Herzogenrath. Im Gedenken an die Opfer des Holocaust werden am 15. Dezember in Herzogenrath Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Mit der Verlegung werden die jüdischen Bürger, die Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Deportation erleiden mussten und zum überwiegenden Teil ermordet wurden, im übertragenen Sinne „nach Hause geholt“. Es wird ein Ort des Erinnerns geschaffen und die Namen gehen nicht verloren. Zu der Erinnerung kommt die Mahnung, dass sich solche Gräueltaten niemals wiederholen dürfen.
In diesem Jahr wird gedacht an Dr. Siegfried Jacobi, Josef Spiegel, Hannetta Rubens-Weil und Karl Rubens, Wilhelm, Klara, Edith und Ingeborg Rubens. Auf Informationsabenden wird vorher über das Schicksal der Opfer berichtet. Für Hannetta Rubens-Weil und Karl Rubens am 26. November (19.30 Uhr), Pfarrheim St. Barbara (Haus-Heyden-Straße). Für Klara, Edith, Ingeborg und Wilhelm Rubens am 30. November (19.30 Uhr), Burg Rode (Kleikstraße). Für Josef Spiegel am 08. Dezember (19.30 Uhr), Evangelisches Lukas Gemeindezentrum (Lutherstraße 10). Die Informationsveranstaltung für Dr. Jacobi hat in Merkstein bereits stattgefunden.
Der Arbeitskreis „Wege gegen das Vergessen“ organisiert die Verlegung mit Unterstützung durch die evangelische Kirchengemeinde Herzogenrath/Bezirk Kohlscheid, Heimatverein Kohlscheid e.V., Pfarrgemeinde St. Barbara, Pannesheide, Verein Burg Rode e.V., Evangelische Kirchengemeinde, Merkstein, und die Stadt Herzogenrath. Die Steine werden am Dienstag, 15. Dezember durch den Künstler Gunter Demnig verlegt. Beginnend um zirka 10 Uhr in Merkstein und endend um zirka 12 Uhr in Pannesheide.
Die Stolpersteine sollen über Spenden finanziert werden. Spenden hierfür können ab sofort auf das Konto der Stadtkasse, Konto-Nr.: 1650886, BLZ 39050000 mit dem Vermerk „Stolperstein“ eingezahlt werden. Außerdem werden für alle Stolpersteine Patinnen und Paten gesucht, die sich um diese Steine kümmern. Gerne können auch Vereine, Schulklassen oder Jugendverbände diese Patenschaften übernehmen. Die Veranstalter würden es begrüßen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger an der Verlegung teilnehmen würden. [Textquelle: redigierte Pressemitteilung der Stadt Herzogenrath]
0 Antworten auf “Gedenken: Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus”