Aachen. Laut Polizei hat es in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen „größeren Polizeieinsatz während einer Musikveranstaltung in einer Gaststätte auf der Hochstraße“ in Aachen-Brand gegeben. Anlass dafür war eine Massenschlägerei, deren Auslöser laut Polizei der Streit zwischen zwei Frauen gewesen sei. Besagte Veranstaltung sollen zwischen 20 bis 30 Personen aus der rechtsextremen Szene besucht haben, darunter ebenso Personen aus dem Umfeld der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL).
Die Veranstaltung in der Gaststätte war offenbar angekündigt worden als „Vollgas Rock‘n'Roll-Party“, schreibt die Lokalspresse [1]. Gespielt worden seien überwiegend Lieder von Bands wie „Böhse Onkelz“, „Broilers“, „Kärbholz“, „Frei.Wild“ und „Krawallbrüder“. Die Bands begeistern zuweilen auch rechtsextremes Publikum oder rechtslastige Vertreter aus der Hooliganszene.
Insbesondere im Südraum Aachens gibt es Mischcliquen mit Vertretern aus jenen Szenen [2]. Auch Neonazis und Hooligans aus besagten Vierteln im Aachener Süden waren im November bei einem „Krawallbrüder“-Konzert in Übach-Palenberg aufgefallen [3]. Die Band „Frei.Wild“ war zeitweise wegen der Nähe ihres Sängers zu einer rechtslastigen Partei in Südtirol in Verruf geraten.
Laut Polizei kam es am Samstag unter den rund hundert Besuchern der Veranstaltung nach Mitternacht zu der Schlägerei, an der ein „unbestimmter Personenkreis“ beteiligt gewesen sei. Dabei seien drei Personen leicht verletzt worden. Die Polizei hat daher ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet und will nun zahlreiche Zeugen hören. Laut Polizei sollen sowohl Vertreter der rechten, als auch der linken Szene die Veranstaltung besucht haben.
Laut Lokalpresse [1] sei die Party von dem Inhaber des Lokals nach der Schlägerei abgebrochen worden, um die aufgeladene Stimmung nicht noch weiter anzuheizen. Der Wirt will demnach nicht der Veranstalter gewesen sein. Im Webforum der Lokalpresse stellt ein User zu dem Vorfall, den Polizei- und dem Medienbericht fest:
„Süß unpolitisch, diese Berichterstattung […] um bloß nicht zu schreiben, daß in Ac-Brand mal wieder Nazipack seinen kleinen Reichsparteitag mit üblichen Emmissionen gefeiert hat. Und daß die Verständnisträger, Beschwichtiger und Verharmloser an dieser Stelle ausgerechnet ‚Ordnungshüter’ heißen, versteht sich von selbst.“ [© Klarmann; „Klarmanns Welt“ sucht weitere Infos zu dem oben beschriebenen sowie anderen Vorfällen (Kontakt)]
[1] Direktlink
[2] Politiker in Sorge wegen Naziparolen im Südraum
[3] KAL-Krawallbrüder bei den Krawallbrüdern
Vertreter der linken Szene? Wohl dann eher wieder Punks o.ä. wie damals in Übach, oder?
Oh man war ja wieder klar das es hier steht.
Schonmal auf einem Konzert der besagten Bands gewesen?
Vielleicht sollte man sich ein Konzert angucken bevor man über diese Bands urteilen kann.Lächerlich AN & AZ und Klarmann!
Das ist das Land der Vollidioten…..
In diesem sinne OI!
ich steh eh lieber auf den zweiten aufguss, nicht auf den vierten vom zweiten…
in diesem sinne: troopers bis die scheiße kocht…
mik
Die Band Frei.Wild kommt nicht aus Österreich, sondern aus Südtirol/Italien. Der Sänger war Mitglied der Partei „Die Freiheitlichen“.
danke, geändert… mik ps. war eben bisserl stressig nach vier tagen dauermulache…
„Wir sind keine Neonazis und keine Anarchisten“
Letzteres kann Mensch sicherlich glauben.
