Rechts: Neonazis nutzten Fußballgaudi wieder zum Zuschlagen [update]

Aachen. Neonazis sollen am Sonntagabend kurz nach dem Ende des WM-Spiels zwischen Deutschland und Australien maßgeblich an Streitigkeiten und Schlägereien in der oberen Pontstraße beteiligt gewesen sein. Laut Polizei hatten zwar mehrere Anrufer nach dem Spiel Vorfälle gemeldet, indes hätten Beamte vor Ort „diese Konflikte“ [1] nicht mehr registrieren können, auch Opfer oder Zeugen seien demnach nicht feststellbar gewesen. Nach Recherchen von „Klarmanns Welt“ und „Aachener Nachrichten“ [2] sollen an den Vorfällen auf Aachens Kneipen- und Studierenden-Meile indes maßgeblich Neonazis und Mitglieder der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) beteiligt gewesen sein.

So wollen Augenzeugen gesehen haben, dass eine Gruppe von 15 bis 20 Personen aus der rechten Szene kurz nach dem Ende des WM-Spiels im Bereich Pont- sowie Milchstraße aufgefallen war. Einige der Personen sollen demnach KAL-Shirts getragen haben, mindestens eine Person habe – ähnlich wie vor zwei Jahren schon bei der EM – eine Reichskriegsflagge mitgeführt. Unter den anderen feiernden Fans soll man an den Provokationen Anstoß genommen haben, hieß es weiter. So hätten andere Gruppen feiernder Fußballfans demonstrativ Distanz zu den Neonazis gehalten und teilweise auch „Nazis raus!“-Rufe angestimmt.

Während sich der überwiegende Teil der Neonazis rund zehn Minuten lang eher defensiv verhalten haben soll, sollen laut Augenzeugen drei bis vier „rechte Schläger“ extrem aggressiv aufgefallen sein. Sie sollen Einzelpersonen aus den umstehenden Gruppen, aus denen heraus teilweise weiter „Nazis raus!“-Rufe skandiert wurden, angegriffen und geschlagen haben. Aus RWTH-Kreisen erfuhr „Klarmanns Welt“, dass unter den Opfern ein derzeit an der RWTH eingetragener amerikanischer Student gewesen sein soll.

Polizeidirektor Helmut Lennartz hatte erst am Freitag gesagt, so genannte Betretungsverboten für Störer oder Hooligans könnten seine Beamten „an Ort und Stelle für drei Monate aussprechen.“ Damit wolle man auch Störern aus der rechten Szene begegnen, die zuletzt bei der EM 2008 im Bereich der Pontstraße aufgefallen waren. „Diese Personen haben wir speziell im Fokus,“ sagte Lennartz [3] – zwei Tage bevor dieselben die Polizei offenbar abermals vorführten… [© Klarmann]

[1] Public-Viewing in der Region – Stress und Randale in Aachen, Düren und Jülich
[2] Rechte stören die Fußballfeier auf der Pontstraße
[3] Rote Karte für die Intoleranten im Fußballfieber


38 Antworten auf “Rechts: Neonazis nutzten Fußballgaudi wieder zum Zuschlagen [update]”


  1. 1 Fatihland 14. Juni 2010 um 17:44 Uhr

    Ekelhafte Nazifratzen greifen jetzt sogar amerikanische Austauschstudenten an, ob die wohl wussten woher er kam? Sonst hätten die wohl die Chance genutzt einen echten ‚Ammi-Kapitalisten‘ angreifen zu können… Zu hoch der Testosteronspiegel der Freunde Nazis.

  2. 2 Entsetzter 14. Juni 2010 um 18:01 Uhr

    Die Polizei WUßTE, daß es zu Ausschreitungen kommen würde. Das wurde sogar in den AN bestätig, daß man mit entsprechendem Aufgebot den Aufmarsch von rechtsradikalen unterbinden wollte.
    Und was ist passiert? ZWEI hoffnungslos überforderte Polizisten (1 x junge Frau, 1 x Polizist kurz vor dem Pensionsalter) haben versucht, den tobenden Mob auseinanderzuhalten. Das war peinlich – waren etwa alle Kräfte auf dem Markt, um rund um den neuen OB Präsenz zu zeigen?
    Knappe 10 Minuten später kamen dann mehrere Einsatzkräfte an. Übrigens waren mehrere Polizisten in zivil vor Ort, die nach Aussage eines Beamten „mehrere Zielpersonen“ wärend des Spiels observiert haben.
    Im übrigen starteten die Provokationen tatsächlich mit Hitlergruß und Reichsflagge (_nicht_ Reichskriegsflagge, soweit wir das erknenn konnten). Den übrigen Schilderungen aus dem aktuellen Bericht von AN Online kann ich ansonsten zustimmen. Die Hools/Rechten haben sich ein paar aus der Menge gepickt. Ich glaube, hier wurde wirklich auf Provokation der Gegenseite gewartet – die dann durch die Nazi-Raus Rufe wohl so wahrgenommen wurde.
    Glücklicherweise befanden sich ein paar Leute in der Menge, die versucht haben, den Streit zu schlichten. Aber ein Fußballfest war das nicht und hat meiner Meinung nach auch nichts mit Fußball zu tun. Aber das kennt man ja, leider.
    Und ich faß mir nicht an den Kopf wegen der Prügelei. Ich faß mir an den Kopf wegen der Polizei, die besonders durch die Vorkommnisse der letzten Zeit so schlecht vorbereitet war, daß es zum Himmel stinkt. Hier werden eindeutig Opfer auf beiden Seiten in Kauf genommen.
    Traurig.
    Mein Fazit: Eine ganz ganz ganz erbärmliche Leistung der Aachener Polizei, die hoffentlich für die nächsten Übertragungen ihr Sicherheitskonzept überdenken.

