Rechts: Jeder Muslimhasser ist anders – an Karneval etwa

Aachen. Unlängst machte der TV-Dokumentationsfilm „Karneval in der NS-Zeit – Heil Hitler und Alaaf“ darauf aufmerksam, dass die Nationalsozialisten in Hitler-Deutschland auch den Karneval nutzten, um NS-Propaganda zu betreiben. In besagter Dokumentation waren Bilder zu sehen, in denen als Juden verkleidete Menschen an Rosenmontagszügen teilnahmen, so Menschen jüdischen Glaubens verächtlich gemacht wurden und „Prunkwagen“ in den Rosenmontagszügen mitfuhren, die mit Figuren bestückt waren, die Juden in „Stürmer“-Manier zum Gespött machten und zum Hassobjekt der „Jecken“ abwertete. In Aachen hat es an Rosenmontag ähnliche Szenen gegeben, indes nicht gegenüber Menschen jüdischen Glaubens, sondern gegenüber Muslimen: denn drei als Muslime verkleidete Personen und mehrere Begleiter sowie Fotografen ließen im Karnevalstreiben ihrem anti-islamistischen Ansinnen freien Lauf.

So berichtet das höchst umstrittene anti-islamistische und extrem fremdenfeindliche, indes pro-israelische und pro-jüdische Internet-Blog „Politically Incorrect“ (PI) von eben jener Aktion, die eine Ortsgruppe Aachen von PI durchgeführt habe. Demnach hätten sich im Innenstadtbereich ein als „orientalische[r] Patriarch“ verkleideter Mann und zwei voll verschleierte „Frauen“ sowohl an der Zugstrecke, aber teilweise auch im Rosenmontagszug bewegt. Beide „Frauen“ hätten „ehrfürchtig einen Schritt hinterm Herren verbleiben, Süßigkeiten aufheben und diesem anreichen [müssen, sowie] den Blick selbstverständlich gesittet zu Boden gerichtet.“ Die „widerspenstigere“ der beiden habe er sogar an die Kette gelegt und somit quasi wie einen Hund hinter sich her gezogen, schreibt die PI-Gruppe Aachen in ihrem Bericht über die eigene Aktion.

Wie ein unter „You Tube“ veröffentlichtes Video der Gruppe belegt, kam die Verkleidung ähnlich gut an, wie in Nazideutschland die der „Juden“ im Karneval… [© Klarmann; Video © PI-Gruppe Aachen via „You Tube“]

[1] Karneval in der NS-Zeit – Heil Hitler und Alaaf


32 Antworten auf “Rechts: Jeder Muslimhasser ist anders – an Karneval etwa”


  1. 1 Flake 19. Februar 2010 um 14:43 Uhr

    Finde ich jetzt gar nicht so verkehrt auf das Problem des Patriarchats in einigen muslimischen Familien aufmerksam zu machen, aber die Art und Weise ist sicherlich nicht geglückt.
    Gleichberechtigung von Frau und Mann sollte auch in muslimischen Familien gelten.
    Aber ich halt lieber den Mund, ehe die Rassismuskeule rausgeholt wird ;)
    Ich glaube, dass einige toitsche Männer auch gerne zwei Frauen „besäßen“, die für sie die Süßigkeiten vom Boden aufheben.

  2. 2 hase 19. Februar 2010 um 16:53 Uhr

    Hmmm…

    Anti-islamistisch oder anti-islamisch? Das ist nämlich ungefähr so unterschiedlich wie patriotisch oder nationalistisch.

  3. 3 Günther 19. Februar 2010 um 18:31 Uhr

    Aber lieber Herr Klarmann, zumindest zu Karneval sollte doch die Toleranzlatte etwas höher gehängt werden, oder?
    Als Freund des politischen Karnevals kann ich über solche Aktionen wirklich herzhaft lachen.

    ich dachte immer, an karneval lacht man eher gerne über sich selbst…oder verkleidet sich als das, was man gerne sein will ;-) mik

  4. 4 Peter 19. Februar 2010 um 19:48 Uhr

    Nun wer mag das wohl sein? Welche Gruppierung?
    Erkannt habe ich einige…
    Es handelt sich hier um eine neiue Gruppierung für Aachen Stadt und Land.
    Ihr Name; PI Aaachen
    Die Gruppe hat sich wie viele Gruppen aus dem rechtsextremistischen Online Portal Political incorrekt gebildet. Dort sind auch alle Gruppen aufgelistet.
    Die Damen und Herrn unter anderem auch Vertreter rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien sowie rechter studierender „Bürger“ treffen sich und planen dort Ihre Aktionen. Die erste Aktion war eben die mit „Carnevale“.
    Einige dieser „Mitglieder“ habe einen regulären „Verfolgungswahn“ – nach dem Motto; Sicherheit geht für uns alle vor!

