Aachen. Der eine im Rollstuhl, der andere auf einem Krankenbett, zwei Angeklagte, die auf die 90 zugehen: Zwei Gerichtsverfahren in Aachen und München, die als die vermutlich letzten NS-Prozesse in die Geschichte eingehen werden. John Demjanjuk soll im KZ Sobibor an der Vernichtung von fast 30.000 Menschen in den Gaskammern beteiligt gewesen sein, Heinrich Boere, Mitglied eines SS-Kommandos, drei niederländische Zivilisten ermordet haben [1]. Welche Bedeutung haben solche Prozesse so spät noch? Schuld, Sühne, Resozialisierung? Die gängigen Begriffe rund um die Gerichtsbarkeit versagen angesichts so lange zurückliegender Verbrechen, aber auch angesichts der schieren Monstrosität der zur Last gelegten Taten. Welche Bedeutung hat die Auseinandersetzung mit der jüngsten Geschichte heute noch für uns? Warum hat sich die Gesellschaft so schwer mit der Aufarbeitung getan? Und warum ist es für die Opfer und ihre Angehörigen so wichtig, dass diese Fragen gestellt und beantwortet werden, fragt Julitta Münch im Rahmen der WDR-Radiosendung „Hallo Ü-Wagen“ am 6. Februar in Aachen auf dem Markt verschiede Fachleute und Gäste (11 bis 13 Uhr). [Textquelle: redigierte WDR-Programmhinweis]
[1] Siehe alle Artikel im Blog dazu unter folgender SUCHANFRAGE (Bitte scrollen und blättern.)
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