    ich entnehme meinem statistiktool, dass sie seit fast 2 stunden im blog unterwegs waren und zahlreiche artikel usw. gelesen haben. natürlich ist es wichtig, presseveröffentlichungen auch zu ergänzen o.ä. – aber haben sie nicht den aufruf gelesen, dass wir zeugen suchen, um so umfassend wie möglich recherchieren und berichten zu können? dies auch mal als hinweis für all jene, die zwei minuten nach erscheinen eines berichtes schon den ersten „nörgler“ als kommentar absetzen, aber sich mehrere stunden zuvor nicht meldeten… mik

  3. 3 Entsetzter 14. Juni 2010 um 18:15 Uhr

    Was soll man denn ergänzen, wenn die Pressestelle der Polizei von „nicht nennenswerten“ Vorkommnissen spricht? Hilergruß und Reichsflagge hätten meiner Meinung nach für die Polizei in Zivil Grund genug sein müssen – insb. nach den Erfahrungen in letzter Zeit (Super C, AZ etc.) – mehr Personal heranzuziehen. Vielleicht könnte man den Pressesprecher ja mal fragen, was für eine Strategie die Herren da verfolgt haben.

    beantworten sie allenfalls meine frage! seit heute morgen habe ich via twitter und blog darum gebeten, infos entweder an mich oder die „nachrichten“ zu übermitteln… mik

  4. 4 Entsetzter 14. Juni 2010 um 18:21 Uhr

    Ich werd demnächst die Augen etwas weiter aufmachen, habe auf diversen Seiten rumgestöbert – darunter auch ihre. Habe dann den Artikel gesehen und ihn kommentiert.

    der hinweis galt ja auch an dritte – ihr beitrag diente dazu beispielhaft… mik

  5. 5 Klar, Mann? 14. Juni 2010 um 18:35 Uhr
  6. 6 Hüst 14. Juni 2010 um 19:14 Uhr

    Schwarzrotgoldmobs sind ja schon eklig genug, aber dass sich derlei Gesocks da mal wieder unersch**en untermischen kann, ist ja nu wirklich widerlich.

  7. 7 Klar, Mann? 14. Juni 2010 um 20:26 Uhr

    Bild 2, 3 (links-außen) und 4 (Tattoo) wären zu beachten:

    http://www.top-aachen.de/index.php?id=1634

  8. 8 Super Ingo 14. Juni 2010 um 20:54 Uhr

    „Dort soll es am späten Abend allerdings zu Schlägereien gekommen sein, an denen auch Rechtsradikale beteiligt gewesen sein sollen. Augenzeugen berichteten, dass verbotene NS-Symbole, darunter die Reichskriegsflagge, gesichtet worden seien. Polizeisprecher Michael Houba konnte das allerdings nicht bestätigen. «Wir haben am Montagmorgen lediglich eine Anzeige von zwei jungen Männern erhalten, die angaben, sie seien in der oberen Pontstraße ohne erkennbaren Grund von Schlägern attackiert worden.» Die entblößten Oberkörper der Angreifer seien stark tätowiert gewesen, «aber wir können sie derzeit nicht einer bestimmten Gruppe zuordnen», betonte Houba.“

    Großartig, die Polizei, dein Freund und Helfer…

    Zwei öffentlich zugängliche Bilder zeigen eindeutig, dass dort NöNazis unterwegs waren!

  9. 9 Braver Bürger! 14. Juni 2010 um 21:33 Uhr

    Ja ja.Dann lieber Sprengsätze in Berlin zünden und das alles gegen den Kapitalismus.Merkt ihr was?^^

    na klar, die medien sind voll von der splitterbombe – aber sie lenken damit hier ab und sugerieren, alle berichteten ja nur kritisch über nazis also ihresgleichen… mik

  10. 10 Adler 14. Juni 2010 um 21:36 Uhr

    Wo waren denn da zur Hölle KAL T-shirts? Lieber Klarmann wieder mal die Fakten verdrehen ;) . Und sicher wurde die Frau auch geschlagen weil sie eine Austauschschülerin war, ist klar. :) …In so nem gedrängel stöst man sich schneller den Kopf als man denkt. Vllt sieht man sie ja nochmal im Park. ;)

    vielleicht sage ich der polizei ja, wen ich denn im park traf und wer sich hier freiwillig deswegen als zeuge für die abendliche klopperei zur verfügung stellt… mik ps. war das nun trockener humor, ironie, oder doch eine gekonnte art der vagen drohung, in der sie sich immer wieder zu üben gedenken…?

  11. 11 Braver Bürger! 14. Juni 2010 um 22:36 Uhr

    Was würde eigentlich die Antifa in einer Welt ohne Nazis machen?Habt ihr euch die Frage mal gestellt?

  12. 12 Adler 15. Juni 2010 um 0:16 Uhr

    Das war reine Spekulation mit der ‚‘abendlichen Klopperei'‘. Ich hab zudem nicht gesagt, dass ich dabei war oder dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass etwas passiert ist. Ich glaube wohl kaum, dass sie meinen Namen kennen ;) . Und Herr Klarmann ein bisschen trockener Humor schadet doch nie. :-P

    glauben ist nicht wissen… mik

  13. 13 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 8:27 Uhr

    Waren am Abend auf der Pontstraße auch zugegen, nachdem man das Spiel im Sowiso gesehen hat.

    Was ich nach wie vor für ziemlich bezeichnend finde, dass sich bei dieser großen Antipathie gegen das rechte Gedankengut von der hier im allgemeinen ausgegangen wird, unter den 200-400 „normalen“ Menschen die zugegen waren, keine wirkliche Gegenwehr entwickelt hat.

