
Düren. Sein bisheriges Metier war und ist der politische Kampf um die Straße – durch Demonstrationen, Infoständen, Aktionen, „Mahnwachen“ oder Veranstaltungen. Am Mittwochabend zog der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren, Ingo Haller (Niederzier), in den Kreistag des Kreises Düren ein. Begleitet wurde Haller von einigen NPD-Mitstreitern – platziert hat ihn die Behörde als Hinterbänkler, vom Platz des Landrates aus besehen links außen in der extremstmöglich entlegendsten Ecke, von Haller aus betrachtet indes rechts außen, allerdings auch dann immer noch im allerletzten Eck der Sitzordnung.
Während die meisten der 54 Kreistagsabgeordneten in Anzügen erschienen, zog Haller den legeren Straßenschick vor: weiß-schwarze Jacke mit dezenten roten Streifen, also so ein bisschen schon noch die Farben des Deutschen Reiches. Eine handvoll Kreistagssitzungen stehen dem Straßenkämpfer und „politischen Soldaten“ seiner NPD nun jährlich bevor, teilweise können dieselben mehrere Stunden dauern. Haller selbst schien es schon während der Auftaktrede des alten und neuen Landrates, Wolfgang Spelthahn (CDU), nach wenigen Sätzen ein wenig langweilig anzumuten.
Bei der gemeinsamen Vereidigung aller Kreistagsabgeordneten wirkte Haller kurz darauf zuweilen ebenso gelangweilt. Oder war es eine Geste von Arroganz gegenüber Behörden und deren Organe? Auch wenn die NPD sich demokratisch nennt – der Hardliner, dessen Kreisverband in Rundmails auch einmal kumpelhaft vom „Adolf“ zu schreiben gedachte, mag stolz darauf sein, prestigeträchtig für seine Partei ein Kommunalparlament geentert zu haben. Ob er sich dereinst jedoch als Parlamentarier verstehen oder die parlamentarische Bühne nur als Provokationsfläche nutzen wird, so wie einst mal der Adolf, dass wird die Zeit zeigen… [© Klarmann]
Langeweile? Vielleicht auch gleich zu Beginn der Legislaturperiode kognitiv überfordert. Das kann ja heiter werden.
Na ja, der Gesichtsausdruck wie ein Berufspolitiker, eben fragend und leer. Ansonsten vermute ich mal, das sich Haller wenn es geht, genauso wie alle anderen an den fetten Trögen laben wird.
@mik
Hast du schon die Homepage der KAL heute gelesen? „Politisch-inkorrekte Fahrt nach Buchenwald“! O.O
tja, der eine wollte nur eine bildungsreise getan haben und war peinlich berührt ob meines „outings“ [1]…aber KZ-gedenkstätten-besuche scheinen bei denen eh „modern“ zu werden. hilft nur nix… sie definieren „nationaler sozialismus bis zum tod“ leider immer noch falsch, nämlich bis zum tode der anderen. dabei wäre es umgekehrt bedeutet einfacher für die welt…uiuiui! war sarkasmus, „peiper“, bevor sie es wieder nicht verstehen… mik
[1] http://klarmann.blogsport.de/2009/10/16/rechts-kal-romper-das-seine/
Der „Kamerad“ sieht auch nicht so aus, als wüßte er was er gerade dort macht. Scheint als sei er überfordert mit einem demokratischem System…kann nicht lesen…und schreiben fällt auch ganz schwer…sag mal Haller was kannst eigentlich außer national-sozial rumsabbeln den Leuten lügen erzählen?
irre ich mich, oder hat ingo das zugenommen, was rené abgenommen hat?!
Aus Sicht der NPD-Düren (Kürzungen angezeigt, Zeilenumbruch der besseren Lesbarkeit wegen verändert; Rechtsschreibung und Satzbau wie Original):
[…Der] Landrat […] eröffnete sodann seine neue Amtsperiode u.a. mit Ausführungen, die sich an alle „Demokraten“ richteten. An dieser Stelle möchten wir an das Verhalten von Bürgermeister Larue bei der konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt Düren erinnern, auf welcher dieser ein gerüttelt Maß an Zeit darauf verwendete, sämtliche Ratsmitglieder darauf hinzuweisen, daß man geschlossen allen „Demokratie-Gegnern“ den Rücken zukehren solle und er darauf hoffe, alle Demokraten würden dies auch immer und überall zuwege bringen.
Es braucht an dieser Stelle wohl nicht extra erwähnt werden, daß sich diese Show des braven Demokraten Larue in erster Linie gegen den in den Stadtrat gewählten Vertreter der NPD richtete und nicht etwa gegen die Ratsmitglieder der linksfaschistischen Partei „Die Linke“… Landrat Spelthan hingegen sah es offensichtlich als selbstverständlich an, daß auch Ingo Haller als demokratisch legitimierter Volksvertreter angesehen werden muß und verzichtete auf ähnliche Sperenzien, wie sie Bürgermeister Larue im Stadtrat an den Tag legte. [1]
[…] Die CDU/FDP Fraktion stellte sodann den Antrag einen „Integrationsausschuß“ zu gründen, der mit nur einer Gegenstimme (von wem diese kam brauch wohl nicht extra erwähnt zu werden) durchgebracht wurde. Die für bis zu 6 Stunden veranschlagte Sitzung konnte überraschend zügig in nur 2 Stunden und 20 Minuten durchgeführt werden, wobei auch in anderen Fällen unser Kreistagsabgeordneter im Interesse des Deutschen Volkes gegen schädliche und/oder wahnwitzige Anträge der etablierten Blockparteien stimmte. […]
[1] Vgl. dazu den schweren Verlust in Sachen Erinnerungsvermögen der NPD: […] Als „größte Enttäuschung des Wahlabends“ bezeichnete es der alte und neue Landrat des Kreises Düren, Wolfgang Spelthahn (CDU), dass die NPD in den Kreistag Düren einziehen wird. Spelthahn sagte, die Partei habe „Unflat“ plakatiert und es sei deswegen noch bedauerlicher, dass rund drei Prozent der Bürger seinem NPD-Herausforderer Ingo Haller gewählt hätten. […]
Quelle: http://klarmann.blogsport.de/2009/08/31/rechts-launiges-zu-den-kommunalwahlen/