  5. 5 Peter 19. Februar 2010 um 19:49 Uhr

    Einige Personen werden schon geoutet.

  6. 6 Rente 19. Februar 2010 um 20:59 Uhr

    Einige Lustige Beiträge aus dieser Zeit….

    Hitler fährt mit seinem Fahrer über das Land. Aufeinmal macht es einen Rums und da ist die Sauerei. Sie haben eine Sau überfahren. Hitler (zum Fahrer):”Melden sie dem Bauer den tragischen Unfall und dass ich es bedauere.” Fahrer steigt aus und geht in das Bauernhaus. Stunden vergehen, der Fahrer kommt nicht mehr. Erst in der Nacht kommt der Fahrer total besoffen und voller Gaben zum Auto zurück. Hitler ist total verwundert:” Was haben sie denn zu dem Bauern gesagt?” Fahrer:”Heil Hitler, das Schwein ist tot.”

    […] ”wie soll der ideale Deutsche aussehen?” A:”Er soll so schlank wie Göring und so groß wie Goebbels sein.”

    Hindenburg:” Wenn ich so viele Panzer gehabt hätte wie Hitler, dann hätte ich den ersten Weltkrieg gewonnen.” Wallenstein:” Wenn ich so viele Flugzeuge wie der Göring gehabt hätte, dann hätte der 30-jährige Krieg nur 7 Tage gedauert.” Napoleon:” Wenn ich so einen Propagandaminister wie den Goebbels gehabt hätte, dann häte die Franzosen nie erfahren, dass ich den Russlandfeldzug verloren habe.”

    Göring, Goebbels und Hitler sitzen in einem Boot. Es fängt an zu sinken. F:”Wer wird gerettet?” A:”Deutschland”

    HR HR HR….

    In diesem Sinne

    ”Heil Hitler, das Schwein ist tot.”

  7. 7 Rente 19. Februar 2010 um 21:06 Uhr

    Ergänzend nochmals das Video „heil-hitler-das-schwein-ist-tot“

    http://www.videogold.de/heil-hitler-das-schwein-ist-tot-humor-unterm-hakenkreuz/

  8. 8 Robert 19. Februar 2010 um 23:17 Uhr

    Peter! Frage:
    Was haben die deiner Meinung nach denn zu erwarten, wenn sie „geoutet“ werden?
    Kommst du sie dann besuchen oder ist es dir lieber die Infos in geheimer Freude unter das muslimische Fußvolk zu streuen? (Mal gucken was die machen….)
    Du scheinst ja einige der Macher zu kennen. Lad sie doch auf nen Kaffee ein und sprich mit ihnen, hör dir die Argumente an, denk selber mal nach und versteck dich nicht hinter deinem ständigen „rechtsextremistisch“

  9. 9 Klar, Mann? 20. Februar 2010 um 9:07 Uhr
  10. 10 nail 20. Februar 2010 um 10:31 Uhr

    Was diese PI-Leute machen geht gar nicht.
    Selbst wenn das Thema nicht gut zu heißen ist, heißt das noch lange nicht eine Religion bloß zu stellen.
    Ich gebe MiK recht: Parallelen zu vor 75 Jahren sind näher als hier mancher „Gutgläubige“ wahr haben will.

    P.S. Wenn einige Leser das so toll finden, lest doch bei dem Kack-Blog mit. Ist halt Extremismus in gerade ganz gut gängiger Form.

  11. 11 Hagenbauer 20. Februar 2010 um 13:37 Uhr

    Danke Peter,
    dafür zollen wir dir alle Respekt.
    Naja, wenn man sonst keie Erfüllung im Leben findet….

