Krefeld/Viersen/Geldern/Kempen. Die NPD bereiste auch heute mit ihrem „Flaggschiff“ – einem ungebauten Wohnmobil mit Lautsprecheranlage und ausgeschmückt mit NPD-Parolen – wieder Teile des Rheinlandes. Schon gestern hatte die rechtsextreme Partei eine „Kundgebungstour“ im Beisein von Parteichef Udo Voigt durch Mönchengladbach, Neuss und Geilenkirchen abgehalten [1]. Laut der Partei fand heute morgen eine Kundgebung in Viersen statt, später seien weitere in Krefeld und Geldern gefolgt. Zudem soll am Nachmittag in Kempen eine Kundgebung abgehalten worden sein. Die NPD will noch bis zum Wochenende mit dem „Wahlkampftroß“ unterwegs sein.
Viersen ist die „Heimatstadt“ (Voigt) des NPD-Chefs – zugleich dürfte Viersen auch jener Ort sein, in dem Voigt 1968 der NPD beigetreten war. Von 1970 bis 1972 war der heutige NPD-Vorsitzende Mitglied im Vorstand des NPD-Kreisverbandes Viersen. Voigt und rund fünfzehn Rechtsextremisten sollen an der Versammlung in Viersen am Morgen teilgenommen haben. Unter den Teilnehmern soll auch der Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Heinsberg/Mönchengladbach, Helmut Gudat, gewesen sein. Zudem sollen Gunter Kretzschmann, NPD-Mann im Kreistag sowie dem Stadtrat von Viersen, der Mönchengladbacher NPD-Ratsmann Manfred Frentzen und der stellvertretende Landeschef der NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“ (JN) und NPD-Kreisvorsitzende aus Krefeld, Matthias Halmanns, vor Ort gewesen sein.
Laut Antifaschisten soll die NPD später in Krefeld am Theaterplatz nicht gestoppt haben, dass „Flaggschiff“ sei „abgedreht“. Die NPD selbst meldet derweil, dass eine Kundgebungen in Krefeld stattgefunden habe und eine weitere in Geldern am Niederrhein erfolgt sei. Unbestätigten Hinweisen zufolge soll am Nachmittag noch eine Kundgebung auf dem Markt in der Altstadt von Kempen stattgefunden haben.
Unterdessen soll laut NPD zudem der Bundesvorsitzende der NPD-Jugend „Junge Nationaldemokraten“ (JN), Michael Schäfer, „zugestiegen“ (Voigt). Laut NPD soll der NPD-Kader aus Ostdeutschland „bis zur Wahl [die] Kundgebungstour“ begleiten. Sowohl Voigt, als auch zeitweise NPD-Landeschef Claus Cremer, sollen ebenso den „Wahlkampftroß“ auf seiner „große[n] Kundgebungstour durch das Rheinland“ bis zum Wahltag begleiten. [© Klarmann; Video: Antifa Viersen via You Tube]
[1] Kameraden zeigen NPD-Chef Udo Voigt Teile des Rheinlandes
in Krefeld konnten sie nicht „an Land kommen“
haben vor dem Kundgebungsort wieder abgedreht und sind geflüchtet.
HAHAHA, das Video ist ja der Knaller
Wenn die NPD am Neumarkt eine Kundgebung abhält und die Antifa am Theaterplatz wartet, dann brauch ich mich nicht über widersprüchliche Meldungen zu wundern.