Archiv für Februar 2010

Rechts: Freudscher Verschreiber zum Thema Kunkel

Region/Stolberg. Überraschenderweise nicht der NPD-Kreisverband Aachen respektive die NPD-Ortsgruppe Stolberg, sondern der NPD-Kreisverband Düren teilt aktuell mit, dass sich „[i]n der vergangenen Woche“ in Stolberg „nach langer Pause erneut führende Aktivisten der nationalen Freiheitsbewegung aus dem Raum Köln-Aachen zu einer großen Besprechung“ getroffen hätten. „Anwesend waren Aktivisten aus den Reihen der Kameradschaft Aachener Land [KAL], der Freien Nationalisten Euskirchen, der Kameradschaft Heinsberg, der Freien Kräfte Köln, Vertreter aus den Niederlanden sowie Angehörige der NPD Kreisverbände Düren und Aachen.“ Besprochen worden seien verschiedene strategische Belange.

Nachdem „Klarmanns Welt“ mehrfach darauf hingewiesen hatte, dass der Dürener NPD-Kreisführer, Ingo Haller (u.a. Niederzier), immer mehr an Macht gewinnt – teils im Zusammenspiel mit dem Neonazi Axel Reitz (Pulheim) und dem KAL-Anführer René Laube (Vettweiß) –, demgegenüber aber der Chef des NPD-Kreisverbandes Aachen, Willibert Kunkel (Stolberg), massiv an Einfluss verliert [1], soll auch dies auf besagtem Treffen laut Bericht der NPD-Düren thematisiert worden sein: „Kunkel […] stellte […] klar, daß es entgegen den Behauptungen der Medien und linker Schreiberlinge zu keiner Zeit Streitigkeiten zwischen ihm bzw. dem KV Aachen der NPD und den Veranstaltern der [von Haller und Reitz in Stolberg organisierten] Trauermärsche gegeben habe. Weiterhin führte Kunkel aus, daß er zudem Probleme und/oder Streitigkeiten niemals über die Öffentlichkeit sondern immer nur persönlich und intern klären würde, was für einen jeden von uns eine Selbstverständlichkeit darstellen sollte.“

Die NPD-Düren findet, jene Ausführungen erfüllten den Umstand einer „klärenden Darstellung“ im Verlauf eines „überaus harmonische[n] Arbeitstreffen[s]“. Nun war „Klarmanns Welt“ gewohnheitsgemäß und verständlicher- wie bedauerlicherweise nicht eingeladen zu besagtem Treffen. Soweit die Erinnerung nicht trügt, lässt sich jedoch festhalten, dass Willibert Kunkel bisher auf alle Anfragen zu besagtem Machtkampf mit einem, zuweilen mürrischen Gesichtsausdruck völlig wortlos oder in einem kurzen Satz sehr abwehrend reagierte. Lediglich einmal äußerte sich Kunkel hierzu, und dies geschah im Rahmen eines Aprilscherzes [2] im Jahre 2008 mittels eines Kommentares [3]. In diesem lobte Kunkel den Aprilscherz als „schöner Aphorismus“ – Inhalt des Aprilscherzes war auch der Machtkampf innerhalb der regionalen NPD.

Was für einen jeden „Aktivisten der nationalen Freiheitsbewegung aus dem Raum Köln-Aachen“ eine Selbstverständlichkeit darstellen sollte, trifft nach Erkenntnissen von „Klarmanns Welt“ in der konsequenten Abwehr von Gesprächsversuchen bis auf weiteres daher nur… [© Klarmann]

[1] Zuletzt u.a.: NPD-Düren drängt friedhöflich in die Städteregion Aachen vor
[2] Umfaller des Tages – Kunkel gründet Pro Stolberg
[3] Direktlink (Die Echtheit des Kommentars wurde zwar seinerzeit aus rechtlichen Gründen in Frage gestellt, allerdings bestätigte Kunkel kurz darauf im Gespräch die Echtheit des Kommentars.)