Mitte: Marschieren, Gehen und Denken sowie die Windhunde

Vossenack. Vergangenes Wochenende haben in Vossenack verschiedene, militärisch geprägte „Gedenkveranstaltungen“ für die im Zweiten Weltkrieg in der Schlacht rund um den Hürtgenwald Gefallenen stattgefunden. Während insbesondere Bundeswehr-Soldaten am Samstag (10.10.) den 26. Internationalen Hürtgenwaldmarsch absolvierten, fand am Sonntag (11.10.) eine „Gedenkveranstaltung“ für die Gefallenen der „Windhund-Division“ statt.

Teile der Nordeifel stehen bis heute unter dem Eindruck der Schlacht im Hürtgenwald, die im Winter 1944/1945 zu mörderischen Gefechten zwischen der Wehrmacht und Verbänden der US-Armee führten. Heute wird geschätzt, dass im Verlauf des „Gemetzels“ (Die Zeit) und der längsten Schlacht, die im Zweiten Weltkrieg auf deutschem Boden stattgefunden hat, mehrere zehntausend US-Soldaten und rund 15.000 Deutsche umkamen.


Zugang zum eigenen „Gedenk“-Areal für die Gefallenen der „Windhund-Division“

Zahlreiche Dörfer und große Waldflächen waren völlig verwüstet. „Kriegerdenkmäler“ finden sich in jedem Ort, zudem gibt es große Soldatenfriedhöfe. Das „Gedenken“ an die Gefallenen wurde jedoch lange dergestalt zelebriert, dass es eher einem „Heldengedenken“ der Nationalsozialisten nahe kam. Unterdessen scheint das „Gedenken“ sich teilweise zu ändern [1]. Insbesondere in Vossenack ist das „Gedenken“ indes weiterhin stark militaristisch geprägt.

So „marschierten“ laut Lokalpresse (gelb [2]) rund 650 Teilnehmer – überwiegend Soldaten – am 10. Oktober im Rahmen des „Internationale Hürtgenwaldmarsches […] für Frieden und Völkerverständigung“ – auch wenn davon am Ende demnach wenig blieb: „Nach dem Erklingen des Deutschlandliedes empfingen dann die strahlenden Sieger ihre Pokale, Medaillen und Urkunden aus den Händen von Oberst Kneflowski und Vossenacks stellvertretenden Ortsvorsteher Ulrich Hallmanns.“

Laut Lokalpresse (blau [3]) „marschier[t]en [die Soldaten] im Geist der Völkerverständigung“. Und weiter: „Organisiert wird die Traditionsveranstaltung von der Bundeswehr und Reservistenkameradschaften. Start und Ziel des Marsches mit Rahmenprogramm wie einer Waffenausstellung [4] und Hubschrauberlandung ist der Sportplatz in Vossenack. […] Im Sinne der Völkerverständigung beteiligen sich auch in diesem Jahr Einheiten aus Holland, Belgien und Österreich am Marsch […].“


Mahnmal oder Heldenmythos…?

Immerhin liest man zudem: „Auch Marc Boiting marschiert für die Völkerverständigung. ‚Märsche wie dieser gehören zur Versöhnung über den Gräbern’, formuliert es der 46 Jahre alte Reservist. Für Michael Nowka […] ist der Marsch auch eine Zeitreise in das Jahr 1944/45, als sich im Hürtgenwald Deutsche und Amerikaner bekämpften. ‚Wenn man die Strecke abgeht, kommt man gar nicht umhin, das Ganze aus militärischer Sicht zu betrachten. Man überlegt die ganze Zeit, wo im Gelände wohl Stellungen waren’, beschreibt der 37-jährige Reservist seine Gedanken. ‚Für die Strecke, die wir in ein paar Stunden schaffen, haben die Soldaten damals Tage gebraucht – das muss man erst mal verinnerlichen’.“

Nahe am „Heldengedenken“ bewegte sich laut Lokalpresse (blau [5]) das „Gedenken“ für die Gefallenen der „Windhund-Division“ (116. Panzerdivision der Wehrmacht) – auf deren neben der Kriegsgräberstätte in Vossenack gelegenen Mahnmal man lesen kann: „Tote Soldaten sind niemals allein, denn immer werden treue Kameraden bei ihnen sein!“ Jährlich legen am zweiten Sonntag im Oktober die Mitglieder des in Vossenack gegründeten Fördervereins „Windhunde mahnen zum Frieden“ sowie Soldaten und Veteranen Kränze nieder.

