Rechts: Neuer NPD-Vorstand in Krefeld bleibt alter Drohlinie treu

Krefeld. Die NPD in Krefeld bleibt ihrer Linie treu, durch Verbreitungen im Internet und Drohgebärden ihre Gegner verunsichern und einschüchtern zu wollen [1]. Anlässlich der Ankündigung der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), künftig Rechtsextremismus verstärkt bekämpfen zu wollen sowie Rechtsextremisten und Neonazis aus den eigenen Reihen auszuschließen, droht die in Krefeld bislang oft neonazistisch-aktionistisch, extrem radikal und pöbelhaft auftretende NPD nun mit einem Besuch einer Messe.

Auf der Homepage heißt es dazu: „Da die NPD von der Allgemeinen Presse gerne als [Rechtsextremisten] bezeichnet wird, hat sich die NPD Krefeld entschlossen, am kommenden Sonntag eine Messe in Krefeld oder Umgebung zu besuchen. Wir setzen somit ein Zeichen gegen die Intoleranz und Ausgrenzung.“ Man wolle auch prüfen, ob Vertreter der EKD oder ein Pfarrer den Zutritt verweigerten „oder nicht, vielleicht haben wir dann in Krefeld den ersten Fall von einem neuen Martin Luther, der gegen die Regeln der Kirche und im Sinne der Menschlichkeit handelt.“

Für eine Partei, deren Mitglieder in T-Shirts mit dem Aufdruck „Odin statt Jesus“ auffallen oder sich auf ein antichristliches, inhumanes historisches Vorbild berufen, schon schön…aber doch wohl auch nur wieder ein neuer Versuch, sich breiter aufzubauschen, als man eigentlich ist und etwas mediale Öffentlichkeit zu ergattern… [© Klarmann]

[1] Siehe die entsprechende Passage in der Polemik unter: GIEMSCH MUSS ZAHLEN, NPD-KREFELD DROHT, DÜSSELDORFER HERRENRUNDE, HALLER CONTRA PATRICK, WOLF IM STRAFSPELZ


7 Antworten auf “Rechts: Neuer NPD-Vorstand in Krefeld bleibt alter Drohlinie treu”


  1. 1 Nameless 03. November 2009 um 15:41 Uhr

    Die NPD kann gerne eine evangelische Messe suchen.
    Ich glaube nicht, dass sie eine solche finden wird.
    In der evangelischen Kirche heißt das nämlich Gottesdienst ;-)

  2. 2 Peter 03. November 2009 um 17:08 Uhr

    Die sollen doch mal in den hohen Dom zu Aachen einmarschieren, Adolf war auch da!

  3. 3 Wehrhafte Demokratie 03. November 2009 um 17:16 Uhr

    Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass sie einen Pfarrer finden, der im Sinne der Menschlichkeit handelt und diese Schweinebande auf einen Pfad führt auf dem sie mit ihren Vernichtungsphantasien und Gewalttaten aufhören.

  4. 4 Nameless 03. November 2009 um 18:30 Uhr

    Der Pfarrer heißt übrigens laut NPD nun nicht mehr Pfarrer sondern Pastor :D
    Bevor man sowas schreibt, sollte man sich am besten mal informieren, wo man hingehen will.

  5. 5 Nameless 03. November 2009 um 21:38 Uhr

    Ich denke, dass man sie, solange sie sich benehmen und keine Eindeutigen Symbole oder Parteilogos tragen (die übrigens von allen Parteien in der Kirche verboten sind), einfach wie normale Gottesdienstbesucher behandeln sollte. Sobald sie sich aber auffällig benehmen oder Unfug machen, sollte man sie aus der Kirche entfernen (lassen).

  6. 6 Peter 03. November 2009 um 22:36 Uhr

    @ Nameless ; Jesus gab auch den römschen Soldaten sein Wort! Im übrigen hielt die evangelische Kirche ihre Verbundenheit zur NSDAP vor der katholischen Kirche.

  7. 7 Klar, Mann? 18. November 2009 um 9:51 Uhr

    Nachbericht aus Sicht der rechten Szene (Zitat aus einem Szeneforum):

    „[…] Unsere Leute wurden bemerkt, aber es wurde seitens des Geistlichen nicht darauf reagiert. Unsere Leute wurden also nicht der Kirche verwiesen, obwohl sie sich durch T-Hemden und Anstecker als Nationalisten kenntlich gemacht hatten. Die anderen Kirchenbesucher waren fast ausschließlich alte Leute, die wahrscheinlich garnicht mitgekriegt haben, was ablief. Natürlich war es in einer Kirche auch nicht möglich durch irgendeine weitere Aktion zusätzlich auf sich aufmerksam zu machen. […]“

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