Aachen. Neonazi-Aktivitäten nehmen in Aachen zu – unter Nazigegnern bahnt sich derweil Streit an. Während die Stadt Aachen einen „Runden Tisch gegen Rechtsextremismus“ einrichten soll, monieren linke Gruppen, dass sie zur Teilnahme nicht eingeladen wurden. Laut Stadtverwaltung hat das schlicht organisatorische Gründe: die Planungen haben noch gar nicht begonnen.
Wie berichtet, wollen alle Ratsfraktionen per Antrag einen solchen „Runden Tisch“ auf den Weg bringen. Hintergrund ist die Zunahme rechtsextremer Gewalt in Aachen. In dem Bündnis sollen sich laut Antrag Vertreter aus der Lokalpolitik, der Polizei, des Ordnungsamtes, der Kirchen, Gewerkschaften und des Aachener Friedenspreises treffen.
Die „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten“ (VVN-BdA) hat in einem offenen Brief an Politik und Verwaltung moniert, dass „nicht nur unsere Organisation“, sondern auch andere „engagierte und zuverlässige antifaschistische Gruppen“ nicht eingeladen wurden. „Offensichtlich eher links angesiedelte“ Gruppen blieben „ausgeschlossen“. Diese „Spaltung antifaschistischer Bewegungen“ werde „von Neonazis als Erfolg verstanden,“ schreibt die VVN-BdA.
Unabhängig davon hat sich nach Angriffen durch Neonazis und dem Auffinden einer Bombenattrappe (wir berichteten) auch das „Autonome Zentrum“ (AZ) zu Wort gemeldet. Bedenke man, heißt es in einer Erklärung, „dass sich bei einer Vielzahl der kulturellen Veranstaltungen“ im AZ „Jugendliche aufhalten, die nicht zwingend einer politischen Szene zuzuordnen sind“, dann träfen die Neonazi-Angriffe nicht nur die linke Szene. Man vermisse daher „offizielle Reaktionen von Seiten der Stadt und ihres Oberbürgermeisters“.
Pressesprecher Hans Poth sagte den „Nachrichten“ auf Anfrage, bevor sich der OB zu der Bombenattrappe äußern könne, wolle man Ermittlungsergebnisse abwarten. Laut Polizei stehen diese noch aus. Poth sagte bezüglich des Ratsantrages wegen der Einrichtung des „Runden Tisches“, dieser sei „noch nicht bearbeitet“. Eine Ratsvorlage werde erst nach den Ferien fertig gestellt. Erst dann sei – auch durch die Fraktionen selbst – zu klären, wer an dem „Runden Tisch“ teilnehmen soll.
Die Stadtverwaltung, OB Marcel Philipp und dessen Vorgänger Jürgen Linden hatten in den letzten Jahren durch Protestaktionen gegen Neonaziaufmärsche immer wieder klar Stellung gegen Rechtsextremismus bezogen. [© Michael Klarmann; für AN]
Wo kann man sich bewerben ? Sitzt Dieter Bohlen in der Jury (oder doch nur Marcel Phillip)? Und warum wird „Klarmanns Welt“ nicht eingeladen ? Einer muss doch berichten, sonst sitzen da doch wieder alle und futtern Erdnussflips.
Die Tatsache, dass die VVN-BdA u.a. auch die „Autonome Antifa“ als eine dieser „engagierte[n] und zuverlässige[n] antifaschistische[n] Gruppen“ aufführt finde ich persönlich etwas obskur. Der Schwarze Block am runden Tisch zusammen mit Oelze, Baal, Helg, etc.?!
Wer denn sonst, es gibt in Aachen quasi keine aktiven Antifaschisten ausser der organisierten Antifa.
Wer ausser der Antifa (und vlt. Staatsschutz und Klarmann) hat so umfangreiches Wissen über Nazistrukturen in Aachen?
Ganz zu schweigen davon dass Oelze und co. wohl eher von so einem Treffen auszuschließen sind wenn man bedenkt in welcher Weise sie hier mit Nazis umgehen. Da wird abwechselnd stur ignoriert oder bewusst den Nazis in die Hände gespielt.