Unfreiwillig bringt die Lokalpresse (gelb [6]) den militärischen Charakter des Gedenkens auf den Punkt: „Dem Ansinnen angemessen flankierten die Soldaten der Bundeswehr aus Augustdorf vom 212. Lippischen Panzergrenadier-Bataillon […] das Mahnmal der Windhund-Division neben dem Ehrenfriedhof […]. Bereits um 4 Uhr in der Frühe fing für die Soldaten der Tag an, um rechtszeitig in Vossenack zu sein, um die Feier mit Mahnwache und Technik zu unterstützen. Die Volksmusikanten Vossenack trugen mit ihren musikalischen Darbietungen zum Gelingen der Veranstaltung bei.“


T-Shirt eines Ordners bei einem NPD-Aufmarsch in Düren-Merken: Ruhm und Ehre der „Windhund-Division“…

Helmut Rösseler, der Vorsitzende des Fördervereins „Windhunde mahnen zum Frieden“, wird ebenso zitiert mit den Worten: „Auch der Polizei gilt unser Gruß und besonderer Dank […] Sie muss mittlerweile Veranstaltungen wie diese vor Störern der rechten und linken Szene schützen.“ Während Neonazis zeitweise solchen Gedenkfeiern in Vossenack oder jenen am Volkstrauertag beiwohnten beziehungsweise eigene Treffen abhielten, sieht die Antifa Düren das militärische Treiben kritisch.

Es sei ein „Skandal“, hieß es unlängst in einer Stellungnahme der Antifaschisten, dass die „Windhund-Division“ am Rande des Soldatenfriedhofes eine eigene Gedenkstätte unterhalte, an der sich alljährlich Wehrmachtsveteranen versammeln. Zwischen Soldatenfriedhof, einem kleinen Museum und Westwall-Resten werde ein „Geschichtsrevisionismus light“ betrieben. Schon früher hatte die Antifa auch kritisiert, jene selbst definierte „Pflege der Kameradschaft und der Tradition“ – auch durch eine eigene Ausstellung im benachbarten Museum – finde durch einen „braunen Traditionsverein Ewiggestriger“ statt.

Ziel sei es, den Mythos von der „sauberen Wehrmacht“ aufzubauen und von den Verbrechen der Nazis abzulenken. [© Klarmann]

[1] BILDER DES KRIEGES MAHNEN ZUM FRIEDEN
[2] Direktlink
[3] Direktlink
[4] Ein Schelm, wer Bundeswehr-PR vermutet…? Vgl: Fetzige Klingeltöne an der Heimatfront; Medien/Werbung: Reine Glaubenssache…; Bundeswehr sucht den Superstar
[5] Direktlink
[6] Direktlink


23 Antworten auf “Mitte: Marschieren, Gehen und Denken sowie die Windhunde”


  1. 1 hase 17. Oktober 2009 um 16:46 Uhr

    …, so wie… ;)

  2. 2 Peter 17. Oktober 2009 um 17:58 Uhr

    Man sollte diese Art von „nationalen“ Gedenkstätten dem Erdboden gleich machen und einebnen!

  3. 3 anni273 17. Oktober 2009 um 22:23 Uhr

    @Peter
    Du hast doch einen Dachschaden.Nach deiner Ausage, müßte man dann alle Gedenkstätten dem Erdboden gleich machen.
    Wie bist du drauf. Kopf schütteln

  4. 4 Peter 17. Oktober 2009 um 23:44 Uhr

    anni273

    Ich denke Du willst nicht kapieren, was ich meine!
    Solche wie oben beschrieben „Gedenkstätten“ sollten in jedem Falle weg!
    Wieso sollen wir der braunen Brut noch Altäre bieten und Helden feiern lassen, die im Grunde nichts anderes waren als Mörder eines Unrechtsystems.
    Schau Dir doch mal den paranoiden Spruch an;
    Tote Soldaten sind nie alleine…Treue Kameraden…..

    Fühlt sich nun eine kriminelle Vereinigung wie die KAL sich berufen, Mörder eines NS Regimes zu huldigen?
    Oder trennen wir hier mal wieder schön die Wehrmacht von der NS Idiologie?

    Ich trete als ehemaliger Bundeswehrangehöriger nicht für sogenannte „Kameraden“ einer Windhund Division ein, sondern für die Soldaten und wahren Helden, die dem System Paroli boten und deshalb für Ihre Gesinnung als Demokrat auf dem Schafott oder durch Standgerichte starben.

    Wieviel „Charakter“ hatte ein sogenanter „KAL Held“ damals? Ich glaube, nach heutigem Verständnis, noch nicht mal soviel, wie Neonazis Dreck unter den Fingernägeln haben!

  5. 5 Patrick 18. Oktober 2009 um 17:11 Uhr

    Ich melde mich auch noch mal zu Wort.
    @ Peter

    Eine Frage müssen Sie mir mal beantworten. Würden Sie, wenn in Ihrer Familie Wehrmachtsangehörige bzw Nationalsozialisten wären, diese auch als Verbrecher beschimpfen? Ich verstehe nicht wie man so über Helden der vegangenen Kriege sprechen/schreiben kann. Sie sollten einmal die HKL in Hürtgenwald und Umbegung besuchen, dann wüßten Sie, was unsere Ahnen für Blut vergossen haben. Da blutet einem das Herz, wenn man Ihre Zeilen ließt. Aber uns immer als Unmenschlich bezeichnen. Sie sind echt das letzte. Das ich mich hier zu Wort melde, liegt einzig und alleine daran, das Familienangehörige von mir der Division Windhund unterstellt waren.Und dies waren keine Verbrecher.

    helden…? dachte, sie hätten was gelernt… mik

  6. 6 anni273 18. Oktober 2009 um 19:52 Uhr

    Na ja meinen Kommendar hat man ja wieder mal gelöscht
    Wahrheit will man nicht Hören

    a.) war es nicht die wahrheit (zumindest bis zur mitte des beitrages); b.) musste ich bis zur mitte schon so wegen ihrer rechtschreibfählern k***en, dass ich beim säubern des macs wohl den „text“ aus versehen gelöscht haben muss… mik

  7. 7 anni273 18. Oktober 2009 um 22:40 Uhr

    Ja ja,wenn man was über einen Bürgermeister sagt der beim Kriegergedenktag mit macht.
    Frage ist das auch ein Na… oder nicht??
    zu a es war die Wahrheit.Aber sie wissen es Ja besser, wie immer .
    zu b die fehler gehen mir am po vorbei
    Aber herr KLar… wir sehen uns bestimmt mal in Stolberg
    dann können wir uns ja mal über Lügen und Wahrheit unterhalten.
    Wünsche eine schöne lügenvolle woche

    wünsche ich eher ihnen… mik

  8. 8 Peter 18. Oktober 2009 um 23:55 Uhr

    @Patrick;
    Schon klar, jeder gute Neonazi hat einen Verwandten und Helden bei der Wehrmacht!

    Aber offen gesagt, würde ich aus Charakter auch Fehler bei meinen Verwandten eingestehen, ohne ein Gefühl eines verlorenen Familiensinns zu haben. Deinen Ausführungen logisch gefolgt, heisst dies auch, das Du einen Verwandten der am Holocaust mitverantwortlich wäre, schützen würdest?

    Schau mal in der einschlägigen wissenschaftlichen Literatur über unsere Wehrmacht, der Waffen SS und der Division Windhund nach. Ohne unsere auch so durch Nönazis gelobte Wehrmacht, wäre so glaube ich, nie Verbrechen wie z.B. der Holocaust enstanden. Auch die Division Windhund hat tausende unschuldiger Opfer zumindest moralisch auf dem Gewissen!

    Damit Du mal etwas Literatur zur Sache von Demokraten bekommst;

    http://www.antifa-dueren.org/cms/presseerklaerungen/landrat_polizei_und_staatsschutz_schauten_weg.html

  9. 9 Peter 19. Oktober 2009 um 0:06 Uhr

    @Patrick;
    Ach noch etwas vergessen;

    Ich glaube Sie wissen gar nicht was ein Held ist!

    Das Wort Held, Tapferkeit gibt es bei Soldaten im Krieg nicht. Das was Soldaten voran treibt, ist die nackte Angst, der Wahnsinn kriegerischer Auseinandersetzungen und angestaute Agression, die zum töten führt.

    Ein Held war ein Soldat der seine Waffe niederlegte, sich dem menschenverachtenden System entgegen stellte und nicht den Schädel eines jüdischen Mädchens mit dem Gewehrkolben zertrümmerte, wie es auch die Wehrmacht machte.

    Patrick,ich denke Dich interessieren solche Dinge nicht! Hauptsache dummen Sprüchen autonomer und freier Nationalisten folgen, das ist Dein Ding!

  10. 10 Patrick 19. Oktober 2009 um 20:13 Uhr

    @Peter

    Würden Sie auch so handeln, wenn Ihr Vater ein Wehrmachts- oder SS-Angehöriger gewsen währe? Und ich weiß zu 100%, dass meine Familienangehörige keine Verbrecher wahren und treu dem Vaterland gedient haben. Ich selbst kann stolz darauf sein, dass diese Personen aus meinem Familien- sowie Bekanntenkreis tapfer dem letzten Bollwerk entgegen getretten sind, um Deutschland zu retten. Sie betiteln jeden Soldaten des 3.Reiches als Verbrecher, obwohl Sie nie Einen getroffen haben. […]

    der rest waren nazitypische anschuldigungen an die alliierten…ohne vorherige einsicht einen blowing in the wind wert. denn nicht dem „vaterland“ wurde treu gedient, sondern der eid der wehrmacht wurde auf hitler, einem massenmörder und verbrecher geschworen…

    die SS indes war hitlers völkisch-national, antisemitisch und mörderisch geschulte „elite“, ideologisch verblendete rassenkämpfer und menschenfeinde durch und durch – was übrigens selbst einige wehrmachts-soldaten kritisierten, die den SS-krieg nicht mit einem „ritterlich“-soldatesken kampf, sondern schlicht mit (feigen) terror gegenüber zivilisten im osten („unwertes leben“ da „untermenschen“ oder juden) verglichen.

    die SS organisierte auch die erschießungskommandos im osten, die transporte und das morden in den KZs zudem, sollten sie es vielleicht vergessen oder nie begriffen haben.

    und hitler fand übrigens später sein volk unwürdig zu überleben, weil es (am ende) nicht (mehr) siegreich war. er schickte jene menschen in den angeblich „vaterländischen“ opfertod, die ihm zuvor treue geschworen hatten… schönes vorbild!

    wie gesagt: sie haben nichts verstanden, obschon sei meinen, sich zurückgezogen zu haben… (und auch „peter“ braucht drauf nicht mehr zu antworten.) mik

  11. 11 Peter 19. Oktober 2009 um 22:16 Uhr

    @Patrick;
    Sie werden lachen, ich hatte Verwandte mit NS Vergangenheit, auch sogenannte Soldaten. Ich brach einfach den familären Kontakt!