  12. 12 Fatihland 20. Februar 2010 um 14:23 Uhr

    @Peter: Kann mich Robert nur anschließen…

  13. 13 Religionskritiker 20. Februar 2010 um 14:46 Uhr

    „Was diese PI-Leute machen geht gar nicht.
    Selbst wenn das Thema nicht gut zu heißen ist, heißt das noch lange nicht eine Religion bloß zu stellen.“

    Natürlich darf man Religionen bloßstellen. Es ist einer der großen Triumphe der Aufklärung, dass man dies darf.

    Das Problem ist nicht der Karnevalsscherz als solcher, sondern der eindeutig rassistische Hintergrund.

  14. 14 Peter 20. Februar 2010 um 15:45 Uhr

    @Robert;
    Einen Dialog in einer einseitigen sturren Haltung wie mit PIlern zu führen, grenzt an Monotonie und ist die Zeit nicht wert.

  15. 15 Marcuse 20. Februar 2010 um 17:41 Uhr

    Peter hat Recht. Ich hab auch mal versucht mit einem von dieser Sorte zu reden. Bei denen ist wirklich alles verloren.
    Ich würd gern was gegen diese „Gruppe“ tun. Nur ich trau mich allein nicht. Ich wüsst auch nicht, wo ich anfangen soll. Und die werden immer mehr und dadurch dreister und öffentlicher.
    Am liebsten wärs mir, wenn sich ein paar von uns zusammenschließen und Aktionen von denen torpedieren. Die vor allen bloßstellen als das, was sie sind, nämlich Rassisten. Was sagt ihr?

    Wer Interesse hat, dem kann ich meine Mailadresse geben.

  16. 16 NDM 20. Februar 2010 um 19:26 Uhr

    Weil’s grad zum Thema passt – zu den sogenannten PI-Gruppen gibt es hier eine recht amüsante Anekdote:

    http://kuebeline.wordpress.com/2010/01/12/operation-31415/

  17. 17 Peter 21. Februar 2010 um 10:35 Uhr

    @ Marcuse ;
    Gib mal Deine Mail Adresse!
    Man kann problemlos in verschiedenen bereichen der RWTH anfangen, da schon einige dieser Burschen bekannt sind.
    (Information der Oberassistenten, Lehrstühle, Fachschaften, Ausländerbeirat, Asta usw.)Beischeinpflichtigen Veranstaltungen wäre es nicht verkehrt dort auch die Info bei Studenten und Dozenten tz streuen.

    also, ich atme tief durch, schreibe nicht das, was mir in den sinn kam – und mahne zum mut, ironie verstehen zu wollen. und weitere albernheiten in der sache können gerne bei PI abgeladen werden… in drei worten: kleinkrieger zu kleinkrieger… mik

  18. 18 Marcuse 21. Februar 2010 um 21:59 Uhr

    @Peter:
    […]

    @mik: Sorry. Du hast vollkommen recht. Ich will mich eigentlich auch nicht auf so ein Niveau herabbegeben.
    Greez und weiter so :) !

    wurde 2x weiter geleitet… mik

  19. 19 Hagenbauer 24. Februar 2010 um 18:31 Uhr

    da muss ich Mik Recht geben. Peter du bist ne ganz schöne Heulsuse. Hast dir das Petzen zur Berufung gemacht. Echt jämmerlich und jemandem die Meinung verbeiten zu wollen, wie heißt das Wort noch… „faschistisch“???

  20. 20 Peter 24. Februar 2010 um 22:58 Uhr

    @ Hagenbauer ;
    Keinem soll das Wort verboten werden!
    Es handelt sich hier um eine neue Art rechtsextremistische Gruppierungen, die unsere Grundwerte erheblich gefährdet. Zum Teil sind diese Typen so Hass erfüllt gegen über dem islam, das kein Dialog möglich ist und man eine solche Gruppe mit einem Dialog nur aufwerten würde.
    Tatsache ist und bleibt jedoch, das solche Rechtsextremisten hinterhältig und feige sind.
    Wenn es um ihren beruflichen Erfolg geht, halten die ihren Mund, sind leise und still, eben nach dem Motto nicht auffallen.
    Im Video filmen sie ohne Erlaubnis Bürger (zum Teil Personengruppen unter 5 Personen). Selber aber schützen die rechtsextremisten sich aber indem sie ihre Gesichter verfremden. Ich weiss von zumindest einem Bürger der dort abgelichtet ist, das er nun zivilrechtlich gegen die PI Gruppe hinsichtlich der Verletzung von Persönlichkeitsrechten und dem recht am eigenen Bild vorgehen wird. Dies wird um so leichter, da zumindest der „Cam Man“ namentlich bekannt ist….