    Die eine Seite bemitleidet sich selbst, der wirklich bedauerlichen Vorkommnisse der letzten Wochen (Angriff aufs AZ,…) und läuft jammernd bekifft über die Pontstraße, anstatt „Courage“ zu zeigen. Versucht aber zur gleichen Zeit die Polizei in die Verantwortung zu ziehen, die man auf der anderen Seite liebend gerne bekämpft (die aktuellen Ereignisse gehen über Gaspistolen und Steinschleudern hinaus).
    Die anderen schaffen es mit 15 Jungs und einer Flagge ihr Ziel nach Öffentlichkeit perfekt durchzusetzen.

    Ich konnte mehr als 2 Polizisten sehen, denn es rückten von unteren Teil der Pontstraße ca. 15-25 nach. Zudem waren mindestes 5 mir bekannte Zivilpolizisten aus dem Fußball Umfeld direkt im „Brennpunkt“. Also an Präsenz hat es nicht gefehlt!

    Eine Frage die sich mir jedoch noch stellt ist, ob der amerikanische Austauschstudent denn zu erkennen war, bzw. welche Hautfarbe er hatte. Denn nicht jeder Schlag ins Gesicht ist politisch motiviert, egal wer ihn austeilt.

    Bin gespannt wie der Extremisten Krieg auf Aachens Straßen weiter geht.

  14. 14 MeinFreundistAusländer 15. Juni 2010 um 9:44 Uhr

    Ob die Nazis diese WM nicht verfolgen? Keine Spiele der Deutschen Nationalmannschaft ansehen? Es muß ja für sie schlimm sein, die ganzen tollen Kerle mit Migrationshintergrund zu verfolgen…..Das macht die bestimmt so agressiv!

    Es ist immer toll anzusehen, wenn unsere Multi-Kulti-Nationalmannschaft auftritt: Cacau, Podolski, Boateng, Khedira, Klose, Marin, Ösil, Tasci, Aogo, Trochowski, Gomez..

    Wir haben eine tolle Truppe, die es ganz weit schaffen kann….Und das ist gut so……So ist Deutschland eben heute, und das ist auch gut so !!!!!

  15. 15 Flake 15. Juni 2010 um 9:46 Uhr

    @Mac Magnus: Du hast nichts verstanden, oder? Oder willst du nichts verstehen? Dir ist schon klar, dass die NöNazis nicht nur, so wie deinesgleichen sagt, „Linksextreme“ bedrohen und angreifen?
    Das ist kein „Extremisten Krieg“, sondern das was die NöNazis betreiben (Angriffe, Drohungen z. B. auch gegen SPD-Politiker etc.; von Fremdenfeindlichkeit mal ganz abgesehn), trifft auch jeden Demokraten.
    Auf der einen Seite über die Antifa rummotzen und mehr Courage von ihr fordern, aber auf der anderen Seite von „Extremisten Krieg“ reden…merkst du nicht, dass da ein Knick in der Logik ist?
    Weißt du eigentlich in was für einer Situation sich die linken, antifaschistischen Gruppen während der WM befinden? Wohl kaum, sonst würdest du wissen, dass es im nationalen Doitschlandfieber (leider) viel mehr Gegner als Freunde gibt und bei einer Eskalation (z. B. bei einem Eingreifen, wenn rassistische Übergriffe zu erkennen sind), in den meisten Fällen die Antifaschisten die Schuld bekommen würden (leider auch in den Medien). Man darf in soeiner Situation doch wohl erwarten, dass besonders während der WM die Polizei die Aufgabe des Schutzes der Menschen vor rechtsradikalen Übergriffen übernimmt. Antifaschistische Gruppen haben doch nicht vor, Aufgaben der Polizei zu übernehmen … was ein Quatsch!

  16. 16 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 10:56 Uhr

    @ Flake: Ich habe gar nichts gefordert, sondern nur angesprochen, dass man ein anderes Bild nach außen trägt, als das man selber vertritt. Ich bin oft genug im AZ und kenne auch genug „Linke“ und habe diese auch im Freundeskreis, jedoch teile ich die Ansichten nicht, und das muss ich auch nicht.

    Das Wort Courage stand nicht umsonst in Anführungszeichen.

    Aber ich muss hier gar nicht groß diskutieren, möchte auch gar nicht provozieren, denn eigentlich sind mir beide Seiten in ihrer Art einfach zu dumm.

  17. 17 Klar, Mann? 15. Juni 2010 um 11:02 Uhr

    @“Adler“:

    Sie waren ja doch dabei…

    @“Mac Magnus“:

    Bezug nehmend auf Ihre Frage im ersten Posting ist festzuhalten, dass der Student aus Amerika weder Schwarzer, noch Dunkelhäutiger war.

    Nach neuesten Infos schlugen die Neonazis und rechtsradikalen Hooligans auch zwei Mädchen/junge Frauen mit der Faust ins Gesicht und attackierten einen türkischstämmigen Migranten. (Was noch weitere Recherchen benötigt, bevor dieser Satz als „saved“-info durchgehen kann.)

    Ansonsten sei folgendes Zitat der KAL zu deren Treiben im Umfeld des SuperC interessant, auch mit Blick auf deren neues „Treiben“ gegen Studierende:

    „Wir möchten hier noch mal in aller Deutlichkeit betonen, dass unsere Wut nicht den Studierenden, insbesondere den Streikenden der RWTH gilt. […] Und auch die Verantwortlichen der RWTH sollten sich hier ihrer Verantwortung nicht entziehen. Ein Denkanstoβ könnte die Tatsache sein, dass das Gros der zahlungskräftigen Studenten aus eher konservativen Familien stammt. Wenn die RWTH irgendwann in die Schlagzeilen kommt, weil die Studenten von linksextremen Chaoten moralisch unter Druck gesetzt und politisch missbraucht werden, wäre es durchaus vorstellbar, dass einige konservative Familien ihren Nachwuchs in Zukunft lieber woanders hinschicken.“

    Mik

  18. 18 Frederik 15. Juni 2010 um 11:08 Uhr

    Dem ist nichts zuzufügen Flake.