  12. 12 Klaus Störtebecker 19. Oktober 2009 um 22:52 Uhr

    Also , MEIN Grossvater hat den Oderübergang zusammen mt den Russen mitgemacht.Die Pioniermittel waren nur ein paar hundert Meter aus einander gelegen.
    Hauptsächlich, weil er so blöde war ( 17 Jahre) und noch unbedngt das Reich retten wollte.
    Der hat sich Rest seines Lebens sooooo dafür geschämt das die Öfen noch etwas rauchen konnten, weil er „EIN HELD“ war……tja, er hat schön die Fresse gehalten und sich den Rest seine Lebens für eine Welt ohne Kreg eingesetzt.
    Und er war sehr froh, das seine Enkel , keine “ HELDEN“ sind.

  13. 13 Thomas Bücher 19. Oktober 2009 um 23:05 Uhr

    @alle
    Soldaten „fallen“ nicht. Sie werden getötet und töten selber. Das ist ihr Job. Wenn ich falle, stehe ich immer wieder auf. (Zumindest bis dato) Sie „vergießen“ auch kein Blut. Obwohl, wenn es der Flora gut tun würde, wäre ich einverstanden. (Weiß ich aber nicht!)
    Können Sie sich eine Schlagzeile vorstellen, in der vom Radfahrer unter dem LKW als „Gefallenem“ gesprochen wird (obwohl es hier tatsächlich Sinn machte) und ihm gehuldigt wird, dass er sein Blut für die deutsche StVO vergossen hat?

  14. 14 tp 30. Oktober 2009 um 10:15 Uhr

    wer die wehrmacht verabscheut, sollte auch die damalige russische armee sowie das amerikanische heer zur zeit des NS sowie heute verabscheuen.
    dass man die SS verteufelt, kann ich gut nachvollziehen. die wehrmacht hingegen war einfach die deutsche armee. es wäre damals wohl in keinem land der welt vorgekommen, dass sich die soldaten gegen ihre offiziere und führungskräfte generell gestellt hätten. das ist meiner meinung nach reines idealistendenken.

    kriegsverbrechen gibt es in jeder armee, so auch in der wehrmacht.
    der holocaust wurde der wehrmacht letztendlich zum ewigen verhängnis, da einfach alles und jeder, der dem NS-system unterstellt war, damit in verbindung gebracht wird.

    warum verteufelt man nicht jeden tag aufs neue die aktuellen kriegsverbrechen der amerikaner, welche von einem großteil der bevölkerung auch noch unterstützt werden?
    man hört ab und zu von kritik gegenüber diesem vorgehen, aber die USA mussten noch nie für ihren kapitalismuskrieg büßen.
    wenn ich dann die glorifizierten gedenken dort für die ganzen „Helden“ sehe , kommt mir echt das kotzen…

    um nochmal zusammenzufassen:
    kriegsverbrechen gab es damals in allen armeen, ganz stark natürlich in reihen der SS (buchtipp: saat in den sturm), nur dass eben die wehrmacht fälschlicherweise ganz besonders fokussiert wird, da sie aus heutiger sicht auf der falschen seite stand.
    warum sollte man also nicht den normalen soldaten, wie es in jedem anderen land der welt üblich ist, gedenken?
    nicht für ihre taten an sich, denn die sind eher bedenklich, nein, eher für das gesamte traurige geschehen und sterben zu dieser zeit, denn letztendlich bleiben alle soldaten immer noch MENSCHEN.
    anstatt aber immer nur an verbrechen der damaligen zeit zu denken, würde ich lieber mal meinen blick in die zukunft und in richtung westen (USA) und osten (China) richten, denn dort warten nach meiner auffassung die nächsten kriegsverbrecher im schafspelz…

    gegen ein gedenken spricht nichts, aber gegen die form oder mediale verbreitung derselben manches.