Aha, die „Autonome Antifa“, als eine der aktivsten bzw. u.a. erfolgreichsten Nazigegnergruppen soll also nicht mit einbezogen werden? Ist es die „Grüne Jugend“ etwa, die sich mit dem Nazipack rumschlagen muss?!
der begriff „erfolgreich“ ist dann aber auch nur eine sache der interpretation – und über die interpretation sollen sich dann in den nächsten monaten polizei, IM, behörden, parteien, DGB, BGRs und linke antifagruppen streiten…?
so lange menschen noch die zeit haben, tagelang über die „extremismus-theorie“ zu diskutieren, sich die zeit gönnen, mich oder andere (fach)kollegen anzupinkeln, so lange BGRs sich mangels koordination als nicht handlungsfähig erweisen und antifa-demos offenbar mehr wert darauf legen, mit den „bullen“ den klassischen „stress“ zu suchen…
…ja, so lange kann es ja eigentlich in aachen (respektive umland) nicht wöchentlich, manchmal täglich und selten stündlich zu rechten aktionen/angriffen o.ä. kommen.
sollte indes letztgenanntes schon fakt sein, und erstaufgezähltes zufällig auch irgendwie stimmen – ja, dann dürfte die inhaltliche füllung des begriffes „erfolgreich“ dehnbarer sein wie ein präservativ…
und ob das dann rot, schwarz, genoppt oder durch bananen-geschmack glänzt: eschal! mik
Marcel Philipp sollte darauf achten, das auch die DKP extremistisch ist und diese im Rat vertreten ist. Daher sollte ein runder Tisch tunlichst nur mit Experten ohne Parteibuch besetzt sein Auch Experten wie Klarmann, sollten dieser Runde angehören!
nö, der letzte runde tisch gegen oder für etwas hat mich genug gelehrt… mik
Nun, es gibt halt Menschen, die sich gesellschftspolitische Effekte solcher Extremismus-Theorien anschauen und welche, die das halt nicht interessiert. Die abzuwerten, die sich inhaltlich auseinander setzen, zeugt wohl eher von Kritikunfähigkeit.
Und, apropos „solange noch…“: verstehe ich das richtig, dass hier denen implizit die Mitverantwortung an rechter Gewalt gegeben wird, die stundenlang diskutieren, die eine bestimmte Art des Journalismus kritisieren, sich nicht koordinieren und nicht nach den Vorstellungen des Autors demonstrieren?
Sicherlich doch nicht, denn wer würde heute noch diese politisch fatale Konstruktion bedienen, dass Linke für rechte Gewalt verantwortlich seien? Das gehört ja eher in die 20er und ist genauso überholt wie Dimitroff.
sie haben gar nichts verstanden… mik
@Klarmann
Vlt. verdienen manche angepinkelt zu werden, wenn sie seit Monaten versuchen Linke Gruppen zu diskreditieren und damit verpassen in der Öffentlichkeit ein realistisches Bewusstsein über das Naziproblem in Aachen aufzubauen.
Vieleicht mal das eigene Verhalten hinterfragen?
zu ihrem ersten satz: und das sagen sie allen ernstes mir?
zu ihrem zweiten: diese – auch an mich sicher – berechtigte frage gebe ich zugleich gerne – und sehr berechtigt – an die entsprechenden gruppen zurück…
ich glaube, da waren wir – seitdem ich freiberuflich tätig bin – seit dem jahre 2002 aber schon fünf- bis siebenmal…
warum gibt sich denn – aktuell – mal niemand zu erkennen?
jeder zweite „verdächtige“ guckt mich schief an oder grinst überheblich…
ist doch viel schöner, anonyme postings zu setzen und hinter dem rücken zu labern, dann noch ein paar, die aus anderen städten postings setzen, und eine handvoll leute genügen, um etwas vorzugeben, was gar nicht stimmt…
mik
Ich glaube die Idee, nach Naziüberfällen einen runden Tisch einzurichten, bei dem sich demokratischer Umtriebe Unverdächtige (also Leute die nicht im Ruch stehen, Parteien nahezustehen) Experten zusammensetzen um zu überlegen wie man Nazis und diejenigen Menschen, die von ihnen angegriffen werden, gleichzeitig bekämpft werden können, würden die meisten Extremismustheoretiker als Verunglimpfung ihrer Arbeit betrachten.
Lassen Sie sich davon nicht unterkriegen, Peter. Gerade in solch bitteren und traurigen Zeiten braucht es Leute wie sie um die Stimmung in diesem Land, wieder zu verbessern.
@ Klarmann:
„…und antifa-demos offenbar mehr wert darauf legen, mit den „bullen“ den klassischen „stress“ zu suchen…“
Danke, endlich sagt das mal einer !