  19. 19 Wehrhafte Demokratie 15. Juni 2010 um 11:21 Uhr

    >Was würde eigentlich die Antifa in einer Welt ohne Nazis >machen?Habt ihr euch die Frage mal gestellt?

    Vermutlich das gleiche was Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr machen, wenn gerade nichts abbrennt. Gemütlich im Park grillen und die Sonne genießen, auf Partys herumknutschen oder auch mal zuhause in der Badewanne ein gutes Buch lesen.

    Mit anderen Worten: Es ist nicht nötig, dass Sie Leute zusammenschlagen, die nicht in Ihr briefmarkengroßes Weltbild passen. Es wird niemand traurig darüber sein, wenn sie ein anständiger Mensch werden.

  20. 20 Mike 15. Juni 2010 um 11:28 Uhr

    Soweit ich weiß, war der Student aus den USA Asiate. Dem haben sie die Brille aus dem Gesicht geschlagen. Der arme Kerl ist total konsterniert rumgelaufen und hat seine Brillenteile zusammengesucht.

    @MacMagnus
    Das ist schon ein wenig merkbefreit. Schonmal drüber nachgedacht, daß da an so einem Abend auch Leute rumlaufen, die _nicht_ politisch motiviert sind, also nicht zur Antifa gehören, sich aber trotzdem durch Hitlergruß und Reichsflagge provoziert gefühlt haben?

    Und ja, ich für meinen Teil habe lieber mehr Polizisten vor Ort, die mich vor auf Krawall gebürstete Linke/Rechte/Hools schützen, als mit 2 Mann Präsenz zu zeigen und nachher die ganze Geschichte entpolitisieren, indem sie sagen, man hätte da keinen rechtsextremen Hintergrund für das ganze sehen können.

    Ich glaub mein Schwein pfeifft.

    kann es sein, dass der von ihnen beschriebene student schon samstag attackiert wurde, und nicht sonntag? mik

  21. 21 Mike 15. Juni 2010 um 11:40 Uhr

    Nein, davon ist mir nichts bekannt. Umso schlimmer, wenn das passiert ist.

  22. 22 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 13:27 Uhr

    @ Mike:

    ich rede auch nicht von normalen Bürger sondern von aktiven Antifa Leuten die serh wohl zugegen waren.

  23. 23 Anna-Sophia 15. Juni 2010 um 13:40 Uhr

    Es ist wirklich kaum auszuhalten. „Braver Bürger!“ fragt sich polemisch, was „die“ Antifa in einer Welt ohne Nazis machen würde. Wahrscheinlich Politik. Antifaschismus heißt tatsächlich ein wenig mehr als „gegen Nazis“ zu sein. Aber diese Frage scheint er sich nicht zu stellen, weil Politik sich für den braven Bürger – wie für so viele andere – anscheinend nicht öffentlich abspielt. Ob er sich mal die Frage gestellt hat, welches Konzept der „Demokratie“ dem zugrunde liegt? Wahrscheinlich nicht. Eine depolitisierte Öffentlichkeit, die Verbannung abweichender Standpunkte, die Stigmatisierung „des anderen“ als extremistisch (die hier ja schon zum Standart gehört) sind jedenfalls nicht demokratisch, sondern autoritär und totalitär, auch wenn alle vier Jahre ein Kreuz gemacht wird. Demokratie heißt nicht einfach Parlamentarismus. Unter Demokratie wird zunächst mal die direkte Teilhabe Aller verstanden. Dass Politik in der Öffentlichkeit stattfindet oder gar nicht, scheinen auch einige andere zu vergessen. „mac magnus“ geht zwar gerne ins Autonome Zentrum, auf den „Extremisten Krieg“ scheint er sich aber zu freuen. Dass die eine „Seite“ der „Extremisten“ das Autonome Zentrum erkämpft hat, durch „extremistische“ Hausbesetzungen – schon vergessen? – hindert ihn nicht in seiner dualistischen, Weltsicht, die für sich selbst die Position des Neutralen beansprucht, die es noch nie gab. Dass Menschen, die diese Position „der Mitte“ für sich beanspruchen, mal schnell rechts und links gleichsetzen, ist folgerichtig.

    Ich sag das ja nicht gerne, aber vielleicht sollten sich all die, die diese Argumentationen verfolgen, ein wenig informieren. Zum Beispiel über die historischen Traditionen der Linken und der Rechten. Vielleicht auch – um aus diesem Mitte-Extremismus auszubrechen (falls ihr das wollt) über nationalistische, rassistische Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft. „Extremismus der Mitte“ – schonmal was davon gehört? Nein? Na Hauptsache, das ist hier „alles zu dumm“. Oder ganz spannend: Wer wars denn der jeder faschistischen Partei in jedem Land, in dem sich der Faschismus durchsetzte, den Steigbügel gehalten hat? Schonmal was von Schleicher und Papen gehört? Was waren denn Demokrat_innen in der Monarchie? Extremist_innen? Hättet ihr dann auch die Monarchie gegen die demokratischen Extremist_innen verteidigt? Ja, wahrscheinlich…
    Ach ja und auch wenn Neonazis „nur“ Linke angreifen würden, wäre es immer noch kein „Extremisten-Krieg“. Und direkt dazu: „Es trifft auch Demokraten“. Haben die also mehr Lebensrecht als andere? Habt ihr auch bei den Pogromen gegen die Flüchtlingsheime Anfang der 90er gefragt, ob die Getöteten denn auch Demokrat_innen waren? Apropos: Wo wart ihr da? Habt ihr auch, wie die bösen totalextremradikalen Antifaschist_innen vor den Unterkünften Wache gehalten, um weiteres Morden zu verhindern? Nein?

