Rechts: Rote Karte für den (Anti-Anti)Faschisten Braunhanns

Düren. Der Dürener NPD-Ratsmann und stellvertretende Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren, René Rothhanns, hat sich aufgrund seiner Anti-Antifa-Arbeit einen Platzverweis bei einem Fußballspiel in Düren eingefangen. Der wegen seiner extrem fremdenfeindlichen Auslassungen bekannte Lokalpolitiker hatte am Wochenende versucht, Teilnehmer und Gäste des durch die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ organisierten Spieles abzulichten und will mit Zwischenrufen den Veranstalter provoziert haben.

rotkehlschen
Rothhanns im Jahre 2008 beim Abfilmen von Nazigegnern und kritischen Journalisten

Dass der Störenfried besagter NPD-Ratsmann war, erfährt jedoch nur, wer die NPD-eigenen Verlautbarungen oder jene der Organisatoren des Spieles liest. Die Lokalpresse stellt schlicht dazu fest [1]: „Ein Vertreter der rechten Szene versuchte, während der Eröffnungsrede durch Fotografieren der Teilnehmer die Veranstaltung zu stören. Der Veranstalter machte daraufhin von seinem Hausrecht Gebrauch und verwies ihn vom Gelände.“

Laut Veranstalter sei Rothhanns „nur mit einem ‚Kameraden’ da gewesen. Er machte von allen Prominenten und Mitarbeitern Fotos.“ Nicht nur bei dem Veranstalter, sondern ebenso weiteren Ratsvertretern anderer Parteien und dem Vize-Präsidenten des Fußballverbandes Mittelrhein, Stephan Osnabrügge, habe das Verhalten Rothhanns für „Kopfschütteln“ gesorgt, hieß es gegenüber „Klarmanns Welt“.

Nach einem Disput während einer Rede des Organisators Jo Ecker soll es dann zu dem Platzverweis für Rothhanns gekommen sein. Der NPD-Mann selbst will laut eines NPD-Hetztextes „mitsamt einige[r] Kameraden“ das Spiel besucht haben. Zumindest schreibt dass der „Pressereferent“ und zweite stellvertretende Vorsitzende des NPD-Kreisverbandes Düren, der einschlägig verurteilte Neonazi, René Laube.

Laube nutzt den „Bericht“ über Rothhanns’ Anti-Antifa-Ausflug dazu, massiv gegen Ecker und das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt (BgR) zu wettern. Ecker selbst wurde kürzlich wegen seines Engagements im Rahmen der Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ vom Kreis Düren geehrt; Laube wurde vor Jahren u.a. schon einmal wegen Falschaussagen verurteilt. [© Klarmann]

[1] Direktlink


2 Antworten auf “Rechts: Rote Karte für den (Anti-Anti)Faschisten Braunhanns”


  1. 1 blablabla 29. Juli 2010 um 13:01 Uhr

    Den kenne ich doch auf dem Bild , weiter so :-)

  2. 2 MeinFreundistAusländer 30. Juli 2010 um 11:49 Uhr

    Rene Braunhans wollte mal ein Fußballspiel sehen, wo die Mannschaften Fußballschuhe statt Springerstiefel, einheitliche Trikots anstatt bunt gemischte Fascho-Shirts, einheitlich Stutzen und nach den Regeln des Deutschen Fußballverbandes mit einem richtigen Schiedsrichter spielen. Ach ja, einen richtigen Fußballplatz mit echtem Gras anstatt eines Bolzplatzes mit Betonasche hat er auch noch nie gesehen.
    Aber ich glaube, der Verein stellt ihm im nächsten Jahr den Platz nicht für ihr 2tägiges Kirmesturnier zu Verfügung.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.