„nö, der letzte runde tisch gegen oder für etwas hat mich genug gelehrt… mik“
So schlimm ?
noch viel schlimmer… mik
[nachtrag] kann mich ja auch irren, aber laut IP-abgleich: solche mails würde ich ja nicht schicken…
also hr. klarmann,
so sehr ich ihre -sicher nicht immer einfache- arbeit schätze…muss der oben geschriebene artikel kritisiert werden.
allein‘ die überschrift enthält eine deutliche, denunzierende aussage….
ich verstehe nicht was daran verwerflich sein soll, dass sich bestimmte personen/gruppen darüber „aufregen“ nicht eingeladen wurden zu sein. die ausrede der stadt/verwaltung „man habe noch nicht endgültig geplant etc…“ ist absolut nicht ernstzunehmen, da die einladungen an die „gewünschten“ gruppen/personen doch schon verschickt wurden.
und auch ihre aussage das pp oelze deutlich stellung bezogen hätte, stimmt einfach in dem punkt nicht da der gute mann in mind. 99,9% in dem zwang gestanden hat zu handeln um nicht sein amt zu „verschmutzen“
warum auch immer habe ich leider in letzter zeit immer mehrdas gefühl das sieauch zu einem der „extremismus-theorien befürworter“ werden….
dies finde ich persönlich sehr schade, da ich ihre arbeit eig. sehr schätze und sie auch persönlich immer sehr sympathisch fand
mfg palim palim
a.) ja, bei gezielter provokation, ironie und sarkasmus hört der spaß immer auf (tue ich das gegenüber nazis, schlagen sich alle die schenkel blutig, tue ich es an anderer stelle, wird man sauer…?);
b.) in dem gesamten artikel habe ich an keiner stelle geschrieben, dass oelze „deutlich stellung“ bezogen hat. wie kommen sie drauf? meinten sie nur, es passe zu mir, weil ich ja ein verfechter der „extremismus-theorie“ bin und daher mit oelze kuschele..?
c.) ich hatte schon daran erinnert, dass zumindest bestimmte auffälligkeiten, die derzeit in aachen zu beobachten sind, zumindest zu einzelteilen besagter theorie passen könnten oder diese ggf. sogar untermauern (ob ich dann gleich diese theorie „denke“ oder mir andere derlei nach ausbleibender selbstreflexion präventiv in die schuhe schieben [
], überlasse ich ihnen).
d.) ich hatte ja schon mal angeregt, dass gespräche vielleicht sinnvoll sind. kürzlich rief jemand an und meinte, (noch) ein offener brief sei in der mache, so er fertig sei, erhielte ich auch diesen wegen meiner journalistischen tätigkeit. wie wäre es denn mal, wenn die beteiligten das gespräch suchen und es nicht über offene briefe selbst zuspitzen, bevor sie überhaupt ein wirkliches gespräch suchen können?
e.) falls d. hätte ich ihnen auf a. nicht antworten müssen, und der artikel wäre sicher nie geschrieben worden…
mik
ps. bevor nun alle wieder lospoltern: meine zuspitzende art der kommentierung im blog hat schon mitläufer und nazis zum umdenken oder gar ausstieg bewogen (und auch diese anmerkung ist bei weitem kein teil der „extremismus-theorie“, sondern wieder mal die schlimmste aller gezielten provokationen; könnte man drüber nachdenken, könnte es aber auch sein lassen)…
Und weil es so schön ist noch derdiedas Soundtracks für uns alle dazu (Lied 2 haben auch schon mal „Endstufe“ gekoffert…):
Ist ja kein Geheimnis das Endstufe gerne auch mal linkes Material nutzen um auf ihre Weise zu provozieren, in diesem Fall halt Slime. Die sind sich eben für nichts zu schade, ist wie bei den Nationalen Autonomen, was bei Links schon geklappt hat, können wir auch gerne Rechts nutzen.
Andere Rechte Bands covern auch ganz gerne mal OHL, vorallem die „Rote Fahne“, oder „Nieder mit dem Warschauer Pakt“, naja ich will aber keinen auf dumme Gedanken bringen.