Zitat Anfang „Gespielt worden seien überwiegend Lieder von Bands wie „Böhse Onkelz“, „Broilers“, „Kärbholz“, „Frei.Wild“ und „Krawallbrüder“. Die Bands begeistern zuweilen auch rechtsextremes Publikum oder rechtslastige Vertreter aus der Hooliganszene.“
Was kann ne Band dafür wenn sie rechtes Publikum hört? Wollt ihr jetzt auch den Broilers Rechtslastigkeit vorwerfen, weil die auf irgendwelchen Faschopartys gehört werden?
Ich sehe ehrlichgesagt nicht, wo hier irgendeiner Band irgendwas vorgeworfen wird.
Es ist jawohl eine unbestreitbare Tatsache, dass diese Bands viel von Rechten gehört werden und viel mehr wird ja auch nicht behauptet.
Da muss ich mich der Kritik von Jens allerdings anschließen. Wenn den Bands nichts vorgeworfen wird, warum werden sie dann überhaupt erwähnt? Da werden in dem Zeitungsartikel der AN erst die oben genannten Bands aufgezählt und dann auf die „politische Ausrichtung“ einiger Bands hingewiesen, ohne diese genau zu beziffern. Wer sich in dieser Szene nicht auskennt ist doch aufgrund solcher Zeitungsartikel geneigt alle der genannten Bands in diese Schublade zu stecken. Und solche unvorsichtigen, undifferenzierten Artikel rufen dann gleich wieder die üblichen Hetzer auf den Plan…
Die Partybesucher haben wahrscheinlich nicht nur Broilers gehört, sondern auch Bier getrunken, Tischkicker gespielt und Klopapier nach dem scheißen benutzt. Warum wurde das in dem Zeitungsartikel nicht erwähnt?
unter dem zeitungsartikel ist ein forum, welches sie benutzen können, wenn sie fragen an den reporter haben… ansonsten verweise ich auf meine antwort an „Stutz“… mik
Die Denunzierung durch die Überschrift ist selbstverständlich auch gar nicht so gemeint, werter Herr Glanror, natürlich. Mich würde mal ein Statement von Oire-Szene zu dem Statement auf der Homepage der Krawallbrüder interessieren. Aber das wird ja sicher niemals kommen.
a.) wir sind hier bei „klarmanns welt“, wenn sie mit „oire-szene“ was zu checken haben, dann wissen sie, wo sie es können; b.) mögen sie bands wie die oben genannten? diese singen von fußball, gewalt, alkohol, raufen und saufen usw.usf. was soll also ihr weichei-gezicke wegen der überschrift? zumal sie nicht kapiert haben, das überschriften in diesem blog gerne mal wortstark oder zuspitzend sind – ähnlich wie die texte und ansagen der bands übrigens, die sie ja offenbar mögen… mik ps. denunziation wäre übrigens, wenn ich getitelt hätte: klopperei bei nazibands…
Es lässt sich ja über die Aussage streiten, welche Bands von Rechten gehört wird…
Aber Broilers…
So ein Quatsch
Tatsache, das hier gehört ja gar nicht mehr zu Oire-Szene. Man wird allerdings von dort hierhin weitergeleitet. Ich ging deswegen automatisch davon aus, dass dieser Blog zu der erwähnten Website gehört.
Pah, für mich ist diese Überschrift lediglich ein Versuch, mit einem kleinen Wortspiel ein wenig poetisch sein zu wollen – und dabei schon so schnell wie möglich den Bands an den Kragen zu gehen. Und ja, Broilers und Krawallbrüder höre ich ziemlich gerne. Inwiefern sind deren Texte denn so zugespitzt, dass sie nur noch beleidigen, denunzieren und andere in ein schlechtes Licht Rücken? Von Broilers ‚Kelly Family‘ und bestimmten Anti-Nazi-Songs einmal abgesehen. Und nein, irgendetwas mit ‚Nazibands‘ hätten sie nichtmal schreiben müssen. Die Assoziation der Bandnamen mit dem rechten Milieu gelingt ihnen bei unvoreingenommenen Lesern sicher auch so sehr gut.
ich glaube, wir sind uns eigentlich einig – aber wir gehen von verschiedenen standpunkten aus: sie werten die headline als statement zu den bands, ich werte sie als solche über einen teil des publikums. einerseits gibt es besagte „mischcliquen“ mit leuten, die manchmal das „combat 18″– oder „division germania“–“t-hemd“ ausziehen und dann mit „krawallbrüder“–, „frei.wild“– oder „kärbholz“-streetwear in lokalen diskotheken herumrennen und schlägereien anzetteln, vorzugsweise mit angeblichen oder echten alternativen, linken, antifas oder punks.
