Aachen. Anlässlich des Prozesses gegen einen ehemaligen SS-Mann aus den Niederlanden wegen Mordes [1] finden in Aachen Veranstaltungen zum Thema eines Bündnisses (AK Kein Vergessen; ak antifa aachen; AFA-Nederland; zum Teil unterstützt von der VHS und dem RWTH-Politik-Institut) statt. So wird am Freitag, 13. November, im Haus Löwenstein (Markt 39) um 19 Uhr ein Vortrag unter dem Titel „Nationalismus und der bundesdeutsche Umgang mit NS-Verbrechen“ stattfinden.
Der Referent werde den aktuellen und historischen Umgang mit NS-Verbrechen darstellen und sich der Frage annehmen, ob im Umgang mit deutscher NS-Geschichte ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat. Auch werde es um einen Wandel nationalistischer Diskurse gehen, der Entscheidungen wie die Rehabilitierung von Deserteuren ermöglicht hat. Der Referent werde auch darstellen, warum heute doch noch einzelne Prozesse gegen NS-Verbrecher stattfinden, die seit 60 Jahren verweigert wurden.
Zu Prozessbeginn am 28. Oktober will das Bündnis eine Kundgebung vor dem Aachener Landgericht abhalten. Weitere Vorträge und Abendveranstaltungen zum Thema sind im November geplant. [© Klarmann]
[1] BVG MACHT PROZESS GEGEN MUTMASSLICHEN SS-KILLER IM REIFEN ALTER MÖGLICH
Indirekter Vorgeschmack auf den Vortrag? dpa über den Fall Boere:
http://www.an-online.de/news/topnachrichten-detail-an/1092803/Spaete-Gerechtigkeit-Frueherer-SS-Mann-aus-Eschweiler-vor-Gericht
Langzeile zum Fall Boere in der Lokalpresse:
http://www.az-web.de/lokales/euregio-detail-az/1095170