Aachen/Eschweiler. Neonazis wollen abermals in Aachen aufmarschieren – diesmal richtet sich ihr Aufmarsch gegen ihre Gegner. Diese werden am 31. Oktober in Eschweiler eine Regionalkonferenz unter dem Motto „Aktiv gegen Rechts“ abhalten. Zwecks Vernetzung werden daran zahlreiche Vertreter antifaschistischer Gruppen, Gewerkschaften und Bündnisse gegen Rechtsextremismus aus der Region teilnehmen. Schirmherr der Konferenz in Eschweiler ist der Bürgermeister der Indestadt, Rudi Bertram (SPD).
Nicht in Eschweiler selbst, wohl jedoch in Aachen wollen Neonazis dagegen offenbar aufmarschieren. Anmelder des braunen Aufmarsches ist nach „Nachrichten“-Recherchen der einschlägig vorbestrafte Neonazi Axel Reitz aus Pulheim bei Köln. Der Hitler-Fan, der schon fast zwei Jahre unter anderem wegen Volksverhetzung inhaftiert war, hatte schon am 8. November 2008 und an Heiligabend Neonazi-Aufmärsche in Aachen abgehalten. In beiden Fällen war es zu starken Gegenprotesten vonseiten der Nazigegner gekommen. Beobachter vermuten, Reitz wolle sich nun mit der neuen Aktion revanchieren.
Der provokative Aufmarsch soll am 31. Oktober in Aachen unter dem Motto „Gegen linke Gewalt – für das Verbot der Antifa“ stehen. Aufmarschgebiet soll ab Mittag die Aachener Innenstadt sein, erwartet werden rund 100 Neonazis. Polizeisprecher Michael Houba bestätigte auf Anfrage, dass der Polizei eine Anmeldung für besagten Aufzug von „einer Privatperson vorliegt, die dem rechtsextremen Bereich zugerechnet wird.“ Seine Behörde werde prüfen, ob und wie der Aufmarsch stattfinden könne, sagte Houba. [© Michael Klarmann; für AN und BnR]
Eigentlich erst ab Minute 4.10 richdisch interessant für einige Plagegeisterchens…
We´ll see…
Auweia… „für das Verbot der Antifa!“
Von der Gesetzeslage in Deutschland scheinen die Braunen ja herzlich wenig Ahnung zu haben. Oder halten sie „die Antifa“ für eine Struktur im organisatorischen Sinne?
Naja, möglicherweise entpuppt sich vermutete Dummheit hier aber auch als deutliche Offenbarung des antidemokratischen Charakters der stets „Meinungsfreiheit!“ einfordernden Kameraden: Verbot (und strafrechtliche Verfolgung, versteht sich) jedweder antifaschistischer Aktivität, empfindliche Strafen für all jene, die sich an Aktivitäten gegen Neonazis beteiligen.
Herr Reitz will sich offenbar (wieder mal) zum Deppen machen…
„Gegen linke Gewalt!“
Bitte nicht Ursache mit Wirkung verwechseln. Danke.
nun ja, da sich der marsch ja „nur“ gegen linke gewalt richtet, können die ganzen schläger der anderen feldposcht mitmarschieren…wäre aber ne tolle polizei-auflage: wegen des pazifistischen titels dürfen gar keine personen mitmarschieren, die wegen gewalttaten und verbaler gewalt strafrechtlich schon aufgefallen sind… könnte reitz noch nicht mal alleine losgehen… mik
„This is Stalingrad“
Frei nach 30(0) falls denn da wieder mal so viele antanzen sollten wie letztes Mal.
Hmmmmm 31. Oktober, Helloween, sind also die Braunen „Schreckgespenster“ wieder unterwegs.
ist schonmal in die hose gegangen:
http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/4700150
http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/28549100
mik
Also wollen die Nazis möglichst viele Leute von der Regionalkonferenz in Eschweiler weglocken, um die Arbeit gegen Rechts zu schwächen.
Das sollte ihnen nicht gelingen.
„This is Stalingrad“
In Stalingrad sind Menschen gestorben, auf unseren Demos bisher nicht. Also bitte, Stalingrad ist etwas vollkommen anderes.