Man kann OHL mögen oder nicht, ich mag ihre Kritik auch nach Links, Deutscher W hat eben sich bis Heute nichts einreden lassen und geschichtlich gesehen war die Kritik damals auch berechtigt, wenn die auch beim Fliesenleger Egold unter Vertrag waren
/ In diesem Sinne Schock und Drama…
Geht ja auch andersrum:
na ja, wer als (ex-?)-punk bei rtl oder sat1 fragwürdige boulevard-formate puschelt…
frei nach der „extremismus-theorie“ weiter gedacht:
in den boulevardmedien da herrschen männer ohne verstand
sie bewachen ihr system, doch ihr system ist krank
sie foltern ihr volk durch totale rückverdummung
widerstandskämpfer sterben durch einbindung
das ist boulevardmedienterror…
denken darf man doch wirklich sprechen nie
das größte verbot heißt demokratie
ihr verlangen nach freiheit nennt man medienverrat
fluchtversucht im geistigen stacheldraht
das ist boulevardmedienterror…
in den boulevardmedien da herrschen männer ohne verstand
sie bewachen ihr system, doch ihr system ist krank
sie foltern ihr volk durch totale rückverdummung
widerstandskämpfer sterben durch einbindung
das ist boulevardmedienterror…
mik
Stimmt der ist ja bei RTL oder Sat 1 und diesem Psycho Quatsch dabei,wie konnte ich das vergessen , sorry mik…anderes Thema
nö, ist genau das thema, um dass es hier geht… mik
@mik
zu d) das würden teile ja sicherlich gerne tun – nur wenn man das problem von vornherein garnicht erst als solches anerkennt, so hat man als gesprächssuchender nicht das gefühl, als würde die suche von erfolg gekrönt sein. das minimum für einen dialog ist meiner (vermutlich unserer) meinung nach ein eingeständnis der stadt ac, dass es überhaupt ein problem gibt. warum sollte ich mich/wir uns neben allen anderen noch mit dem stadtrat rumschlagen? erstaunlicherweise geben sich da die nachgeorneten vollzugsorgane offener und gesprächsbereiter als die stadtväter/mütter. vielleicht versucht der „offene brief“ ja auch nur zum umdenken anzuregen.
gesprächsersuche an ob linden waren übrigens seinerzeit auch völlig fruchtlos – was soll mich/uns nun dazu bewegen meins/unser „glück“ nochmal zu versuchen.
linden ist seit herbst 2009 nicht mehr im amt…und der neue stand im herbst 2009 auf der bühne der antifa-konferenz in eschweiler und sagte da so manche dinge… mik
Also, ich bin ja schon immer froh, wenn nicht über Bekleidung geredet wird, sobald die Sprache auf „Extremismus“ kommt. Es ist schon blöd genug wenn die entsprechende Zuordnung ausschließlich anhand der Frage nach der Gefügigkeit demonstrierender Menschen gegenüber polizeilichen Befehlen entschieden wird.
Dass linksgerichtete und insbesondere antifaschistische Gruppen in´s Speien geraten, wenn das böse E-wort fällt, kann allerdings wohl kaum verwundern. War doch der Extremismus-Ansatz fester Bestandteil deutscher Schuldabwehr seit 1945. Wenn die linken genauso böse sind wie die Nazis, dürfen sie sich über Verfolgung durch die Nazis ja wohl kaum beschweren. Nicht über die in Dachau oder Buchenwald einsitzenden politischen Häftlinge. Und vor allem nicht über die Millionen in der besetzten Sowjetunion um´s Leben gekommenen. Und die deutschen Verbrechen einschließlich des Holocaust sind dann auch nichts besonderes mehr. „Extremismus“ hat es ja woanders auch gegeben.
So geiferte in so mancher Aachener Kneipe so manches mal so mancher Veteran des „Russlandfeldzugs“, sein „Bandenkampfabzeichen“ in der häuslichen Glasvitrine in Ehren haltend. Und fand seine Meinung in der Nachkriegspresse, dem Handeln von Polizei, Gerichten und Verfassungschutzämtern bestätigt.
Vielleicht geht es bei dieser Diskussion nicht um das Verhalten von wen auch immer gegenüber der Polizei oder darum, welches Maß an Befürwortung des Grundgesetzes wer wie glaubhaft machen muss, um bei einem städtischen runden Tisch mitmachen zu dürfen. Vielleicht geht es einfach darum, dass die nach 1945 in nahezu bruchloser Kontinuität weiterarbeitenden Apparate von Polizei, Diensten und Justiz den Extremismusbegriff ganz einfach verbrannt haben. Ihn verwenden heisst, deutsche Schuldabwehr billigen.