    Oh ja, nächstes beliebtes Thema ist die Verharmlosung rechter Gewalt:“ …Denn nicht jeder Schlag ins Gesicht ist politisch motiviert, egal wer ihn austeilt“. Ganz klar, wenn Neonazis kollektiv durch die Stadt laufen und sich Leute rauspicken um sie zu verprügeln, ist das nicht politisch. Vielleicht fanden sie die Frisur doof? Kann ja sein. Wär dann eher ästhetisch motivierte Gewalt oder was?
    Und nochmal zur Klärung @mac magnus: Es gibt viele verschiedene Spektren der Linken. Es gibt (zum Glück) viele Differenzen in der Linken. Einige fordern zum Beispiel die Polizei gegen rechte Gewalt. Andere lehnen es ab, weil sie glauben, dass Repression nicht gegen neonazistische Ideologie hilft. Daher ist der Ausspruch „dass man ein anderes Bild nach außen trägt, als das man selber vertritt“ ein bißchen schwierig. Es würde ganz gut tun, wenn hier ein wenig differenziert würde.

    Oha, schließlich „Wehrhafte Demokratie“. Lohnt es sich dazu was zu sagen? Vielleicht zum Gewaltbegriff, denn für ihn (ich nehme mal an, er ist männlich), scheinen „Antifa“ und „Gewalt“ strikt zusammen zu gehören. „Gewalt“. Das ist natürlich ein großes Thema. Ich gehe mal nicht davon aus, dass er sich irgendwelche Gedanken darüber macht, dass seine Regierung täglich irgendwelchen Menschen Bomben auf die Köpfe wirft (und das auch noch ausgerechnet im Namen der Frauenrechte!). Ich gehe auch nicht davon aus, dass er sich aktiv gegen häusliche Gewalt einsetzt. Die letzte Statistik dazu gelesen? Und noch weniger gehe ich davon aus, dass er die leisen Formen der Gewalt in irgendeiner Form krisisiert, geschweige denn bekämpft: Hartz IV, Das Einsperren von Menschen als Konfliktlösungsansatz, Gentrifizierung usw. Das ist wohl alles normal, also nicht extrem, also irgendwie legitim. Wenn ich aber fehl liege und hier wirklich ein Radiaklpazifist spricht, nehme ich all die Unterstellungen zurück.

  24. 24 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 14:49 Uhr

    @ Anna-Sophie:

    Nett. Aber nach meinem Studium der politischen Wissenschaften braucht man mich diesbezüglich nicht zu belehren. Ich sehe mich nicht als neutral, und ich setze links und rechts nicht gleich. Nur weil man von beiden Seiten in einem Atemzug spricht (was bei diesem Thema die Natur der Sache ist), muss dies nicht bedeuten, dass man beides gleichsetzt.

    Das man die Aktionen der „extremen rechte“ und der „extremen linke“ lächerlich und kindisch findet (egal wie brutal und gewaltätig sie sind) hat auch nichts mit einer neutralen Ansicht zu tun.

    Ein Beitrag wie der deine ist eigentlich ein perfektes Bild dafür, warum sich so wenige Menschen aus dem normalen Leben mit den Idealen der Linken anfreunden können. Dieses von oben herbab beurteilen und das Denken zu diktieren. Auch etwas was beide Seiten so gerne machen, ohne gleich zu setzen.

    Ich habe gute Freunde sowohl im rechten Lager als auch im linken Lager. Ohne gleichzusetzen. Ein Glück das Politik nicht alles ist, jedenfalls nicht in meinem Leben.

    …wie regeln sie das bei (privaten) feiern, wenn kurz vorher eine der beiden seiten der anderen freundesseite eingeschenkt hat…? mik

  25. 25 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 15:06 Uhr

    @ mik:

    auf PRIVATEN feiern wußte man sich meistens zu benehmen, weil Politik eben nicht alles ist. Außeinandersetzungen haben meist andere Gründe…

    frauen, suff, drogen und die schlacht ums kalte bufett sind also wichtiger als mein skateboard, oder was… mik

  26. 26 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 15:50 Uhr

    @mik:

    bis auf die Drogen, sicherlich!

    nun ja, ich denke, vielleicht kennen sie einen und ich und…

    http://klarmann.myblog.de/klarmann/art/228748604/Rechts-Drogendealerring-mit-diffuser-Nahe-zu-Hools-und-Neonazis-ausgehoben

    mik

    ps. ansonsten off topic und dicht…

  27. 27 Anna-Sophie 15. Juni 2010 um 15:57 Uhr

    @ MA Mac Magnus
    Süß. Du hast studiert. Na dann… (Oder magst du es nicht, wenn ich genauso polemisch bin, wie du?)
    Dass du Aktionen der Neonazis in Aachen (und darüber hinaus?) „lächerlich und kindisch“ findest, lässt tief schließen. Findest du auch die Toten der letzten 15 Jahre in der BRD durch rechte Gewalt lächerlich? Findest du Übergriffe auf Migrant_innen in Aachen kindisch? Wie findest du denn Holocaustleugnung – lächerlich oder kindisch?
    Dann hast du einen sehr aufschlussreichen Normalitätsbegriff: „Ein Beitrag wie der deine ist eigentlich ein perfektes Bild dafür, warum sich so wenige Menschen aus dem normalen Leben mit den Idealen der Linken anfreunden können“. Und ich dachte immer, ich hätte ein normales Leben. Ist Normalität nicht arg subjektiv? Oder willst du, der kritisiert, Denken würde diktiert, konstatieren, dass es einen normalen und damit eben auch einen anormalen Weg zu leben gibt? Das ist dann aber wahrscheinlich was anderes als Dogmatismus und autoritäre Vereinheitlichung? Klar, sowas hatten ja „die anderen“, also die Rechten und Linken, die du nicht gleichsetzen willst, gepachtet.
    „Dieses von oben herbab beurteilen und das Denken zu diktieren. Auch etwas was beide Seiten so gerne machen, ohne gleich zu setzen“. Welch eine Phrase. Was willst du damit feststellen, wenn du nicht parallelisieren willst? Wenn ich sage, SPD-Wähler_innen trinken gerne Cocktails und NPD-Wähler_innen auch, aber ich will damit nichts gleichsetzen, was hat die Aussagen dann noch für einen Sinn?
    Sorry, aber es nervt einfach schrecklich, dass hier ein Artikel über Neonazi-Aktionen publiziert wird und Leute nichts besseres zu tun haben, als die Linke zu bashen.
    Und zu der Trennung in „Privat“ und „Politisch“ sag ich jetzt mal nichts…