Stellungnahme der VVN_Bund der Antifaschisten Aachen:
Der Ersatz-Hitler Reitz will am 31. Oktober erneut durch Aachen
marschieren. Reitz ist ein Held. Er weiß, dass gleichzeitig die meisten
seiner erklärten Gegnerinnen und Gegner eine Konferenz gegen Rechts in
Eschweiler durchführen. Die Abwesenheit der AntifaschistInnen macht dem
Mann Mut. Er will gegen die Antifa protestieren und ein Verbot fordern.
Damit macht sich der selbst ernannte „Rebell gegen das System“ zum
Büttel desselben. Wer solche Forderungen vorträgt, muss sich erstmal in
eine lange Reihe anstellen. Die Geschichte der Bundesrepublik ist voll
der Versuche von Regierungen, „die Antifa“ zu verbieten.
Wir stellen zur geplanten Demonstration des Herrn Reitz fest: Die
AntifaschistInnen in der Region lassen sich von niemandem – erst recht
nicht von Herrn Reitz – vorschreiben, ob und wann und zu welchen Themen
sie sich treffen und wie sie ihre Arbeit organisieren. Wenn Herr Reitz
Termine sucht, an denen er „ungestört“ ist, braucht er nur die
Jahrestage der Erinnerung an die Verbrechen seiner Vorbilder von der
NSDAP zu nehmen. Denn da gedenken wir der Opfer der verbrecherischen
Nazi-Politik, die vor allem eins lehrt: Faschismus ist keine Meinung,
sondern ein Verbrechen. Insofern haben Nazis auch kein Recht auf
Teilhabe an der Demokratie, selbst wenn sie gerade Bananen fordern
würden. Es ist arg verwunderlich, dass das Demonstrationsrecht für solch
einen Unfug von Reitz – Demonstrationen zur „Kristallnacht“, am
Heiligabend und jetzt aus Anlass der Konferenz gegen Rechts –
missbraucht werden darf.
Der Versuch, unsere Konferenz in Eschweiler auf diese Art zu stören, ist
eine Luftnummer. Herr Reitz ist ja leider nur ein Teil des Problems des
alltäglichen Rassismus. Wenn alle Rassisten und Antisemiten solche
Hitler Kopisten wären, wie leicht müsste antifaschistische Arbeit sein.
Die Hass-Tiraden der Reitz Truppe kamen aber unlängst über ein
Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank in die öffentliche Debatte.
Sich mit diesen Schlips und Kragen Rassisten und ihrer Tarnung – Herr
Sarrazin ist SPD Mitglied- auseinander zu setzen, ist heute die
notwendige, aber schwierigere Aufgabe.
Eine gute und starke Konferenz gegen Rechts ist die richtige Antwort auf
die versuchte Provokation von Nazi-Seite.
Nur soviel mal zur Antifa aus dem Verfassungsschutzbericht;
Vernetzung autonomer ‚Antifa‘-Strukturen im Raum Köln-Bonn: Im Rheinland gründete
sich unter dem Motto „Faschismus ist nicht trendy! Autonome Nationalisten stoppen!“
eine Kampagne, die sich gegen ‚Autonome Nationalisten‘ und deren Bündnis ‚Aktionsgruppe Rheinland‘ (AG Rheinland) wendet. Eine ursprünglich für den 28. März 2008 vorgesehene Informationsveranstaltung im Jugendzentrum Brühl wurde durch den Bürgermeister untersagt, da sich die Kampagne gegen den Willen der Stadt (Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 2008 Linksextremismus Seite 107)
Im Gegensatz
zum genannten Jugendkongress in Dortmund wollten hier weder städtische noch kirchliche Institutionen mit linksextremistischen Gruppen zusammen arbeiten.
Ziel der autonomen ‚Antifa‘-Gruppierungen im Rheinland ist es, sich stärker zu vernetzen,
um die Möglichkeiten gemeinsamer Konzepte zur Mobilisierung und bei Aktionen,
z. B. gegen ‚pro Köln‘ und die NPD, auszubauen. Beteiligt ist eine Reihe von
autonomen Gruppierungen im Großraum Köln/Bonn. Für die Kampagne wurde eine aufwändige, professionell wirkende Broschüre erstellt, die bei Informationsveranstaltungen
verteilt wurde.
Hörte von einer Antifa-Demo am 31.10.2009 in Pulheim.
Motto: Gegen Nazipack – Axel ausmerzen!
