Aachen. Unter dem Titel „Alfred ‚Fredy’ Hirsch – Dies muss ein guter, ein tapferer Mensch gewesen sein“ lädt die VHS zu einem Vortrag von Alexander Lohe (Leiter des Fachbereichs Verwaltungsleitung der Stadt Aachen): Alfred „Fredy“ Hirsch wurde 1916 in Aachen geboren. Er war das zweite Kind des jüdischen Ehepaares Heinrich und Olga Hirsch, die in der Innenstadt eine kleine Metzgerei betrieben. Als die Nazis an die Macht kamen, gelang ihm nach kurzer Zwischenstation in Düsseldorf und Frankfurt 1935 die Flucht in die Tschechoslowakei.
Mit der Besetzung Tschechiens 1938 durch die Deutschen wurden Verfolgungsmaßnahmen gegen Juden auch in Prag wirksam: Ausgrenzung, Erniedrigung und Entrechtung. Besondere Bedeutung kam in dieser Lage der zionistischen Bewegung zu. Zusammen mit anderen Führungspersonen der zionistischen Bewegung in Prag, der sich Fredy Hirsch zugewandt hatte, wurde er im Dezember 1941 nach Theresienstadt deportiert. Dort organisierte er für Kinder und Jugendliche Unterricht und Möglichkeiten zu sportlichen Aktivitäten. Im September 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert und im März 1944 in der Gaskammer ermordet.
2008 wurde ein „Stolperstein“ zur Erinnerung an Fredy Hirsch in Aachen verlegt. Auch dieser Vortrag will dazu beitragen, die Erinnerung an diesen „guten, tapferen Menschen“ zu erhalten. Dienstag, 2. Februar, 19 Uhr. VHS, Peterstraße 21-25, Raum 214. Keine Teilnahmegebühren. [Textquelle: redigierte VHS-Info]
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