Anti-Antifa-Mitte: CDU will Bündnis gegen Rechts umbenannt wissen…

…titelt die Lokalpresse und berichtet [1], dass die CDU in Wassenberg tapfer im Schützengraben des Stellungskrieges der neuen Extremismus-Ministerin, Kristina Köhler (CDU, Hessen), ausharren will. Wie schon vor einigen Wochen [2] wähnt die CDU sich demnach weiter im Glauben, von der höchst einflussreichen und heimlichen Bundeshauptstadt im Kreis Heinsberg, nämlich von Wassenberg aus die Umbenennung des „Bündnisses gegen Rechtsextremismus – für Demokratie und Toleranz im Kreis Heinsberg“ einfordern zu können.

„Die CDU-Fraktion im Wassenberger Stadtrat will einem Beitritt der Stadt Wassenberg zum auf Kreisebene gegründeten ‚Bündnis gegen Rechts’ nur zustimmen, wenn dieses Bündnis umbenannt wird, und zwar in ‚Bündnis gegen Rechts- und Links-Extremismus’ beziehungsweise ‚Bündnis gegen Extremismus’.“ Dass besagtes Bündnis indes nur gegründet wurde, um sich gegen eine Zunahme rechtsextremer Aktivitäten und Vorfälle im Kreis Heinsberg zu engagieren, scheint der CDU entfallen zu sein. „Die CDU könne einem Beitritt der Stadt zum Bündnis [aber] nur zustimmen, wenn dieses neu ausgerichtet und umbenannt werde und dabei die Frontstellung auch gegen den Linksextremismus klar zum Ausdruck komme. Die Wassenberger Stadtverwaltung solle klären, ob eine solche Umbenennung möglich sei,“ umschreibt die Lokalpresse den Größenwahn der CDU zwar realsatirisch, aber politisch extremst korrekt.

Ernst Kluth (SPD) befürchtete demnach zudem wegen der CDU-Sause: „Wir machen uns lächerlich.“ Aus diesem Grund weist „Klarmanns Welt“ denn auch sehr gerne noch einmal auf eine politisch extremst korrekte und demokratischste Anti-Antifa-Leistung hin: Wie man eine Resolution gegen Nazigewalt an einer Eliteuni strengkonservativ zerredet… Hahaha, Anti-Antifa… [© Klarmann]

[1] Direktlink (Siehe dazu auch die Meldung in der RP)
[2] Bündnis-Frage wird vertagt


7 Antworten auf “Anti-Antifa-Mitte: CDU will Bündnis gegen Rechts umbenannt wissen…”


  1. 1 EnjoyLiberty 28. Januar 2010 um 8:42 Uhr

    Oh ja. Heinsberg. Das westlichste was Deutschland zu bieten hat :)
    Würde mal gern wissen, was die werten Herren der CDU Wassenberg reitet, wenn sie so etwas fordern.
    Btw: Wenn die heinsberger CDU was will, dann schafft sie es auch meistens. Da alle Bonzen aus dem Kreis Heinsberg dort versammelt sind und sich fröhlich untereinander die Aufträge zuschieben etc., wird so etwas sicherlich auch noch klappen. Hoffen wir es?

    Nöö. :)

  2. 2 Jungdemokrat 28. Januar 2010 um 13:29 Uhr

    Naja, noch dümmer als die Stolberger, die Nazis gleich in einen Pott mit einem großen Teil des demokratischen Spektrums schmeißen und die Radikalismusbekämpfung praktizieren, ist das auch nicht.

    für diejenigen, die es noch nicht kennen, die Meinung des Verfassungsschutzes über Radikalismus:

    „Als extremistisch werden die Bestrebungen bezeichnet, die gegen den Kernbestand unserer Verfassung – die freiheitliche demokratische Grundordnung – gerichtet sind. Über den Begriff des Extremismus besteht oft Unklarheit. Zu Unrecht wird er häufig mit Radikalismus gleichgesetzt. So sind zum Beispiel Kapitalismuskritiker, die grundsätzliche Zweifel an der Struktur unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung äußern und sie von Grund auf verändern wollen, noch keine Extremisten. Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz. Auch wer seine radikalen Zielvorstellungen realisieren will, muss nicht befürchten, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet wird; jedenfalls nicht, solange er die Grundprinzipien unserer Verfassungsordnung anerkennt.“

    P.S. Da ich mir denken kann, was die CDU Wassenberg mit ihrem Husarenstreich bezwecken will, ist es natürlich genauso lächerlich wie das „Bündnis gegen Radikalismus“, wenn nicht sogar noch lächerlicher. Ich wollte es nicht verharmlosen.

  3. 3 Michael 28. Januar 2010 um 19:06 Uhr

    Man sollte die Wassenberger CDU-Fraktion mal zu einem Auftritt von Hagen Rether schicken. Vielleicht lernen die Damen und Herren ja dort etwas.

    http://www.youtube.com/watch?v=c-ZaFtqvuLA

  4. 4 Demokrat 28. Januar 2010 um 21:39 Uhr

    Ist ja schrecklich was die CDU da macht :-O da fällt mir ja wirklich nix mehr zu ein.

    Was für ein Schwachsinn. Jaja kein Mensch darf augrund seiner politischen Gesinnung diskriminiert oder benachteiligt werden ;-)

    Deswegen ist dieses ganze Bündnis für den Arsch :-D

    Ich glaube manche Leute vergessen, dass man nur gegen kriminell gewordene Menschen sein kann/vorgehen kann und das ist Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden.

    Aber was zählt schon die Verfassung für unsere Berufs-Antifas :-)

    Ich wünsche ein erfolgreiches „Gegen-Rechts“-Wochenende.

  5. 5 Flake 30. Januar 2010 um 0:34 Uhr

    Bald ist ja wieder WM, dann müssen die CDUler ihre Deutschlandfahnen rausholen und aufm Heinsberger Markt Arm in Arm mit Neonazis die Deutschlandhymne singen, vielleicht wird sie auch wieder wie letztes mal komplett gesungen. Ach ist das schön …wie ich mich freu *kotz*

    jede CDU ist anders… mik ps. jahreszeiten-passend-gedacht.

  6. 6 Flake 30. Januar 2010 um 15:04 Uhr

    @MiK:
    Eigene Erfahrung…
    By the way, Ausländer haben auf dem Markt dann auch nichts zu suchen, weils sonst wieder wie letztes Mal zu Handgreiflichkeiten gegen jene kommen wird. Ach ist das…wie ich mich freu

    ich wollte nur darauf hinweise, dass ich der CDU in HS, MG oder stolberg (mit abstrichen) etwa im negativen sinne einiges zutraue, dies jedoch weniger jener in AC und herzogenrath, mit abstrichen in DN, oder dem nachwuchs sowie teilen im rhein-erft-kreis bzw. EU sowie solchen CDU-lern wie laschet (AC), philipp (AC), von den driesch (herzogenrath) oder früher schramma (K). es bleibt also dabei: jede CDU ist anders… mik

    [nachtrag] damit die CDU nicht ganz so arg abbekommt: ich kannte in den 1970ern auch einige sozialdemokraten und AWO-mitglieder, die meinten, ein „neuer führer“ wäre mal nötig. heute sind solche lüx aus altersgründen nicht mehr mitglied, aber weiter antisemiten und fremdenfeinde. den „neuen führer“ ersehnen sie dank pädagogischer arbeit wider den (alters)starrsinn übrigens nur noch selten herbei…aber das „horst-wessel-lied“ unterm christbaum mit schnaps im kopf geht manchmal schon noch…

  7. 7 Flake 30. Januar 2010 um 15:12 Uhr

    Ja, stimme ich zu.

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