Arme Nachbarschaft.
Reitz sollte am Freitagabend nach AC fahren.
Sonst hat er Stubenarrest.
@EnjoyGermany:
Müssten Sie dann bitte aber auch einmal Ihren „Kummeraden“ sagen:
Aufgelöste Neonazi-Demo: Stalingrad 43 – Leipzig 09
http://npd-blog.info/2009/10/22/aufgeloste-neonazi-demo-stalingrad-43-leipzig-09/
@EnjoyGermany:
Stalingrad Massengrab….mehr gibt es eigentlich dazu nichts zu sagen ^^
Geschichtlich gesehen ein richtiger „Arschtritt“ für den Schnauzbärtigen „Böhmischen Gefreiten“…
@ MiK
Den Vergleich fand ich selber etwas daneben, weil man sich damit zu sehr in die Opferrolle stellt. Stalngrad scheint ja auf beiden Seiten große Beliebtheit zu widerfahren, vielleicht sollte man mal einen gemeinsamen Ausflug dorthin unternehmen.
Aus Sicht von Reitz:
Liebe Kameradinnen und Kameraden,
auf Bitten regionaler Aktivisten habe ich für Sonnabend, den 31.10.2009 , in Aachen eine Demonstration unter dem Motto „Gegen linke Gewalt – Für ein Verbot der Antifa“ angemeldet.
Hintergrund der recht kurzfristigen Versammlungsanmeldung sind in letzter Zeit vermehrt vorgekommene Angriffe linksextremistischer Gewalttäter auf volkstreue Deutsche. Alleine in den vergangenen sechs Monaten kam es zu neun (!) dokumentierten brutalen Überfällen in der Region, wobei die Dunkelziffer der Attacken noch weitaus höher angesiedelt sein dürfte.
Geplant, organisiert und vorangetrieben werden tätliche Angriffe, Überfälle und Anschläge auf nationaldenkende Deutsche von sogenannten „Antifaschisten“, deren Gruppen und Netzwerke als kriminelle Organisationen betrachtet werden müssen, da sie einzig und allein die Verfolgung und den Schaden nationaler Deutscher zum Ziel haben.
Um auf diese Zustände aufmerksam zu machen und die Bevölkerung über die kriminellen Machenschaften „antifaschistischer“ Schlägerbanden sowie deren Helfershelfer und Hintermännern aufzuklären demonstrieren wir am 31.10.2009 in der alten Kaiserstadt Aachen. Kein Bürger soll später einmal behaupten können, er habe von all dem nichts gewußt…
[…] Etwaige Neugikeiten hinsichtlich der Versammlung werden über die bekannten Kanäle bekannt gegeben.
In der Hoffnung auf Euer zahlreiches Erscheinen […]
wie eine kader-szene – in der sich (fast) jeder kennt – darauf kommt, von einer dunkelziffer zu munkeln… mik ps. schade, dass ich verhindert bin. hoffentlich nimmt mir jemand die reden auf…
„Alleine in den vergangenen sechs Monaten kam es zu neun (!) dokumentierten brutalen Überfällen in der Region, wobei die Dunkelziffer der Attacken noch weitaus höher angesiedelt sein dürfte.“
Schade. Noch viel zu wenig
bleibt nur abzuwarten, ob die „kameraden“ einen heiligabend-vorfall [1] noch freiwillig abziehen von ihrer liste, vgl.
http://klarmann.blogsport.de/2009/05/05/rechts-schlaegerkummer-lohnt-sich-nicht-my-comradeship/
besagtes heiligabend-opfer – bzw. diejenigen, die aus etwas geflunker „was größeres“ machen wollten, um es propagandistisch auszuschlachten – soll ja extrem unglaubwürdig sein…
aber auch ansonsten ist der text über die „fickfehler“ von der antifa sehr interessant bzgl. jenem, was am 31. oktober noch zu hören sein wird…
mik
[1] mit zeitrechnung haben sie es ja manchmal weniger…
Schon beachtlich, mit welcher Art von Symbolik für die Neonazi-Demo geworben wird; nachfolgend Screenshot aus einem NS-Forum:
Oh man und dann der „Konsumgegnersxe“ Name. Wie peinlich, nix kapiert aber einfach mal kopiert. Wirklich armselig.
Henry Rollins würde dir in die Fresse schlagen (frei nach Kinski)
„BRRRR“ Angriffe der Antifa, fragt sich nur wann, wo und wie??? Immer diese Umgedrehte Propaganda von Rechts Außen.
@Ray Cap(p)o oder Ray Today
Ich vermag nicht zu sagen, ob und inwiefern sich die hinter dem Pseudonym „Konsumgegnersxe“ befindliche Person mit Henry Rollins befasst hat, ich für meinen Teil habe aber einige seiner prägnanten Texte gelesen (sowohl in deutscher Übersetzung als auch im englischen Original) und kann sagen, daß sich der gute Henry zumindest in der radikalen Ablehnung der bürgerlichen Welt, der Spießer und Geldsackpatrioten mit jungen Nationalrevolutionären auf einer Linie befindet. Warum sollten solche sich nicht auf ihn beziehen, wenn sie sich diesem Aspekt seiner Ansichten verbunden fühlen? Think different, so lautet nicht nur ein bekannter Werbeslogan.
Und Kinski sprach auch „Wer seinen Horizont erweitert, verkleinert den Himmel“. Demzufolge muß Ihr Himmel riesengroß sein… Beneidenswert!
- Axel Reitz -
Ouh, Axel-
wenn das der „Fööhrer“ wüsste, mit wessen Texten Du Dich befasst…
Und erst der Autor selbst! Ich wünsche Dir, einmal Gelegenheit zu erhalten, selbst mit Herrn Rollins darüber diskutieren zu können.
Was Deine peinliche Demo betrifft- komm´ ruhig nach AC, bring´ Deine Freunde von schlichtem Gemüt mit, dann gibt´s wieder was zu lachen.
Ob es Dir oder Deiner Sache was bringt, ist eher fraglich…
Oh man Axel, da sitzt du in deinem Konfirmandenhemd und Pädophilenscheitel und willst mir was von „Spießern“ erzählen??? Peinlich, peinlich.
Und waren deine Kumpels nicht auf einem Heino Konzert? Und haben sich dafür auch noch gerechtfertigt?
Die ideologischen Widersprüche innerhalb der Braunszene sind ein Thema für sich. Dass Herr R. autoritätskritisches und antibürgerliches Gedankengut für sich entdeckt, ist angesichts seiner jüngeren politischen Projekte (KdS mit „rotbraunem Kanal“ und Phrasen über Querfront) zunächst einmal nicht verwunderlich, wirkt aber in Bezug auf seine -optisch erkennbare und auch mehrfach geäusserte- positive Haltung zum historischen NS recht grotesk. Das passt aber alles zu den reichlich bizarren Entwicklungen der Naziszene in der jüngeren Vergangenheit, die Rückschlüsse auf eine recht instabile ideologische wie auch persönliche Identität nicht gerade weniger Anhängerinnen und Anhänger zulässt. „Rebellischer“ und „moderner“ Habitus inklusive Beschäftigung mit emanzipatorischen Denkschulen auf der einen Seite passen nicht so recht zu durch und durch konservativ-reaktionären Denkformen wie „Nationalstolz“ und „Volksgemeinschaft“ auf der anderen Seite.
Es handelt sich hier nicht, wie Herr R. so schön neudeutsch formuliert, um „differenziertes Denken“, sondern um völlig beliebige und vor allem widersprüchliche Verwendung von Ideologiefragmenten, die sich gegenseitig widersprechen. Ziel des Ganzen ist wohl vor allem, vom dumpfen Image der Bonehead-Idioten und Scheitel-Völkischen wegzukommen, um breitere Schichten insbesondere junger Menschen anzusprechen. Entsprechend hoch ist offenbar die Fluktuation gerade bei jener Gruppierung, die diese „Modernisierung“ besonders intensiv versucht: bei den „Autonomen Nationalisten“, die vor allem auch versuchen, GymnasistInnen und Studierende anzusprechen. Bleibt zu hoffen, dass diese jungen Menschen ihre Intelligenz nutzen und recht schnell erkennen, dass ihnen alter Wein in neuen Schläuchen angeboten wird und das Ganze sich -zieht man mal scheinbar modernen, rebellischen Habitus und entsprechendes Gequatsche ab- in seinem Kern auf genau das reduzieren lässt, was die (neo-)nazistische Ideologie schon immer ausmachte: Haß, Verschwörungsgegeifere, Menschenverachtung, Rassenwahn. Krücken für besonders Dumme, wenn man so will.