  21. 21 mani 01. März 2010 um 2:14 Uhr

    Anstatt nur die altbekannten Rassismus- und extremismuskeulen zu schwingen, sollte man sich besser mit den Inhalten auseinandersetzen.
    Für jeden Bürger erkennbar gibt es reale Spannungen zwischen islamischen Gruppen und unserer Gesellschaft. Die Augen vor diesen Problemen zu verschliessen, löst sie sicher nicht.
    Grundsätzlich muss jedoch Meinungsfreihet gelten, für pi und seine Gegner.

    ich sehe in der aktion von PI-AC keine vermittlung von „inhalten“ – wie beim original geht es doch nur darum, undifferenziert gegen den islam als ganzes zu hetzen und keinen dialog zu führen, um besagte „spannungen“ abzubauen… in diesem sinne sind sie teilen der NPD näher, als ihnen lieb sein dürfte… mik

  22. 22 Religionskritiker 01. März 2010 um 12:15 Uhr

    Es gibt auch reale Spannungen zwischen christlichen Gruppen und unserer Gesellschaft. Als Beispiele sei nur mal das Wachbimmeln unschuldiger Langschläfer_innen durch Kirchenglocken genannt.

    Trotzdem würden vermutlich etliche Keulen geschwungen, wenn sich jemand deswegen als Jesus verkleidet Vergewaltigungen von Ministranten nachspielt. Und zwar nicht nur von Leuten, die die Augen vor Ratze und Co verschließen.

    Ansonsten sollte man natürlich mal darüber Diskutieren, wie es mit Meinungsfreiheit für Rassisten aussieht, die ihren Rassismus dadurch ausleben, dass sie berechtigte Kritik unterstützen. Wie ich bereits schrieb: Der Karnevalsscherz ging in Ordnung, die rassistische Nachbereitung bei PI nicht.

  23. 23 Peter 01. März 2010 um 16:52 Uhr

    @ Religionskritiker ;
    „Religon ist Opium fürd Volk“, so schrieb eins Marx. Daher ist ein Dialog schon sinnvoll. Bei den PI Gruppen ist es allerdings eine neue versteckte Dimension nationaler Politik, die so einfach keiner Partei mehr zu geordnet werden kann. Die PI Gruppen bilden sich in fast jeder größeren Stadt und formieren sich untereinander. Dabei wenden die Gruppen, Verfahrensweisen an, die fast der Akademie für psychologische Verteidigung gleich kommen. Geschickt wird huier versucht, mitten in der Gesellschaft anzukommen und Multiplikatoren für den Hass auf Muslime gezielt zu eerzeugen.
    Das PI selber seinen Server ins Ausland gelegt hat, dafür scheint es erhebliche Gründe zu geben. Schaut man sich die Homepage an, sucht man vergebens ein Impressum.

    und, wie steht es so mit der rechtschreibung? mik

  24. 24 mani 01. März 2010 um 17:31 Uhr

    @ Peter
    Nachdem die Betreiber von pi viele Morddrohungen von Seiten radikaler Moslems erhalten haben, ist man entsprechend vorsichtig. Das Beispiel des in Holland ermordeten van Gogh ist nicht vergessen.
    Und es ist nicht Hass auf die Muslime, sondern die dargestellte Gegnerschaft gegen den Islam als Ideologie. Der Islam muss sich wie jede andere Gruppe der Gesellschaft auch der öffentlichen Kritik stellen, auch wenn sie ätzend ist.
    Und über Meinungsfreiheit gibt es keine Diskussion, sie ist fester Bestandteil unserer Verfassung.
    Die Mehrzhal der pi-Teilnehmer sind im Bereich Wertkonservativ angesiedelt und eben nicht Rechtsradikale. Dass sie deshalb von den Linken angefeindet werden, ist verständlich. Unsere Gesellschaft besteht eben wie jede Demokratie aus vielen Gruppen mit unterschiedlichen Meinungen. Der Versuch, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, ist legitim und bedeutet das Mitmachen in unserer Gesellschaft.
    pi scheint der Kristallisationspunkt für die pro-Parteien zu sein, die in NRW antreten werden.
    Am Ende enscheidet der Wähler und nur dieser.

    nun ja, wenn das, was man bei PI so alles lesen kann, nicht rechtsradikal und nur wertkonservativ sein soll, dann… (aber nur dann…) mik ps. schauen sie sich doch mal in manchem neonazi-forum um, was die da so treiben und schreiben, dann… (aber nur dann…)

  25. 25 Marcuse 01. März 2010 um 18:41 Uhr

    Hallo nochmal.

