GegenRechts: Demonstration nach fremdenfeindlicher Tat in Viersen

Viersen. Anlässlich einer vermutlich fremdenfeindlich motivierten Gewalttat [1] fand heute in Viersen eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Laut Polizei und Lokalpresse [2] nahmen daran rund 100 Menschen teil. Entgegen der Anmeldung hätten die Demonstranten nicht nur eine Kundgebung, sondern ebenso einen Protestzug durchgeführt, wodurch es zu Verkehrsbehinderungen gekommen sei, teilte die Polizei mit. Sie wies überdies auf einen Verkehrsunfall im Umfeld der Demonstration hin, der offenbar durch einen abgelenkten Fahrer verursacht wurde.

Laut Lokalpresse waren die überwiegend jungen Teilnehmer auch aus Düsseldorf, Essen und Krefeld angereist. Die Demonstranten wiesen demnach darauf hin, dass der Angriff auf einen türkisch-stämmigen Deutschen am ersten Weihnachtstag keine Ausnahme gewesen sei, es sei schon zu ähnlichen Überfällen durch Neonazis gekommen.

Gestört wurde die Kundgebung laut Lokalpresse von „fünf oder sechs junge[n] Männer[n] in Lonsdale-Jacken, die kurz ‚Nationaler Widerstand’ skandier[t]en und sich dann schleunigst in Richtung der Rathausmarkt-Passage verdrück[ten].“ Möglicherweise Neonazis hatten wegen der Demonstration zudem einen Beitrag bei dem linken Mediennetzwerk „Indymedia“ online gestellt, mit dem man sich über die Demonstranten lustig machen wollte [3]. [© Klarmann]

[1] Vermutlich fremdenfeindlicher Angriff in Viersen
[2] Direktlink
[3] Screenshot


3 Antworten auf “GegenRechts: Demonstration nach fremdenfeindlicher Tat in Viersen”


  1. 1 fuchs 04. Januar 2010 um 23:31 Uhr

    Dein Artikel trifft es im Grunde sehr gut.
    Bei den Neonazis handelte es sich im übrigen um […] (..welche allesamt wohl in kurzer Zeit bei den KollegInnen von Recherche-NRW zu bestaunen sein dürften).

  2. 2 Flake 05. Januar 2010 um 1:59 Uhr

    Man könnte sich auch fragen, bei welcher Spontandemonstration es nicht zu Verkehrsbeeinsträchtigungen kommt?!
    Das hätte die Polizei aber schlicht und einfach durch eine Genehmigung der Demoroute verhindern können, aber naja, unser gutes deutsches Demonstrations- bzw. Versammlungsrecht.
    Noch zu erwähnen wären vielleicht noch Staats- bzw. Verfassungsschutz, welche dauernd rumliefen und jegliche Fahnenmaste (-mäste?) einsammelte (was dies aber mit ihren eigentlichen Aufgaben zu tun hatte, kp).
    Aber sonst haben sich die 8 bis 9 Streifenpolizisten freundlich verhalten (was blieb ihnen auch anderes übrig?!^^)

  3. 3 Klar, Mann? 07. Januar 2010 um 17:21 Uhr
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