Venlo. Antifaschisten zufolge sind am Samstag in der niederländischen Grenzstadt Venlo rund 90 bis 130 Neonazis unter dem Motto „Gegen Kasino-Kapitalismus und Plutokratie! Ehrliche Gewinnverteilung für das Volk!“ [1] aufmarschiert. Wegen starker Gegenproteste soll die Polizei demnach an verschiedenen Stellen die Route des Neonazi-Aufmarsches abgeändert haben. Unter den Marschierern sollen rund 50 bis 80 aus Deutschland angereiste Neonazis gewesen sein, die meisten davon aus dem Ruhrgebiet und dem Großraum Aachen. Die Lokalpresse beziffert die Zahl der Teilnehmer des Aufmarsches auf insgsamt 120 [2] beziehungsweise 150 bis 200 [3] Personen.

Aus der Region waren unter anderem „Autonome Nationalisten“ (AN), NPD-Mitglieder wie der neue NPD-Ratsmann in Düren, René Rothhanns, und Neonazis der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) [4] und der „Freien Nationalisten Euskirchen“ (FNE) vor Ort. Organisator war die offen neonazistisch und antisemitisch auftretende Nederlandse Volksunie (NVU). Als NVU-Parteisekretär fungiert ein deutscher Alt-Neonazi, nämlich Christian Malcoci aus Grevenbroich/Neuss. Er war ebenso vor Ort. Laut Medienberichten [3] haben Teilnehmer des Aufmarsches auch den Hitler-Gruß gezeigt, überdies seien demnach auch fremdenfeindliche, laut Antifaschisten zudem den Holocaust verherrlichende Parolen skandiert worden.
Wegen der starken antifaschistischen Gegenproteste und der Äußerung von Anwohner-Unmut soll der NVU-Aufmarsch rund drei Stunden benötigt haben, um eine etwa zwei Kilometer lange Route zurückzulegen. Antifaschisten zufolge soll es auf der Anreise zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis aus dem Ruhrgebiet und Antifaschisten aus dem Rheinland gekommen sein. Dabei sollen mindestens zwei Nazigegner verletzt worden sein, hieß es. Lokalmedien berichten überdies von 60 Festnahmen in Venlo – der überwiegende Teil der kurzzeitig Inhaftierten seien Antifaschisten gewesen, indes seien ebenso eine Handvoll NVU-Marschierer festgenommen worden. [© Klarmann]
[1] ANTISEMITEN MARSCHIEREN VORERST NUR GEGEN DEN KASINO-KAPITALISMUS
[2] Direktlink
[3] Direktlink; Bild 1; Bild 2 (links außen)
[4] Logikdisharmonisches KAL-Transparent: „Argumente statt Verbote! Demokratie abschaffen!“
also gibts das foto auch in einer höheren auflösung? ich glaub ich seh nicht recht. benutzen die nazis linksradikale symbolik? ok, das haben sie auch schon voher getan, aber diese 1:1 kopie. das ist echt heftig.
naja wenn es dieses foto mit einer höheren auflösung gibt, könnte der autor der obigen zeilen uns diese foto zu dokumentationszwecken zukommen lassen?
vielen dank
auf den fahnen steht auf niederländisch „national sozialistische aktion“…in NL nix neues, bild größer geht nicht. mik
Auch in Deutschland nicht ungewöhnlich, da steht Nationale Sozialisten Bundesweite Aktion.
Das zeigt wiedermal nur wie Arm die Nasen sind und das die Linke schon immer kreativer war
.
Fotofreunde werden auch hier noch fündig:
http://twitpic.com/j7613
https://twitter.com/wol
Böse Antifa:
http://media.de.indymedia.org/images/2009/09/262054.jpg
Bilderserie auf Recherche-Nord:
http://recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=380&Itemid=149
@antifa heinsberg
Faschisten waren schon immer ideologische Parasiten, die von der Arbeiterbewegung und der Linken geklaut haben was das Zeug hält. Das ist Provokation und gezielte Verwirrung zugleich. So gesehen wundert es mich nicht, wenn Nazis mit einer umgedeuteten Antifa-Fahne herumlaufen.
Schon Hitler und Goebbels haben ihrer Zeit Symbolklau betrieben: rote Fahnen, Schlameikapellen, die Selbstbezeichnung als „sozialistsiche Arbeiterpartei“. Genauso wurden Liedtexte geklaut um umgedeutet. „Auf, auf zum Kampf!“ sang auch die SA, nur wurde die Zeile „den Karl Liebknecht haben wir verloren“ einfach „den Horst Wessel haben wir verloren“!
@Bronsteins Enkel:
Der Antifa Heinsberg ist dieser Symbolklau durchaus bekannt.
@Flake
Ja. Mag sein zählt aber nicht, da die AFA Heinsberg nicht Mitglied in der “ Aventgardel“ der Arbeiterklasse ist.
Deshalb ist es nötig, jeden bei jeder Gelegenheit zu belehren.