Rechts: Neonazis drohen Jugendlichen in Aachen mit dem Tod

Aachen. Neonazis bedrohen einen Jugendlichen in Aachen-Oberforstbach. Dies erfuhr „Klarmanns Welt“ aus Polizeikreisen. Demnach haben mutmaßlich Mitglieder der Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ Drohungen gegen den Jugendlichen gesprüht, die sie mit ihrem Kürzel KAL unterzeichneten. Im Wohnumfeld und auf dem Haus der betroffenen Familie wurden im Verlauf der letzten Woche zudem mindestens zweimal KAL-Aufkleber verklebt.

Die Beamten ermitteln gegen Unbekannt wegen einer großen Sprühaktion auf einer Wand im Umfeld des Hauses, wo der Namen des Betroffenen mit dem Zusatz „…das Maul stopfen nie wieder Komonismus [sic!] grüße KAL“ gesprüht wurden. Vor rund einer Woche soll es zudem eine Sprühaktion gegeben haben an einer nahen Bushaltestelle. Hier soll neben dem Namen des Bedrohten zu lesen gewesen sein: „…wir machen dich kalt KAL“

Die Polizei steht offenbar vor einem Rätsel, da der Betroffene und dessen Familie bisher nicht in linken oder antifaschistischen Zusammenhängen aufgefallen sein sollen [1]. Ob lediglich die Teilnahme an den verschiedenen Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch in Aachen am 31. Oktober ausgereicht hat, das Neonazis den Betroffenen angreifen, ist unklar.

Die KAL ist die größte und wichtigste Neonazi-Bande in der Region Aachen. Sie ist eng mit der NPD verwoben, ihr „Kameradschaftsführer“ ist zugleich zweiter stellvertretender Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Düren. KAL-Leute fungierten bei den Kommunalwahlen im Bereich Düren und Stolberg als NPD-Kandidaten. [© Michael Klarmann; Teil einer AN-Recherche]

[1] Stand erster Recherchen. Das Opfer hat auch Freunde, die sich in der linken Szene bewegen.


8 Antworten auf “Rechts: Neonazis drohen Jugendlichen in Aachen mit dem Tod”


  1. 1 freshred 16. November 2009 um 14:08 Uhr

    vielen dank für den artikel.

  2. 2 Alma Mater 16. November 2009 um 15:07 Uhr

    Es steht in der Tat zu hoffen, dass jetzt endlich die hiesige Staatsanwaltschaft aufwacht, bzw. dass sich überhaupt ein Staatsanwalt innerhalb der Aachener Justiz findet, der nicht auf dem rechten Auge blind ist und dem braunen Deppenspuk ein Ende setzt …. Ist ohnehin längst überfällig! On verra!

  3. 3 Marcel 16. November 2009 um 15:25 Uhr

    Richtik! Anschtändiege Doitsche sint immär gegän Komonistän!

    Die KAL entlarvt mal wieder ihre maßlose Blödheit.

    Tolle Truppe, die einem Jugendlichen anonym Gewalt androht. Aber waren ja bestimmt wieder nur die Links“extremisten“, die hier ja so zahlreich in der Region die Menschen terrorisieren. HAHA

  4. 4 AliGinDaHouse 16. November 2009 um 15:29 Uhr

    Ochherm magst du ein taschentuch?:‘(

  5. 5 kalle 16. November 2009 um 15:36 Uhr

    der kal ist vollkommen egal, ob die auswahl ihrer opfer einer logik folgt. es geht einfach darum ein feindbild zu entwickeln, jemanden auf den man dann seine stumpfe gewalt/psychoterror anwenden kann. hier folgt sie auch der „logik“ ihrer geistigen urväter aus dem dritten reich. es geht um gewalt. das lässt sich ja auch an den wieder häufiger auftretenden übergriffen auf alles was einem minimal-feindbild entspricht sehen. (az-gäste werden abgefangen, in hinterhalte gelockt, wohnungen angegriffen). die solidarität für die opfer wird von angriff zu angriff steigen. die kal schauffelt sich ihr eigenes grab. trotzdem wird mir immer weider schlecht, wen ich so sachen lese. und diese leute bezeichnen sich tatsächlich als revolutionär, folgen aber ewiggestrigen gesinnungen. und nur weil ihr einen auf antifa-style macht seid ihr A nicht cool und B trotzdem an euren scheissfressen leicht von anderen leuten zu unterscheiden. F*** YOU

  6. 6 EnjoyKickinyourface 16. November 2009 um 15:51 Uhr

    AliG, bist du egt. blöde, dich hier auch noch mit sowas in Verbindung zu bringen ? Da will wohl einer Stress mit … dem Staat ;)

  7. 7 Rente 16. November 2009 um 17:29 Uhr

    Das sind ja Sitten….

    Woher die KAL immer die Adressen hat????

    Ein Gesicht sagt ja nicht aus, wo jemand wohnt.

  8. 8 Zufälliger Artikel 07. Dezember 2009 um 20:44 Uhr

    Schön ist doch vor allem, dass die lieben KAL-Menschen nicht mal Kommunismus richtig schreiben können – FAIL.

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