  28. 28 Carlo Giuliani 15. Juni 2010 um 16:25 Uhr

    danke anna-sophie…ich hätte es nicht besser schreiben können( eher schlechter, also bin ich dir echt dankbar)

  29. 29 Mac Magnus 15. Juni 2010 um 17:00 Uhr

    @anna: müssige diskussion. ich könnte dir jetzt auslegen was genau ich lächerlich finde, aber das führt auch wieder zu einer ähnlichen antwort. Ich erhebe nicht den Anspruch auf die Wahrheit.

  30. 30 Michael 15. Juni 2010 um 18:12 Uhr

    @Mac Magnus
    Wenn du studiert hast, solltest du aber zumindest auch das Prinzip von Ursache und Wirkung kennen und es auf die von dir beobachteten „Kindereien“ anwenden können, meine ich. Allein damit, dass du die unterschiedlichen Aktionen als „Kindereien“ bezeichnest, zeigst du doch, dass du sehr wohl gleichsetzt, was in keiner Weise gleichgesetzt werden kann.
    An dieser Stelle empfehle ich immer sehr gern Hagen Rether, so auch hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=xEqpzJZoQQg

    Noch kurz etwas dazu, dass du in deinem Freundeskreis „Privates von Politischem trennst“: sicherlich ist es richtig, auch immer den Menschen zu betrachten und ihn nicht auf das zu reduzieren, was er politisch vertritt. Es ist völlig normal, auch unter FreundInnen nicht immer politisch einer Meinung zu sein. Vertritt jemand jedoch gefestigte (!) rassistische/nationalistische/sexistische Standpunkte, führt aus meiner Sicht gerade die Betrachtung dieser Person als Mensch dazu, eine wie auch immer geartete private Beziehung zu dieser Person abzulehnen, spricht doch diese politische Orientierung nicht gerade für besonders gute menschliche Qualitäten.
    Das ist übrigens nicht das von dir beschriebene „von-oben-herab der Linken“, sondern einfach gesunder Menschenverstand.
    Wenn du dich als nicht „rechts“ bezeichnest, so hast du ja sicherlich nichts gegen Menschen mit Migrationshintergrund und vllt sogar den einen oder die andere in deinem Bekanntenkreis. Wie kriegst du das mit Freundschaften zu „Rechten“ unter einen Hut, so rein „menschlich“?

    @Anna-Sophia
    Merci! Das waren wirklich zwei der besten Kommentare, die ich hier bislang gelesen habe.

    @mik
    pardon, ist alles off-topic, ich weiss.
    Wieso steht eigtl nirgends im Blog etwas über die „Klopperei im Park“? Gibts noch Infos dazu, was da überhaupt los war?

    park? mik

  31. 31 Die...ach, was auch immer 15. Juni 2010 um 19:10 Uhr

    @MeinFreundistAusländer:
    Das hab ich mir auch gedacht ! Wie gucken Rechte so´n Fußballspiel ? Reden die sich ein, Podolski sei ein deutscher Nachname ? Schnell mal mit ´ner Vuvuzela an’s Ohr, dann müssen die nicht hören, was wahr ist ???

    @ Mike: Ich bin mir auch sicher, dass das Sonntag war, als der asiatische Student attackiert wurde. Ein Bekannter von mir hat das gesehen und mir gestern davon erzählt. Er hatte auch nicht unbedingt ´ne super Chance da einzugreifen (er ist Deutscher, aber seine Familie kommt aus Afrika, an seiner Stelle hätte ich ehrlich gesagt auch nichts weiter gemacht). DENN die Polizei war ja da. Aber viel mitbekommen haben die wohl nicht, wenn man so liest, was in der AZ o.ä. steht.
    Da ich selbst nicht dabei war, halt ich mich mal zurück, was den Vorgang angeht, aber es war auf jeden Fall Sonntag. Ist das nun der selbe Student ? Der von der RWTH ?

  32. 32 Laie 15. Juni 2010 um 19:32 Uhr

    Für Menschen wie mich, die nicht so tief in der Materie sind, wie manch andere hier, gibt es folgenden Satz über Linke und Rechte:“Sie haben unterschiedliche Ziele, die Wege sind die Gleichen“. Beide Lager sollten einfach mal beachten, dass es auch Menschen gibt, für die Politik oder Pseydo-Idiologien nicht die Welt sind und daher öfters mal Links- und Rechtsextreme über einen Kamm scheren.

  33. 33 Flake 15. Juni 2010 um 20:39 Uhr

    @Laie: Was sind das denn für „Wege“?

    was ist das denn für ne frage – an nen laien… mik

  34. 34 asd 15. Juni 2010 um 20:57 Uhr

    @ Michael
    „Das ist übrigens nicht das von dir beschriebene „von-oben-herab der Linken“, sondern einfach gesunder Menschenverstand.
    Wenn du dich als nicht „rechts“ bezeichnest, so hast du ja sicherlich nichts gegen Menschen mit Migrationshintergrund und vllt sogar den einen oder die andere in deinem Bekanntenkreis. Wie kriegst du das mit Freundschaften zu „Rechten“ unter einen Hut, so rein „menschlich“?“

    Dich kann man doch nicht ernst nehmen. Ich als „Rechter“, als „böser Nazi“, habe nicht wie von dir beschrieben ein Problem mit Menschen anderer Ethnien. Ihr tut alles um dieses Klischee aufrecht zu erhalten, weil ihr ohne dieses keine Daseinsberechtigung hättet, ihr Vollpfosten!