    @Peter: Leider hast du dich nicht bei mir gemeldet. Es ist die Mamapausen-Adresse, nicht die erste. Falls du Angst hast…ich auch. Kann´s verstehen. Ich war ehrlicherweise im ersten Moment sogar etwas froh, einen leeren Posteingang vorzufinden ;-)

    Ich habe das Problem mit diesen sogenannten Pigruppen bisher nie so bedrohlich gesehen.

    Was die Rechtschreibung angeht, Peter, so nimm´s mir nicht übel, da denke ich auch, dass wir uns deutlich von den Pipifanten abheben sollten!

  26. 26 Peter 01. März 2010 um 22:53 Uhr

    @Marcuse und Mik; Wegen der Rechtschreibfehler entschuldige ich mich ausdrücklich und was wichtiger ist ehrlicher Weise, ich denke ihr wisst, das es ein Flüchtigkeitsfehler war!
    @Marcuse; Ich denke jeder von uns sollte etwas in der Öffentlichkeit gegen diese Hetze der PI Gruppen in seinem Umfeld unternehmen. Wir wären sicherlich in Sachen Rechtsextremismus schon weiter, wenn wir so manchen Ratschlag in den Vorträgen von Mik uns mehr zu Herzen genommen hätten.

    @Mani; Der Betreiber von PI ist in meinen Augen wie Ulfkotte, nämlich „einseitig, rechtslastig und monoton. Das Islamhetzer keine Freunde finden, liegt auf der Hand!

  27. 27 mani 02. März 2010 um 15:34 Uhr

    @peter
    Natürlich sind die pi-Beiträge meist rechtslastig. Im Gegensatz dazu gibt es auch viele foren, die linkslastig sind. Es ist das Zeichen einer Demokratie, rechts oder links sein zu dürfen. Die Grenzen geben nur unsere Gesetze vor.
    Ich habe bei vielen Linken den Eindruck, sie wenden sich nur gegen die Islamgegner, weil diese vorwiegend aus dem rechten Lager kommen. Und so geht es nicht um die Islamkritik, sondern um den sog. Kampf gegen Rechtsextremismus, wobei allzu oft rechts und rechtsextremen verwechselt werden und man handelt nach dem Motto “ Der Feind meines Feindes ist mein Freund. “
    Das Wegdriften der CDU nach links hat eine Lücke geschaffen. Und so ist zwischen der rechtsradikalen NPD und der CDU ein politischer Leerraum entstanden, der ein Wählerpotential von 10 % bis 15 % darstellt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich daraus eine neue Partei bildet.
    Es liegt an den Parteien selbst, die Ängste und Befürchtungen in der Bevölkerung, die es im Zusammenhang mit dem Islam gibt, aufzunehmen und mit ihnen angemessen umzugehen.
    Nur die Gegner zu verteufeln und in die rechtsextreme Ecke zu stellen, genügt nicht und überzeugt niemanden.
    Die Nazikeule ist zu oft angeweandt und auch missbraucht worden, als dass sie noch jemand ernst nimmt.
    Die Abstimmung in der Schweiz über das Minarettverbot und die Erfolge von Gerd Wilders in Holland zeigen deutlich auf, dass es reale Probleme gibt, die nicht mit ein paar Schlagworten abgetan werden können.
    Es steht dir frei,dich für den Islam einzusetzen genauso wie es seinen Gegnern frei steht, ihn zu bekämpfen.
    Wichtig ist, dass dabei demokratische Spielregeln eingehalten werden und diese Auseinandersetzung auf der Basis friedlicher Diskussionen stattfindet.
    Gesellschaft ist ein dynamischer Prozess, steter Wandel ist deshalb die Norm. Der seit den 70-ziger Jahrern anhaltende Linkstrend scheint auf eine Gegenbewegung zu stossen.