Schade eigentlich. Die dahinter stehende Frage ist für Menschen, denen die Begrenzung oder gar Abschaffung von Herrschaft ein Anliegen ist ja nicht ganz uninteressant. Aber die Nähe zu fünfziger-/sechziger-/siebziger-Jahre-Exnazis eben schon.
ich hoffe das war eher als erklärung für den nicht wissenden leser gemeint… und weniger an mich adressiert…
dort war ich nicht anwesend – aber nach wirklich kurzem querlesen des blogs zu den einträgen „antifa, eschweiler, konferenz“ scheint mir, dass o.b. philipp dort nichts berichtenswertes gesagt haben muss. solidaritätsbekundungen hin oder her. falls er mich/uns eingeladen hat, oder sehr wohl eingestanden hat, dass aachen und umland unter einem neonaziproblem leiden, so bedauere ich ihm unrecht getan zu haben. genannter institution mit ihrem „offenen brief“ zu empfehlen das gespräch zu suchen empfinde ich allerdings beinahe als hohn. es gibt wohl kaum ein weiteres az, was derartige gesprächs- und kompromissbereitschaft signalisiert hat. die zeiten sind vllt. bedingt durch den längst überfälligen generationswechsel vorbei. die haltung der stadt signalisiert mit im übrigen kaum, dass meine verfahrensweise die richtige war – was sollen die „neuen“ es denn genauso machen??! meiner meinung nach ist die stadt am zug – und das nicht erst seit gestern…
@ Jakob Spatz
„Und vor allem nicht über die Millionen in der besetzten Sowjetunion um´s Leben gekommenen.“
Sei doch bitte so lieb und erkläre mir wie die Menschen in der SU vorher umgekommen sind. Haben die Nazis die Ukrainer getötet?
keine ahnung warum der ganze aufriss hier wegen dem artikel. mit anderer überschirft (blogüberschrift ist doch immer etwas süffisanter und sarkastischer formuliert) informiert der artikel in der AN darüber, dass es mindestens zwei antifaschistischen gruppierungen auch wichtig wäre, am runden tisch teilzunehmen. natürlich wird da eventuell etwas übers ziel hinausgeschossen, wenn direkt von der spaltung der antifaschistischen bewegung gesprochen wird, genauso wie eben offene briefe als mittel genutzt werden, da ja sonst die kommunikationskanäle nicht ganz so ausgeprägt sind zwischen den verschiedenen beteiligten. aber in dem fall kann mensch doch wirklich froh sein, dass es journalisten gibt, die ernstahft darüber berichten wollen.
besonders froh bin ich darüber, dass die stadt sich dem problem bewusst ist und tatsächlich annehmen will und hoffe auf konstruktive zusammenarbeit aller betroffenen und berufenen.
Oh man diese Diskussion nützt doch eigentlich garnichts, Fakt ist „Stalinisten“,“Leninisten“, sind für mich genauso solche Idioten wie Konservative und vorallem Rechte Idioten. Alles Rassisten und Faschisten, die einen sind dabei eben Braun, die anderen sind eben Rot Lackiert.
Die Gruppierungen haben in der Geschichte, Menschen ermodert, gefoltert und Unterdrückt da wo es ging, da mache ich auch keinen Unterschied, denn die Geschichte macht auch keinen Unterschied! ABER……der Industrielle Mord, der geplante Vernichtungskrieg, ist ein Werk von National Sozialisten unterstützt von der Deutschen Bürokratie und den Deutschen Industrien und einem Großteil der Deutschen Bevölkerung.
Dazu Mal die Aufteilung zwischen Massenmord und Politizid
Besondere Formen des Demozids sind nach Rummel
* die tödlichen Formen des Genozids (nationalsozialistischer Holocaust, Tötungen von Vietnamesen durch die Rote-Khmer, Tötungen von Wolgadeutschen in der Sowjetunion, Genozid an den Armeniern durch die Türken);
* Politizid (Hitlers Nacht der langen Messer, Việt Minh-Tötung von Nationalisten, libysche Bombardierung eines zivilen Passagierflugzeugs)
* Massenmord/Massaker (nationalsozialistische Vergeltungsmaßnahmen in Jugoslawien, vietnamesische Plansoll-Tötungen, japanisches Massaker von Nanking)
* Terror (guatemaltekische Todesschwadronen, Stalins Großer Terror, argentinische Desaparecidos).