    @ Anna-Sophie
    „Es gibt viele verschiedene Spektren der Linken. Es gibt (zum Glück) viele Differenzen in der Linken.“

    Und diese Differenzen gibt es bei „uns“ nicht oder wie? Deine Kritik scheitert doch schon an Deiner eher subjektiven und gerne verallgemeinernden Sicht auf das „Rechte Spektrum“.

    Für euch ist jeder „Rechte“ gleich Militarist, Chauvinist, Kapitalist Imperialist oder Sexist, doch solltet ihr euch von diesem vorurteilsbehafteten Denken verabschieden.

    sie haben vergessen, dass jeder (neo)nazi (!) in diesem sinne vor allem erst einmal ein menschenfeind ist…viel spaß dabei, das auch noch aufdröseln zu wollen… mik

  35. 35 Anna-Sophie 15. Juni 2010 um 22:21 Uhr

    @ Mac Magnus
    Ja; ich finde die Diskussion auch müßig. Und ja, wahrscheinlich würde ich dir entgegnend antworten, wenn du auch mich einmal mehr mit Nazis parallelisierst. Das würdest du wahrscheinlich auch tun. Ja, ich bin Antifaschistin. Unter anderem. Ich verachte jede Ideologie, die Menschen gewalttätigen Verhältnissen aussetzt, die vereinzelt, normiert, kategorisiert, hierarchisiert, die Freiheit nimmt, die ausgrenzt, die Denken und Handeln beherrschen will. Und ich habe mich stets gegen solche Ideologien, die im Faschismus ihre Zuspitzung finden, gewehrt und – so traurig diese Notwendigkeit ist – gegen Menschen, die solche Ideologien öffentlich vertreten und entsprechend handeln. Und das werde ich auch weiterhin tun, weil ich überzeugt davon bin, dass es in der Verantwortung einer jeden und eines jeden liegt, selbst für das einzutreten, was wir je wollen – gesellschaftlich, politisch. „Ich erhebe nicht den Anspruch auf die Wahrheit“ – das ist wohl das sympathischste, was ich hier von dir gelesen habe. Und da kann ich doch tatsächlich mitgehen. Es geht nicht darum zu definieren, was für andere gut sein soll oder nicht. Das wissen „die anderen“ meist ganz gut selbst.
    @ Laie
    Naja, wie fändest du es denn, wenn ich dir sagen würde, ich hab mich damit zwar nicht auseinandergesetzt, aber ich finde das schon okay, dich mit einem Nazi über einen Kamm zu scheren? Du magst dich damit nicht beschäftigt haben, politisch ist das was du sagst aber dennoch. Ideologisch ist es auch. Die Wege würden mich allerdings auch interessieren, die du da meinst.
    Aber viel spannender wird die Kommentarleiste mit ads, sorry: asd.

    Ein Nazi, der Objektivität beansprucht. Wow. Was ich ja spannend an sowas finde, ist, dass recht genau neonazistisches Weltbild abgelesen werden kann. Also mal ran:
    „Menschen anderer Ethnien“ sagen extrem Rechte heute total gerne weil’s sich einfach netter anhört als „Rasse“. Meinen tut es freilich das Gleiche – nämlich angeborene, essentielle Unterschiede zwischen so konstruierten Menschengruppen, die ein gemeinsames Zusammenleben verhindern. Die ach so notwendige Trennung dieser Gruppen heißt dann auch nicht mehr Rassismus sondern Ethnopluralismus. Klingt toll. Dass das ganze Konzept gar nicht so pluralistisch ist, wie es sich ausgibt, dürfte an der Praxis bemerkt werden. Die ist so rassistisch und menschenverachtend wie eh und je. Soviel dazu. Jetzt wird’s noch besser: Er (ist doch ein er?) betont die Differenzen der extremen Rechten, die ihm niemand absprechen wollte. Wahrscheinlich steht er auf Spengler und nicht auf Strasser. Ja, das sind Differenzen, ganz klar. Gemeinsam ist ihnen allen, welches Spektrum der extremen Rechten nun auch immer, der Militarismus („Nie wieder Krieg nach unserem Sieg“ ist nicht wirklich antimilitaristisch), die Betonung der Volksgemeinschaft als geschlossenes Konzept (völkischer Chauvinismus), die verdammt schlechte Kapitalismusanalyse, die sich antikapitalistisch gibt, aber die Ausbeutung doch nur in die Zirkulationssphäre verlegt (völkischer Protektionismus), die bedingungslose Unterordnung des Einzelnen unter das Kollektiv (darunter fällt dann wohl auch der Sexismus, die Frau „dient“ dem quantitativen Volkserhalt). Und dass das so ist, ist kein „vorurteilsbehaftetes Denken“, das ist Analyse.
    @ Michael
    Ich hör jetzt hier mal auf. Und gebe getrost an dich ab!

  36. 36 asd 16. Juni 2010 um 0:22 Uhr

    @ Anna-Sophie
    Es ist doch egal welchen Begriff ich nun für die verschiedenen Rassen gebrauche, Du wusstest ja was gemeint ist. Desweiteren sind wir für den Erhalt ebendieser Rassenvielfalt, zu der wir nunmal auch gehören, doch sind wir Weißen anscheinend die einzigen auf dieser Welt die sich der multikulturalistischen und kosmopolitischen Selbstaufgabe hingeben. Diesen Fakt sollte man nicht aus den Augen verlieren, und dasselbe werden Dir auch die Türken und Araber (Antizionisten) sagen mit denen Du gegen Israel demonstrierst, oder aber die Juden (Zionisten) mit denen Du für Israel demonstrierst, ich weiß ja leider nicht welcher Strömung Du angehörst.