    dass in der region vieles bislang sich „mischte“ (wehrmacht/SS) zeigt ja auch das:

    http://klarmann.blogsport.de/2008/04/16/mitte-unsere-ehre-heisst-frieden/

    und eben das „mischen“ fand sich im umfeld des hürtgenwaldes sehr lange.

    mik

  15. 15 Peter 30. Oktober 2009 um 10:50 Uhr

    @ tp ;
    Bei aller Argumentation darfst Du nicht übersehen, das auch die Wehrmacht für das verbrecherische NS Regime stand und kämpfte. Immerhin wurde die Wehrmacht mittels Eid/Gelöbnis auf Hitler eingeschworen. Dies wird gerne verschwiegen bzw. unter den Tisch gekehrt.

  16. 16 Klar, Mann? 06. November 2009 um 16:58 Uhr

    Lokalpresse (ergänzend):

    Schautafeln halten den Schrecken des Krieges wach

    http://www.an-online.de/lokales/dueren-detail-an/1107553

  17. 17 Zewa Softi 07. November 2009 um 11:42 Uhr

    „wer die wehrmacht verabscheut, sollte auch die damalige russische armee sowie das amerikanische heer zur zeit des NS sowie heute verabscheuen.“

    Geeeenau. Denn die standen ja alle für das selbe Ziel : Den Rassenkampf.

  18. 18 Peter 07. November 2009 um 23:29 Uhr

    @Zewa Softi ;
    Zu berücksichtigen bleibt, das der Russe in der Geschichte mehrmals unbegründet und hinterhältig angegriffen wurde.

  19. 19 m. künssber 11. November 2009 um 11:36 Uhr

    1.wir haben nicht das recht , über unsere soldaten zu urteilen. ich finde in deutschland werden werden deutsche soldaten viel zu wenig geehrt, ob es nach dem 2 wk war oder ob es gefallene soldaten der bundeswehr sind . es gibt zu viele idioten in deutschland die „alles“ mit dem 2 wk vergleichen.
    2.ich war auch beim bund „marine“ für 4 jahre und 2 auslandeinsäteze und mich kotzt es an das die leute nur am motzen sind. in afganistan sind jetzt 37 soldaten gefallen , und ich finde das ihr den familien den scheiss , den ihr hier labbert den mal erzählt . forallendingen der „peter“ sollte mal zu einer familie gehen die ihr – vater-ehemann oder bruder verloren hat und so´n mist von sich geben.
    3. ein deutscher soldat ist ein deutscher soldat ob 1914, 1939 oder 2009 , jeder soldat hatt seine flicht zu tun ob heute oder vor 60 jahren , und wir haben nicht das recht in frage zu stellen.
    4. wenn ihr euch mit der geschichte befasst hättet dann hättet ihr ein mahnmahl gesehen , wo ein leutnant im hürtgenwalt einen amerikanischen soldaten geholfen hat , der verwundet in einem minenfeld lag . für diesen amerikaner hatt der „böse“ deutsche sein leben gegeben.
    5.ich bin kein nazi. ich finde es nicht gut das die npd so etwas zur propaganda benutzt,ich finde als partei sollte sich die npd um das kümmern wo für sie da ist. politik machen aber nicht mit hintergrund wk2 das hatt nix mit der heutigen leben zu tun.
    so weit , so gut
    also, ich sehe das so. weder die amis noch die russen noch was weis ich für eine kriegsvührende macht in 2 wk haben sich mit ruhm beklekkert . aber wir solten das (dank geschicht´s lehrer) etwas mit respeckt behandeln ---oder ? mein opa war auch im krieg und der war ein toller mann, von dem hätten sich so manche spacken eine scheibe von abschneiden können .
    hier was zum nachdenken:tradition ist die weitergabe des feuers
    und nicht die anbetung der asche

    gustav mahler

  20. 20 Rente 11. November 2009 um 13:34 Uhr

    Herr künssber,

    grundsätzlich ist erstmal jede Kriegshandlung ein Akt von Gewalt, das in Afghanistan Bundeswehr Soldaten im Einsatz gestorben sind ist erstmal auch nicht zu begreifen,abscheulich und man kann es den Familien auch nicht verdenken wenn diese Diskussionen hier auf unvertändniss stoßen.

