GegenRechts: Aachener Erklärung gegen Neonazi-Aufmarsch – Bürger sollen Abscheu zeigen

Aachen. Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp, die Vorsitzenden der Ratsfraktionen von CDU, SPD, Grünen, FDP und Die Linke, Vertreter der Kirchen in Aachen, des Aachener Friedenspreises und der Gewerkschaften haben heute eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie sich zu der für den kommenden Samstag, 31. Oktober, geplanten Demonstration von Neonazis in der Aachener Innenstadt äußern. „Wir bekräftigen abermals,“ so heißt es in der Erklärung, „dass Aachen kein Platz für solche hat, die rassistischen Hass und fremdenfeindliches, neonazistisches Gedankengut verbreiten.“

Aachen habe schon bei zwei Neonazi-Demonstrationen im vergangenen Jahr gezeigt, dass man hier gegen diejenigen, die Demokratie, Pluralität, Offenheit und Toleranz zerstören wollen, zusammenstehe. Weiter heißt es: „Wir wollen nie wieder faschistische, antisemitische und intolerante Hetze in unserer Stadt hören.“ In der Erklärung werden alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, den Neonazis mit friedlichen Mitteln des Protestes tiefe Abscheu und strikte Ablehnung zu zeigen.

Offensichtlich sei eine am Tag der geplanten rechtsextremistischen Demonstration in Eschweiler stattfindende Veranstaltung unter dem Titel „Aktiv gegen Rechts“, bei der sich die verschiedenen Initiativen in der Region miteinander vernetzen wollen, Anlass für die rechtsextremistische Demonstration in Aachen [1]. „Diese, unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Eschweiler stattfindende Veranstaltung, wird von uns,“ so die Erklärung weiter, „als eine gute Gelegenheit begrüßt, Aktivitäten gegen rechtsextremistische Bestrebungen noch besser zu koordinieren.

In Aachen werden wir Schritte einleiten, um die schon im vergangenen Jahr erfolgreiche Kooperation des demokratischen Spektrums unserer Stadt für die Zukunft zu verstetigen. Die Bürgerinnen und Bürger rufen wir darüber hinaus auf, sich an den verschiedenen Aktivitäten zum Gedenktag an die Novemberpogrome des Jahres 1938 zu beteiligen. Damit können wir deutlich machen, dass wir aus der Geschichte die richtigen Lehren ziehen, die Erinnerung an das durch Diktatur und Krieg verursachte Leid aufrecht erhalten, der Opfer gedenken, unsere Demokratie verteidigen und uns für eine menschlichere Zukunft einsetzen.“

Die Erklärung [2] schließt mit den Worten: „Wir sind Aachen – Nazis sind es nicht!“ [Textquelle: redigierte Pressemitteilung der Stadt Aachen]

[1] Hintergründe und Artikel im Blog zu den Aufmarschplänen und der Konferenz siehe aktuell unter folgender SUCHANFRAGE (Ggf. scrollen/blättern.)
[2] Wortlaut, Liste der Unterzeichner und andere städtische Texte zum Thema siehe aktuell HIER


6 Antworten auf “GegenRechts: Aachener Erklärung gegen Neonazi-Aufmarsch – Bürger sollen Abscheu zeigen”


  1. 1 Peter 29. Oktober 2009 um 18:38 Uhr

    Wasser predigen aber Wein trinken, so sind unsere Politiker!

  2. 2 Wehrhafte Demokratie 29. Oktober 2009 um 19:46 Uhr

    Den Nazis Abscheu und Ablehnung zeigen. Das hätte es mit Linden nicht gegeben.

  3. 3 Klar, Mann? 29. Oktober 2009 um 21:07 Uhr
  4. 4 Peter 29. Oktober 2009 um 22:52 Uhr

    Seltsam das ein Aiman el Attar die Aachener Erklärung mit unterzeichnet hat!

  5. 5 Klar, Mann? 30. Oktober 2009 um 10:07 Uhr

    Piraten fühlen sich von OB übergangen, stimmen aber zu:

    http://www.piratenpartei-aachen.de/node/66

  6. 6 Rente 30. Oktober 2009 um 10:37 Uhr

    Ja die Piraten werden dort da sein………….

    Eigentlich ein schöner Tag Heute, Rieger, Slime tritt nächstes Jahr wieder auf nach 15 Jahren in Orginalbesetzung!!!Was kommt noch?

    :)

    Kann Morgen nur besser werden.

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