    In der Praxis bedeutet das, dass ich natürlich NICHT für die Ausweisung aller Nichtdeutschen bin, sondern für die Ausweisung derjenigen, welche eine Antideutsche Mentalität an den Tag legen. Bemerkbar machen sich solche Elemente durch Aussagen wie:“Scheiß Deutscher/Scheiß Christ/Scheiß Schweinefleischfresser/Scheiß Kartoffel/etc. pp.“ oder aber anderen – nonverbalen – Übergriffen. Der übriggebliebene Rest gehört demnach zu den Menschen mit Migrationshintergrund mit denen ich kein Problem habe, und welche sich gerne weiterhin friedlich in diesem Land aufhalten und leben dürfen.

    „Nie wieder Krieg – Nach unserm Sieg“ kann auf verschiedene Arten gedeutet werden. Für mich bedeutet es das abbrechen jeglicher Angriffskriege nach der innerpolitischen Umwälzung, der Machtergreifung, oder wie auch immer Du das nennen willst. Nach dem „Sieg“ eben halt. Dass es vor dieser Umwälzung natürlich zu Kampfsituationen kommt solltest Du als Aktivistin doch sicher wissen, oder seit ihr es gewohnt dass sich das System nicht wehrt?

    Zur Volksgemeinschaft habe ich indirekt schon weiter oben etwas geschrieben. Hierzu sei gesagt dass die Leugnung jeglicher völkischer Identität an Utopie nicht mehr zu übertreffen ist. Was denkt ihr wohl was passiert wenn wir Deutschen unsere Souveränität aufgeben (was „wir“, also „unser Staat“, ja schon tun)? Nicht viel wird sich verändern, nur dass wir aus der menschlichen Vielfalt ausscheiden, und der Rest der Welt (in vielen völkischen Kollektiven) weiter macht wie gehabt. Die demographische Todesspirale tut natürlich ihr übriges dazu. Am Ende eures Weges steht unser Untergang, und dessen seit ihr euch bewusst!

    Eure Kapitalismusanalyse unterscheidet sich nicht wirklich von unserer, nur dass wir andere Schlüsse daraus ziehen bzw. den völkischen Begriff mit einbringen. Ihr sprecht vom entwurzelten Weltmensch, wir vom kulturell geprägten Volksgenossen, unter vielen Völkern. Wo ihr direkt zu weltweiter Solidarität aufruft, gibt es bei uns die Unterteilung Deutschland > Europa > Welt. Es gibt wirklich nicht viel was uns unterscheidet, nur dass ihr ein ganz anderes Bild vom Menschen als solches habt.

    Zum Sexismus-Vorwurf: Na wenn Du das so sehen willst, dann kannst du eigentlich auch direkt mit anfügen dass auch der Mann dem Volkserhalt verpflichtet ist, schließlich gehören zum Kinder zeugen Frau UND Mann. Das ganze würde natürlich nicht so ablaufen wie Du es dir in deiner Phantasie so vorstellst, also mit Frauen als Gebärmaschine in der Lagerhalle oder dergleichen, sondern vielmehr werden Deutsche Ehen und die dadurch gezeugten Kinder mit vorzug finanziell gefördert um der demographischen Katastrophe etwas entgegenzusetzen. Wenn Du das dann als chauvinistisch und sexistisch betrachtest dann tust Du mir Leid, einen von der Natur gegebenen Akt (höhö) kann man aber nunmal nicht als vom Kollektiv erzwungen bezeichnen. Wenn Du keine Kinder kriegen willst ist das Dein Ding, aber dann wein halt nicht rum wenn Du keine Vorzüge Müttern gegenüber genießt, was ich viel eher als sexistisch betrachte.

    zitat: „Es gibt wirklich nicht viel was uns unterscheidet…“ – aha, deswegen schlagen sie auf alles ein, was nicht bei drei „deutsch“ (nach ihrem menschenbild) ist oder sein will… mik

  37. 37 Hüst 16. Juni 2010 um 13:42 Uhr

    Ohne mir jetzt nochmal alles durchzulesen :

    Mac : Ganz recht, die Antifa sollte mehr gegen Staatsgewalt wie Nazis vorgehen. Aber sie ist halt Antifa und deswegen dafür auch nicht geeignet.

    Anna-Sophia : Demokratieidealismus führt zu nichts, außer der letztendlichen Konformität mit verschissenen Zuständen aufgrund an Materiellem gescheiterter Ideale.

    Laie : Wenn du nicht in der „Materie“ bist (lustig, existierst du nur im Geiste?) dann halt doch bitte deinen Mund zu derlei materiellen Fragen – zu dem geistigen Driss rechter wie linker Idealisten darfst und sollst du dich gerne äußern – immerhin hat jeder hier das wunderbare Recht, jede noch so verquere Meinung zu äußern. Trotzdem täte ein bisschen Bildung ganz gut.

  38. 38 asd 16. Juni 2010 um 14:25 Uhr

    @ MiK
    Und genau das ist es was ich anpranger. Dieses verallgemeinern was Gewaltdelikte angeht. Ihre Beschreibung trifft auf jedenfall nicht auf mich zu. Passt natürlich nicht in Ihr Weltbild in welchem ich den abgrundtief bösen Menschenfeind darstelle, gegen das Sie – der Heilsbringer, das Gute – kämpfen. Sie sind in Ihrem Weltbild sicherlich ein ganz toller ehrenhafter Ritter. :)

    nun ja, ernst jünger sah die nazis auch als pöbel an und… mik

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