Und genau das wiegt bei allem viel mehr, weder Stalin noch Lenin haben einen Industiellen Massenmord geplant, wobei die Zwangsumsiedlung von Menschen unter Stalin, schon in diese Richtung geht.
Ich hoffe keiner hier behauptet das Lenin, Stalin nicht auch wahnsinnige Diktatoren waren, da macht ihr euch alle was vor…alles das selbe Pack.
Auch die DDR war ein Unrechtsstaat, fragt mal die unangepassten (Hippis,Punker), weil sie Punks/Skinheads waren für Jahre im DDR Knast gesessen haben.
Verherrlichung von DDR/Stalin/Lenin ist für mich genauso Falsch wie dieser Neofaschismus, Neorassismus.
Hach herrjeh. Da hatte ich mich schon gefreut, nicht über Klamotten reden zu müssen. Und jetzt soll ich hier Schulbuchwissen nachreichen. Aber zum Glück muss ich das nicht tun. Der seit rund 10 Jahren mehr oder weniger unangefochtene Forschungsstand ist im Netz frei verfügbar. Die Ermordung der Sinti und Roma fehlt allerdings auf der von mir rausgegriffenen homepage.
„Der Krieg gegen die Sowjetunion unterschied sich von allen Kriegen der europäischen Moderne, auch von denen, die die deutsche Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges in anderen Ländern führte. Es war ein Krieg, der sich nicht nur gegen eine andere Armee, sondern auch gegen Teile der Zivilbevölkerung richtete. Die jüdische Bevölkerung sollte ermordet, nicht-jüdische Zivilisten sollten durch Hunger und Terror dezimiert und zur Zwangsarbeit eingesetzt werden. Dieses verbrecherische Vorgehen ergab sich nicht aus der Eskalation des Kriegsgeschehens, sondern war bereits Bestandteil der Kriegsplanungen. …“
weiterlesen:
http://www.verbrechen-der-wehrmacht.de/docs/ausstellung/ausstellung.htm#
Wo ich das Video so sehe – gibts in Aachen Antifa Hooligans ? Würd mich doch mal freuen, solche auch mal in Aktion zu erleben.KTHXBYE
„Ich hoffe keiner hier behauptet das Lenin, Stalin nicht auch wahnsinnige Diktatoren waren, da macht ihr euch alle was vor…alles das selbe Pack.“
Wer Kritik an Lenin/Stalin nur mit dem Stempel „wahnsinnig“ zu verfechten weiß, bei dem wunderts auch nicht, dass er noch mit der Extremismuskeule „argumentiert“. Eine tatsächliche, inhaltliche Kritik, dazu sind diese Menschen nicht in der Lage – sie greifen sich nur die virulente Gewalt heraus, die in täglichen Strukturen sie nicht zu sehen vermögen. Chapeau, bürgerliche Ideologie, ganze Arbeit geleistet.
@Hüst: ich musste das jetzt zweimal lesen ^^ die Kritik war ja garnicht an mich gerichtet…lol
Wie gesagt, Stalin,Lening,Roter Terror das hatte nichts mit Sozialen Ideen zu tuen sondern war reine Machtdemonstration von diesen Diktatoren.
Weder hat sich die Lage der Bevölkerung verbessert, eher verschlechtertsiehe 30 Jahre unter Stalin, oder Hungersnöte wärdend des Bürgerkrieges im Russischem Reich anfang der 20er.
Das ist ja keine Bürgerliche Meinung sondern einfach Geschichte, die einfach da ist, zu sagen das der eine Diktator „schlimmer“ als der andere gewesen ist, kann von uns doch keiner beurteilen.
Was uns Deutsche hier unterscheidet, ist der Bürokratische Vernichtungskrieg der Generalstabsmässig geplant gewesen ist, Stalin hat die Größe Säuberung in den 30 ern eben nicht direkt geplant. Sondern ist seinem Wirren Paranoiden Hirn entfleucht, um das mal direkt zu sagen.
Und ich bezeichne mich seit 23 Jahren als Links, trotzdem kenne ich die Geschichte und genau deswegen werde ich auch gegen diese Stalin/Lenin Verehrung vorgehen, das ist nicht Links, weder Sozial noch Menschlich, das waren astreine Menschenverachtende Diktatoren!