    Aber das ist eben Demokratie, jeder hat eine Meinung, ich selber war 10 Jahre im Katastrophenschutz tätig, und habe innerhalb dieser Zeit ca. 50 Tote gesehen. Kein schöner Anblick, vieles verfolgt mich Heute auch noch.

    Die Gedenken an Soldaten sind aber immer mit Bedacht zu sehen, gerade der SS Part ist für mich ein Thema. Alleine die SS Einheiten und damit meine ich nicht die Totenkopfverbände, als auch die Waffen SS haben massiv Verbrechen verursacht dort wo diese Stationiert waren. Teilweise gab es aus der Wehrmacht dazu Meldungen an Höhere Stellen, teilweise hat die Wehrmacht bei den Verbrechen geholfen.

    Und der Bürger soll dann die Verbrechen von solchen Leuten, decken in dem man an sie denkt, oder ein Gedenken tätigt?

    Verbrecher sind nunmal Verbrecher und haben ihren Gedenken Status verloren, in dem diese gegen jede Art von Landkriegsordnung verstoßen haben.

    ich möchte auch mit einigen Zitaten enden:

    Isaak Asimov, amerik. Wissenschaftsautor (1920-1992):
    „Gewalt ist die letzte Zuflucht der Unfähigen.“

    Gottfried Wilhelm Leibnitz:
    “Wer seine Schüler das ABC gelehrt, hat eine größere Tat vollbracht als der Feldherr, der eine Schlacht geschlagen”.

    John F. Kennedy (35. Präsident der USA 1917-1963):
    “Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende setzen oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende. ”

  21. 21 don_giuseppe 11. November 2009 um 14:34 Uhr

    @m. künssber: die lassen legasteniker wie dich zum bund? muss man da nicht n protokoll schreiben wie bei der polizei? also ich kauf dir das nicht ab, dass jemand mit dermaßen wenigen kenntnissen der deutschen sprache, irgendwo ans andere ende der welt verfrachtet wird. ach und das gejammer mit soldaten ehren etc. fürn arsch! wer freiwillig in den krieg zieht, muss nun mal damit rechnen in ner holzkiste wieder zu kommen, that´s the game baby.
    ehre den deserteuren und widerstandskämpfern!

  22. 22 Hochst 11. November 2009 um 16:18 Uhr

    Hallo? Auf welcher Ebene wird hier eine Diskussion betrieben?
    Soldaten sind Verbrecher! IMMER!

  23. 23 Rente 11. November 2009 um 17:19 Uhr

    Also sorry eine Diskussion besteht immer aus mehreren Meinungen, und man kann durchaus mit Rechten/Konservativen Diskutieren, und dabei nicht den Holzhammer gebrauchen.

    Denn eins haben wir den Rechten vorraus, wir beschäftigen uns mit den Themen, schauen über den Tellerand, und wenigstens ich verliere bei den ganzen „Hirnlosen“ Kommentaren die vielfach von Rechts kommen, nicht den Überblick.

    Die Holzhammer-Methode ist nicht immer sinnvoll, so begebt ihr euch auf die selbe Schiene wie die Rechten.

    Einige wie Herr Reitz z.B. sind gefährlich weil sie durchaus diskutieren können, und auch eine gewisse Intelligenz vorweisen können.

    Kommt ihr einem Herr Reitz mit der Holzhammer-Methode diskutiert er euch zu Boden, man kann ihn nur „bezwingen“ oder „bedrängen“ wenn man mit ihm diskutiert und das auf einer Linie, also Augenhöhe.

    Aber, wie gesagt, nur meine Meinung.

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