sind wir – Nazis sind es nicht – für mich unglaubwürdig geworden. Der Grund hierfür; Neonazis der Neuzeit ächtet man, im gleichen Atemzug werden allerdings Nazis der Vergangenheit durch weiter bestehende Ehrenbürgerschaften in Aachen glorifiziert.
@peter
falls du auf den Antrag der UWG hinaus willst, war dies einfach nur eine lächerliche Forderung seitens der UWG und wurde zurecht durch die Verwaltung widerlegt.
Das hinter diesem Antrag nur Luft war, sah man schließlich daran das er vor der gestrigen Ratsitzung bereits zurück gezogen wurde um ein niederschmetterndes Ergebnis zu verhindern.
@Michi-Rechts;
Stimmt nicht! Es wurde der Entzug der Ehrenbürgerschaften lediglich auf Antrag der SPD vertagt, weil durch die SPD noch Beratungsbedarf besteht! Vermute mal, das die SPD diese Entscheidung erst nach den Bundestagswahlen im Rat treffen möchte….
Was die Verwaltung empfielt, sei mal dahin gestellt; jedenfalls wurde viel übersehen.
Der Antrag steht weiter!
Fakten kann die Verwaltung nicht wegstreichen!