Archiv für September 2009

Rechts: Besaufen und Wodintan für die dufte Ernte danken

Region. Die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) plant offenbar abermals ein „Erntedankfest“ in der Region abzuhalten. Dies erfuhr „Klarmanns Welt“ aus gut unterrichteten Kreisen. Demnach will die Neonazi-Schlägerbande besagtes Treffen am zweiten Samstag (10.10.) im Oktober abhalten. Einen konkreten Veranstaltungsort für das Treffen mit Livemusik, Getränken, Grill- und Hausmannskost wurde bislang nicht benannt. Hinweisen zufolge soll das Treffen jedoch teilweise im Freien stattfinden.

Für Neonazis steht das „Erntedankfest“ in nationalsozialistischer Tradition. Hierzu stellt der „Blick nach Rechts“ fest [1]: „Brauchtumsfeiern wie Sonnenwenden oder Erntedankfeste stärken die Neonazi-Szene nach innen. Nach dem Vorbild des Dritten Reiches soll die Gesinnungsgemeinschaft durch gemeinsame Rituale für die ganze Familie gefestigt werden. […] 1933 nahmen eine halbe Million Menschen am ‚Deutschen Erntedankfest’ mit Adolf Hitler am Bückeberg bei Hameln teil. […] Im Laufe der Jahre stiegen die Zahlen auf über 1,3 Millionen Teilnehmer aus dem gesamten Reichsgebiet.“

Auch in der Vergangenheit hatte die KAL schon „Erntedankfeste“ abgehalten. Im Oktober 2005 hatte sie dazu festgestellt: „Das Erntedankfest ist ein altgermanischer brauch der besonders bei uns in Ehren gehalten wird. Das letzte Erntedankfest in dieser Region fand im Jahre 2001 damals noch unter der Führung von der Familie Nahrath statt.“ Jene Familie Nahrath war einst das Führungspersonal der 1994 verbotenen „Wiking Jugend“, eine Neonazi-Jugendorganisation, die sich an der Hitler Jugend orientierte und ebenso „Erntedankfeste“ abhielt, u.a. in Stolberg.

Weiter hatte die KAL im Oktober 2005 zu ihrer damaligen Feier in einer Grillhütte nahe Düren geschrieben: „Es ist unsere Pflicht geworden die altgermanische Tradition weiter zuführen […]“ Im Oktober will sie dies dann wieder unter Beweis stellen… [© Klarmann]

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