Rechts: Haller und Reitz werden einiges zu Schreien haben

Marl/Düren/Pulheim. Wenn am Samstag Neonazis aus ganz NRW in Marl unter dem Motto „Todesstrafe für Kinderschänder – 0% Rückfallquote“ aufmarschieren, werden auch zwei heimische Rhetorik-Rabauken wieder einmal ihren großen Auftritt haben. Der Aufmarsch richtet sich gegen einen unterdessen aus Marl verzogenen Sexualstraftäter und wird – mit freundlicher Unterstützung des NPD-Landesverbandes NRW – organisiert von militanten Neonazis aus dem „mittleren Ruhrgebiet“. Als Redner werden u.a. der Dürener NPD-Kreisführer, Ingo Haller, sowie der begnadete Goebbels-Imitator Axel Reitz aus Pulheim bei Köln angekündigt.

Eine der Veranstalter-Auflagen an die zu erwartenden „Kameraden“: „Benehmt euch entsprechend eurer Weltanschauung, und bedenkt welche Brisanz gerade jenes Thema beinhaltet. Wir wollen das Thema gründlich aufarbeiten und in die Herzen unserer Volksgenossen tragen. Jeder hat hierbei positiv mitzuwirken.“ Dass die „Kameraden“ heute noch einer zuerst massenmörderisch, später auch selbstzerstörerisch gewordenen Ideologie folgen, der zwischen 1933 und 1945 neben Erwachsenen millionenfach auch Kinder zum Opfer fielen, dürfte dabei weniger thematisiert werden… [© Klarmann]


1 Antwort auf “Rechts: Haller und Reitz werden einiges zu Schreien haben”


  1. 1 Klar, Mann? 06. Februar 2010 um 17:28 Uhr

    Polizeibericht dazu:

    http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/42900/1557129/polizeipraesidium_recklinghausen

    Auszug aus einem Neonazi-Bericht über ihre Demo (…ja, lebt denn der alte Zelt-Haller noch, Zelt-Haller noch…):

    „[…] In weniger als zwei Tagen war es möglich fast 200 Bürger zu mobilisieren, was wir unter den Umständen für absolut fantastisch halten und uns noch einmal bei allen Anwesenden bedanken. Die NPD-NRW war von uns aus als Unterstützer angegeben, da diese für uns eine Mahnwache am Freitag ausfallen lies, um am Sonnabend eine gemeinsame Demonstration durchzuführen. Wir müssen nun konsequent feststellen, dass dieses Bündnis nicht zweckmäßig war. Es waren keine Vertreter des NPD-Landesvorstandes, der diese Abmachung mit uns traf, anwesend. Es waren auch keine NPD-Kreisverbände in auch nur erwähnenswerter Anzahl vor Ort. Uns ist nicht einmal die Anwesenheit eines NPD-Mitgliedes bekannt. Wir müssen leider hieraus unsere Schlüsse ziehen, und hoffen dass das Thema Kindesmissbrauch bei der NPD kein Wahlkampfthema wird, denn hier dient es, so ist es anzunehmen, wirklich nur als Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit, wirklicher Einsatz und Aufarbeitung sieht anders aus. Freie Nationalisten aus dem mittleren Ruhrgebiet, am 06.02.2010″

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>