    …und die diskussionen sowie teile der „berichterstattung“ unter PI sind nicht „friedlich“…

    …und der „linkstrend“ findet so nicht statt, wie sie meinen, dass er stattfindet (waren kohl und kanther nicht bis vor jahren noch?)…

    …nicht nur linke sind gegen „islamgegner“, sondern auch CDU-ler (die eifrig als islamfreunde mit beschimpft werden) – und manchmal sind sogar konservative christen und juden gegen das, was sie hier als „islamgegner“ schönschreiben…

    …das, was gemeinhin sich selbst als „islamgegner“ und „wahre demokraten“ definiert, führt aber anderes im schilde und manchmal sticht deren fremdenhass deutlich hervor…

    siehe oben oder siehe:

    http://klarmann.blogsport.de/2008/10/17/gegenrechts-koeln-contra-pro/

    …und die ganze „pro nrw“ und PI-sause ist durchschaubar, deswegen wollen menschen, die sich tatsächlich für menschenrechte im bereich islam-gläubige einsetzen, mit diesen „bewegungen“ nicht wirklich viel zu tun haben…

    …ob auf die ganze „pro nrw“ und PI-sause indes das logo „rechts“ passt, ist fraglich: im endeffekt ist es doch ein crossover aus alten rechtsextremen mit neuen strategien (führungsriege), popo(!)listen, unzufriedenen, frustrierten, extrem-christlichen fundamentalisten (pius-bruder, mit dem sie gerne mal über frauen- oder homo-rechte diskutieren können), querulanten, denunzianten, hobby-bürgerwehrlern und stammtisch-proleten…

    …angebliche „islam-kritik“ schweißt diesen gewagten mix nur zusammen, und wie brüchig das ist, zeigt doch, dass sich immer wieder menschen und funktionäre abwenden:

    entweder werden sie richtige rechtsextreme, ziehen sich wieder völlig resignierende als nicht-wähler zurück oder wenden sich dem islam sogar selbst zu, weil sie begriffen haben, dass der islam von „pro“ und PI falsch dargestellt wird…

    mik

  28. 28 Wehrhafte Demokratie 02. März 2010 um 17:28 Uhr

    Also ich bin nicht der Meinung, dass zwischen dem rechten Flügel der CDU und den Holocaustnostalgikern der NPD unbedingt noch etwas gemäßigt Rassistisches (im Sinne von nicht selber totschlagen sondern nur eine Stimmung schaffen in der die Existenz der totzuschlagenden als Problem angesehen wird) existieren muss.

  29. 29 mani 02. März 2010 um 18:53 Uhr

    @ mani
    Da ich aus beruflichen Gürnden viele Jahre im Nahen Osten war, kenne ich den Islam und die soziale Wirklichkeit, der er ganz real schafft, besser als die meisten Deutschen. Viel Positives konnte ich nicht erkennen.
    Nötig wäre im Islam ein Reformator wie bei den Katholiken es Martin Luther war, damit er auch für westliche Gesellschaften kompitabel wird.
    In seiner derzeitigen unreformierten Form wird er auf zunehmenden Widerstand in allen europäischen Ländern stossen, wie man jetzt bereits gut erkennen kann. Insbesondere die radikaleren Gruppen wie die Wahabiten sind nicht kompitabel.

    selbstgespräche? mik

  30. 30 Klar, Mann? 03. März 2010 um 17:38 Uhr

    @“mani“:

    Viel Spaß beim lesen ;-)

    http://www.zeit.de/2010/09/Rassismus?page=1

  31. 31 Peter 03. März 2010 um 22:27 Uhr

    @mani;
    Mal Klartext;
    […]

    was soll denn das? aus einem von mir oben per link empfohlenen text ein zitat kopieren und als eigenen „klartext“ verkaufen? mik

  32. 32 mani 04. März 2010 um 13:27 Uhr

    Der Artikel in der “ Zeit “ klammert sehr vereinfacht die realen Probleme aus […]

    könnte man nun bei ihnen auch sagen, deswegen habe ich ihre darstellung gelöscht… viel spaß weiterhin bei PI und ähnlichen blogs/portalen… mik ps. ja ja, schreien sie nur „zensur“ … sie sind aber nicht der erste und letzte rechtslastige wortergreifer, mit dem man sich über wochen streiten kann und der immer wieder auf „los“ zurückfindet – und der sich angeblich sehr gut im arabischen raum, aber ebenso in kreuzberg und beim prekariat auskennt…

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