GegenRechts: Antifa outet Neonazis und rechtsradikale Hooligans

Aachen. Auf einer neuen Homepage mit dem Titel „Recherche Aachen“ haben anonym auftretende Antifaschisten Datensätze zu bisher 31 Neonazis und rechtsradikalen Hooligans aus dem Raum Aachen veröffentlicht. Überwiegend wurden dabei die Namen der Betroffenen und in Einzelfällen auch Kurzinfos – etwa über die Arbeitgeber – zu diesen publiziert. In einem Fall könnte eine solche Information nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ fehlerhaft sein.


Anonymisierter Screenshot von der Homepage „Recherche Aachen“

Möglicherweise ist die neue Homepage als Reaktion darauf gedacht, dass Neonazis in der Vergangenheit verschiedene Übergriffe auf Antifaschisten oder Angriffe auf deren Räumlichkeiten in Aachen und Düren durchführten. Unlängst hatten Antifagruppen darauf hingewiesen, man werde in absehbarer Zeit Gegenaktionen starten und sei nicht mehr gewillt, dem Treiben der Neonazis teilnahmslos zuzuschauen.

Auf der Homepage selbst befinden sich abgesehen von einer E-Mail-Adresse keine weiteren Kontaktdaten oder Informationen zu den Urhebern. Neben den Namen von Neonazis wurden zudem zahlreiche Fotos von den „Geouteten“ veröffentlicht. Zum Teil wurden diese widerrechtlich aus Medien- und Journalistenportalen [1] sowie von Neonazi-Homepages übernommen. Der überwiegende Teil der Bilder scheint indes sozialen Netzwerken entnommen zu sein und zeigt die Neonazis bei privaten Feiern, auf Konzerten oder während eines Besuchs in Diskotheken. Offenbar unbeteiligte Personen wurden überwiegend anonymisiert.

Betroffen von dem „Outing“ sind Mitglieder von Neonazi-„Kameradschaften“ wie der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), jüngere NPD-Kader, neonazistische Medienaktivisten, „Autonome Nationalisten“ (AN) und rechtsradikale Hooligans aus der Region. Der Schwerpunkt liegt auf Neonazis aus der Stadt Aachen, vereinzelt sind zudem Personen aus dem Raum Düren, aus Herzogenrath, Stolberg und Würselen betroffen. [© Klarmann]

[1] Zeitungsverlag Aachen, Klarmanns Welt, Recherche Nord


17 Antworten auf “GegenRechts: Antifa outet Neonazis und rechtsradikale Hooligans”


  1. 1 Fatihland 13. Juni 2010 um 16:00 Uhr

    :)

  2. 2 nadann 13. Juni 2010 um 19:07 Uhr

    Super die Seite… Das wird zivilrechtliche Folgen für die Damen und Herren nach sich ziehen, da ist Klarmann ja ein richtiger Engel gegen.

  3. 3 tkwm 13. Juni 2010 um 19:09 Uhr

    Egal ob von links oder rechts – für solche Seiten gibt es keinen Link und auch kein Recht.

  4. 4 palim palim 13. Juni 2010 um 19:56 Uhr

    jetzt kommt wieder die gute alte „wir setzten links mit rechts“ scheiße auf oder was? ich dachte das könnte man nach den letzten vorfällen endgültig bleiben lassen…na ja

  5. 5 Nameless 13. Juni 2010 um 21:27 Uhr

    Wie toll anonym sie sind. Sie benutzen Googlemail.
    In spätestens einem Monat ist die Seite weg.

  6. 6 Wehrhafte Demokratie 13. Juni 2010 um 23:04 Uhr

    Auch wenn es praktisch ist zu wissen, von wem man als Demokrat so mit Gaspistolen und Stahlkugeln beschossen werden kann, geht sowas nicht. Sammelt von mir aus Beweise über die notorischen Körperverletzungsdelikte und Volksverhetzungen und schickt es an die Staatsanwaltschaft, damit sie sich nicht mehr rausreden können. Aber sowas geht nicht.

  7. 7 Stars Vader 14. Juni 2010 um 0:04 Uhr

    xD unglaublich! ihr seid so schlecht!^^
    1. leute geoutet die noch nie oder lang nicht mehr aktiv sind.
    2. leute geoutet die jeder arsch kennt.
    3. leute geoutet die schon vorher auf mindestens einer seite geoutet wurden.

    fazit: nur ein winseln um aufmerksamkeit der aachener antifa-“szene“, ganz ehrlich: danke! beste werbung!
    so, wenn ihr´s nicht schon tut, wir gehn eure seite jetzt mal abfeiern!
    SKOLL!
    xD

  8. 8 Engagierter Bürger 14. Juni 2010 um 12:53 Uhr

    Gerade gefunden, die Adresse der Seite lautet:
    www.[…].com

  9. 9 tkwm 14. Juni 2010 um 15:12 Uhr

    Wer die Seite unbedingt finden möchte, der kann’s ergoogeln. Alles was ich gesehen habe sind Fotos von Kindern die noch nicht trocken hinter den Ohren sind.

    Also – Kinderkacke auf der ganzen Linie.

    nun ja, was so manche der „kinder“ schon angestellt haben… mik

  10. 10 Wehrhafte Demokratie 14. Juni 2010 um 16:26 Uhr

    Ich hoffe dass die Kinder trocken hinter den Ohren werden, bevor ihre Sammlung an schweren Körperverletzungen dazu führt, dass sie im Knast trocknen.

    Ansonsten fühlen sich insbesondere Rene L. und unser lieblings Buchenwaldbesucher von der Bezeichnung sicher geschmeichelt.

  11. 11 tkwm 14. Juni 2010 um 17:12 Uhr

    @mik

    Was die „Kinder“ so verbrechen belegt nur deren geistige unreife. Wiewohl der ein oder die andere mir auch etwas geistig herausgefordert erscheint. Dauerhafter Alkoholkonsum hat negative Folgen.

    Gleichwohl – wir sollten uns in der Auseinandersetzung nicht der gleichen Mittel bedienen wie die Rechten. Und insofern erlaube ich mir die Seite um die es geht eben auch als Kinderkacke zu bezeichnen.

  12. 12 Klar, Mann? 16. Juni 2010 um 11:00 Uhr

    WordPress hat „Recherche Aachen“ ins Datennirvana geschickt:

  13. 13 Mike 16. Juni 2010 um 14:35 Uhr

    soweit ich es gesehen habe, sind auf der Seite weder Adressen noch sonstige Daten aufgetaucht, die die Personen gefährden könnten. warum sollte es dementsprechend falsch sein eine solche Seite ins Netz zu stellen?

    nun, ja… mik

  14. 14 Mac Magnus 16. Juni 2010 um 16:23 Uhr

    weil man in einer Demokratie (darauf wird sich ja hier sehr oft bezogen) ein paar Rechte hat, selbst wenn man selber (wie diese Jungs scheinbar) gegen diese Demokratie agiert.

    So ist das nun mal, und so wirds hoffentlich noch lange sein.

  15. 15 Ad acta 16. Juni 2010 um 17:31 Uhr

    Ein kurzes und knappes Vergnügen.

  16. 16 CUI DISLET MEMINIT 17. Juni 2010 um 16:01 Uhr

    Datennirvana?
    Naja Google-Cache vergisst nicht so schnell.

  17. 17 Riot 17. Juni 2010 um 16:36 Uhr

    Tja,Das war wohl nichts ihr Antifanten :D

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