Aachen. Polizei und Staatsschutz ermitteln wegen verschiedener Straftaten, die möglicherweise einen politischen Hintergrund haben. So haben die Behörden nach einer Sachbeschädigung am Büro der Partei „Die Linke“ Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet. In die Schaufensterscheibe des Büros waren in der vergangenen Nacht – vermutlich mit einem Nothammer – mehrere Löcher geschlagen worden. Ein Parteimitglied, das sich noch in den hinteren Räumen des Büros aufhielt, hatte die Polizei alarmiert, nachdem es die Zerstörungen bemerkt hatte.
Eine Fahndung nach dem oder den Tätern verlief laut Polizei ergebnislos. Das Büro war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Attacken durch Neonazis oder Unbekannten gewesen. Es dient ebenso dem Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko als Wahlkreisbüro. Der Staatsschutz der Aachener Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, ebenso wie bei einer Sprühaktion von Neonazis.
Sie hatten in der Nacht zu Dienstag eine Hauswand in der Aachener Innenstadt mit einem kleinen Hakenkreuz besprüht. Zudem sprühten der oder die Täter eine vage Drohung an die Hauswand. Die Parole richtete sich gegen einen ehemaligen „Kameraden“ und jetzigen Aussteiger aus der Braunszene. Zudem ermittelt die Polizei nach einem Vorfall am linksalternativen Veranstaltungsort „Autonomes Zentrum“ (AZ) wegen gefährlicher Körperverletzung.
Laut Ermittler hätten drei bislang unbekannte Täter in der vergangenen Nacht durch den Briefkasten Pfefferspray und eine Flüssigkeit in das AZ hineingesprüht. Zum Tatzeitpunkt sollen sich mehrere Personen bei einem Treffen in dem ehemaligen Bunker aufgehalten haben. Laut Polizeibericht habe ein 25-jähriger Mann wegen der Attacke eine leichte Atemreizung erlitten.
Bislang unbestätigt sind Hinweise auf eine Sprühaktion in Laurensberg. So soll über dem Haupteingang des dortigen Schulzentrums abermals die nationalsozialistische KZ-Losung „Arbeit macht frei“ gesprüht worden sein. Offenbar wurde die Sprühaktion an dem Schulzentrum, in dem ebenso das Anne-Frank-Gymnasium liegt, am Montagmorgen entdeckt und rasch wieder entfernt.
Der Polizei war auf Anfrage von jener Sprühaktion nichts bekannt. Auch im Umfeld der Schulen in Laurensberg war es wiederholt zu Neonazi-Aktionen gekommen. Zudem soll im benachbarten Aachener Ortsteil Richterich in der Nähe des Bezirksamtes eine neue, rechte Parole gesprüht worden sein. [© Klarmann; im Rahmen von „Nachrichten“-Recherchen]
Das Wahlkampfbüro von Andrej Hunko wurde beschädigt.
Na sowas.
Andrej Hunko hatte doch zur Zeit der Unruhen in französichen Vorstädten einmal gesagt, soziale Unruhen wären in Deutschland nicht nur denkbar, sondern auch wünschenswert.
Da wird er sich über die Sachbeschädigung freuen.
Auf sowas steht er ja anscheinend.
Jedem das seine.
und wer leitet nun das verfahren ein wegen dem schlusssatz…? mik
Da kann sich der Innenminister jetzt mal selber kümmern, der hat nämlich nunmehr direkte Kenntnis von diesen ‚Aktionen‘!
Desweiteren zur Info an F. W. & Co. sowie die übrigen Braunnasen der Region:
Derartige Kindergarten- und Narrenaktionen – gemeint sind hier Sprayaktionen auf Häuserwände, Briefkästen etc. und deren letztendliche Eliminierung – sind Vermietersaaaaaaache! Demnächst: Mal zur Abwechslung vorher den Gehirnskasten – falls vorhanden – einschalten. Könnte u.U. sogar helfen!
Gutes Gelingen und mit den besten Grüßen
(Hier: In rot, denn: Schwarz ist keine Farbe, sondern ein Zustand)!
ich würde auch mal ältere sprühaktionen in aachen mit dem doch sehr merkwürdigen „G“ in der neuen sprühaktion abgleichen…abgesehen davon: nach neuesten erkenntnissen, die mir gestern am späten abend zukamen, wurde ALLE drei taten zu 99% von neonazis begangen… mik
Danke für diese Info – da gibt’s ja was zu tun!
Die Nazis bei euch ballern doch gerne mit Schleudern rum? Könnten die Löcher in den Fensterscheiben des Parteibüros nicht von Kugeln stammen?
nein. mik