Ich kenne Axel Reitz.
Er mag einen seltsamen Geschmack haben, was seine Kleidung angeht.
Aber er ist ganz sicher KEIN Spießer^^
Und so nennt ihn hier ausgerechnet jemand, für den zu früheren Zeiten (Rechts-)Rock nur Krach (bis auf GANZ wenige Ausnahmen) und Frank Rennicke, Jörg Hähnel und Daniel Eggers die Offenbarung waren
Ich glaube dem Reitz garnichts, noch nichtmal das er „Querfront“ Gedanken hat. Zumal das alles ein übler „Dünnschiss“ ist, Nazis 2.0 die an Marx/Engels und anderen Bolschewistischen Kram interessiert sind, sind doch Verräter an ihrer eigenen Indeologie ^^
Die Braunen „Volksverblender/verführer“ wollen nur eins „Macht“ um jeden Preis.
Ich glaube im übrigen das der Axel noch nicht mal 40 Leute am 31 sten zusammenbekommt!
Nehme aber noch Wetten an!
@Hempels
Stimmt es denn tatsaechlich, dass Mann/Frau dir „ins Gesicht getreten“ haben soll? Hab gehoert du seist so ein „Kampfkuenstler“
EnjoyLiberty
Ich weiß ja nicht, wer Dir das erzählt hat, aber für Kampfkunst solltest Du Dir besser den Texas Ranger reinziehen…
Da Herr Reitz ja hier mal Henry Rollins Spoken Words erwähnt hat, möchte ich ihn gerne mal auf die Spoken Words von Jello Biafra z.B. „Die for Oil Sucker“ / „Nazis Punks Fuck off“ (Spoken Words Version), aufmerksam machen. Wird seine „Gehirnwindungen“ aber eventuell zu sehr ansprechen…
@Hempels
Ich habe Herrn R. nicht „Spießer“ genannt, sondern seinen politischen Zielen konservativ-reaktionäre Denkformen unterstellt. Möglicherweise ist Herr R. ja im Privaten sogar ein „Bohème“, was weiß ich. Dann sollte er allerdings seinen Grips dazu benutzen, den Widerspruch zu erkennen. Eine ethnisch homogene Volksgemeinschaft mit Bezug zu Traditionalismus und Einförmigkeit dürfte nicht die Gesellschaftsform sein, in der ein Bohèmien leben möchte. Diese Gesellschaftsform passt doch besser zu Spießern, die Fremdes nicht mögen und den absoluten Stillstand lieben.
Was musikalische Vorlieben und Abneigungen angeht… das ist meiner Ansicht nach eine reine Geschmacks- und Stilfrage. Über „Spießigkeit“ und „Nichtspießigkeit“ kann hier keine Aussage getroffen werden. Wer sein Hirn einschaltet, kann dann freilich trotz Neigung zu Liedermachermusik den Herren Rennicke und Co nichts mehr abgewinnen.
Übrigens: wer Rechtsrock-Geschrammel als Beleidigung für die Ohren empfindet (von den Texten mal ganz zu schweigen), ist nicht a priori unempfänglich für rockigere Töne. Da gibts auf unpolitisch-subkultureller oder auf linker Seite eine ganze Reihe qualitativ guter Sachen. Scheinen ja auch die „ANs“ für sich zu entdecken, wenn man sich mal die Beschallung so mancher Demo anhört. Der Beobachter runzelt die Stirn und fragt sich, ob die Braunszene keine eigene Musik mehr hat (bzw. solche, die ihr selbst NICHT peinlich ist)…
Michael, Du warst schon immer ein (musikalisches) Weichei
Ich möchte auch gerne mal wissen, wo Ihr das mit dem „Tritt“ ins Gesicht herhabt, davon war nirgends die Rede.
Wieso denn Stalingrad „auf beiden Seiten“ sich großer Beliebtheit erfreuen sollte, erschließt sich mir nicht.
Sollte auf einer Demo tatsächlich mal jemand zu Tode kommen, wird das je nach Demo dann auch nicht so bedauerlich sein.
Apropos Tod : […]
einen kleinen ticken pietät bewahren wir uns aber noch… mik