dieselben leute gehen dann aber auch auf „krawallbrüder“-konzerte, größeren festivals mit solchen bands oder eben solchen feten – und dann wollen sie ganz nett behandelt werden, weil sie ja nicht rechts, sondern hip sein wollen. es handelt sich aber trotzdem noch um etwa jene leute, die am 27.3.2008 auch gemeinsam mit nazis, npd-lern, rechten hools und ex-ultras eine antifaschistische demo angriffen [1]…und dabei auf antifas, punks und teilweise auch unpolitischen skins losgingen… mik
[1] http://klarmann.blogsport.de/2010/03/17/rechtsgegenrechts-zwei-jahre-nach-neonazi-ueberfall-auf-demonstration-noch-kein-prozess-gegen-angreifer/
Übrigens war auf dem Flyer der Party ein durchgestrichenes Hakenkreuz vorzufinden. Nicht sehr einladend für Rechte, oder? Ein triftiger Grund, warum ich diese Party nicht als „Faschoparty“ bezeichnen würde.
den flyer hätte ich mal gerne als scan oder grafik-datei…wäre dem wirklich so, müsste man ja mal fragen, wie denn „unsere“ nönazis so ticken…aber wenn einige davon selbst auswärts in „zeckenläden“ zu klar antifaschistischem hardcore und linken krachbands abgehen wie zwei zäpfchen auf ner ölspur, so wie in duisburg mal, na, dann… mik
die intention des artikels ist eine absolut richtige. aber broilers in einem atmezug mit diesen völlig beknackten bands zu nennen eigentlich eine frechheit. klarer kann man sich in songs, interviews etc. wohl kaum platzieren, oder?
„b.) mögen sie bands wie die oben genannten? diese singen von fußball, gewalt, alkohol, raufen und saufen usw.usf. was soll also ihr weichei-gezicke wegen der überschrift?“
heißt es im lied „gassenhauer“ nicht auch, „Troopers für Heilige, gottlose und Mörder! Troopers für Gewalttäter!
Für alle „out of order“!“?
was soll also IHR weichei-gezicke wenn´s mal wieder irgendwo knallt? sie sind eindeutig der falsche um jemandem solch eine frage zu stellen
tja, so sind sie, die nönazis… mik
http://img399.imageshack.us/img399/2235/10c5a9dab9e253a9c37fc8d.jpg
nun ja, sollten unter den 100 personen (mehr dürften in das hinterzimmer alias kleinen saal auch nicht reinpassen) tatsächlich 30 rechte gewesen sein, zeigt das a.) ein durchgestrichenes HK „schreckt“ die nicht „ab“, und b.) ist das alleine auch etwas „dünn“…
ansonsten könnte die „broilers“-fraktion nun ihre presseschelte einstellen und/oder zu einer veranstalterschelte umfunktionieren… mik
Laut Lokalpresse sollen annäherungsweise 200 Personen die Veranstaltung besucht haben, was mir aus eigener Sicht auch wahrheitsgemäßer erscheint.
aber nicht auf einmal…oder standen sie nicht nur in der keksdose, sondern auch auf der straße? mik ps. interessant finde ich übrigens, dass zwar hier alle etwas zu kamellen haben, aber nicht mal einer der teilnehmer eine mail sendet mit inhaltlich wertvollen ergänzungen, etwa um mögliche fehler zu korrigieren oder die recherche zu optimieren…das sagt entweder a.) etwas über mich aus, oder b.) über die linken, rechten, unpolitischen besucher bzw. deren wirklich linke oder unpolitischen ansichten…langsam kommen also zweifel auf, wie links oder unpolitisch da etwas war…
mik, wieso einstellen? du verbreitest mit deinem blog doch auch die verknüpfung broilers mit grauzonenbands oder rechtsoffenen-pfeifen?
da liegt es doch nahe, daß man dagegen hält, nicht wahr?
m.
ich verbreite das, was der veranstalter verbreitet hat…und ich glaube, langsam wird es albern. mik