GegenRechts: Friedenspreis für Antirassismus-Initiative

Aachen. Der Aachener Friedenspreis geht in diesem Jahr an eine Anti-Rassismus-Initiative in Duisburg und an einen peruanischen Priester. Nationaler Preisträger ist der 1996 gegründete Verein zur Überwindung von Rassismus, Phoenix. „Rechtsradikalismus ist ein ständiges Thema. Mit dem Preisträger wollen wir Position beziehen,“ sagte der Vorsitzende des Friedenspreises, Karl Heinz Otten, am Freitag.

Phoenix bietet Kurse zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus an. In Trainingseinheiten unterstützt und stärkt der Verein zudem Rassismus-Opfer. Der Phoenix-Gründer und evangelische Pfarrer Austen Peter Brandt soll den Preis am 1. September in Aachen entgegennehmen. Der Friedenspreis wird damit zum wiederholten Male seit der Vereinsgründung vor rund 20 Jahren an eine Initiative vergeben, die sich gegen Rassismus und Neonazismus engagiert.

Internationaler Preisträger ist der peruanische Menschen- und Umweltrechtler Marco Arana. Er bekämpft die Umweltzerstörung durch die größte Goldmine Lateinamerikas in Peru. Die bei der Goldgewinnung verwendeten Gifte machten Menschen und Tiere krank. [© Klarmann]