Aachen. Unter den Fangruppen des Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen gibt es nun nicht nur mit den „Aachen Ultras“ (ACU) eine Gruppierung, die sich der Ultra-Szene [1] zuordnet, sondern auch eine zweite Gruppe. Diese firmiert als „Karlsbande“ respektive „Karlsbande Ultras“ und wurde von ehemaligen Mitgliedern der ACU gegründet, die sich vor Wochen abgespaltet haben. Vorangegangen waren Diskussionen, auch darüber, wie und ob sich „Ultras“ außerhalb des Ballsports zu positionieren gedenken.
„Im Laufe der Zeit gab es in der Aachener Ultraszene einige Schwierigkeiten und Meinungsverschiedenheiten, [es] bildeten sich 2 komplett verschiedene Lager mit 2 komplett verschiedenen Ansichten der Materie Ultra. Diese waren gebündelt in einer Gruppe, was zunächst auch als positiv gesehen wurde. Von Zeit zu Zeit wurden die Differenzen aber immer größer und auch zwischenmenschliche Beziehungen litten darunter, ein effektives Arbeiten für Stadt, Verein und Gruppe war nicht mehr möglich,“ umschreibt die „Karlsbande“ diesen Prozess.
Von Ende 2006 bis Mitte 2007 waren die ACU zeitweise in die Kritik geraten, weil sich in der eigentlich unpolitisch sein wollenden und sich nur auf das Fansein konzentrierenden Gruppe auch vereinzelt Rechtsextremisten und Mitläufer aus der rechten Szene in ihren Reihen oder im Umfeld bewegten. Teilweise verließen diese Personen die Gruppe später oder mussten sie verlassen, nachdem sie in rechten Kreisen oder bei rechtsextremen Aktivitäten auffielen. Später traten auch sozialkritische, antirassistische Ska- und Rap-Musiker auf Fanfeten der „Ultras“ auf.
Erst kürzlich organisierten die ACU eine Demonstration für Fanrechte und gegen Überwachung von Fußballfans [2], wobei durch Nebenaktionen auch eine wachsende Überwachung in der übrigen Gesellschaft angeprangert worden war. Einer der Kritikpunkte in den Differenzen zwischen ACU und der sich später abspaltenden „Karlsbande“ soll denn auch gewesen sein, dass die ACU unterdessen neben den Fanaktionen zu sehr Politik thematisierten. Demgegenüber will die heuer als „Karlsbande“ firmierende Gruppe wieder ausschließlich den unpolitischen Fußball-Gedanken in den Vordergrund stellen… [© Klarmann]
[1] Die Ultras eine (a)soziale Bewegung im Fußball-Kommerz?
[2] Ultras pro Fankultur contra Kriminalisierung
Die einzig wahre ggruppe ist ACU
Ultra ist ein Modesport, wird es immer sein, und hat einfach vieles in den Stadien zerstört. Auf dem Tivoli gehen die Impulse was Gesänge und Support angeht mitlerweile wieder auch wieder von nicht organisierten Grüppchen aus, was der Stimmung sehr gut tut.
Das sich der Kindergarten jetzt streitet, zeigt eigentlich nur wie wenig es um den Verein geht, als viel mehr um einzelne sich profilierende Personen.
Schade dass die Ultras nicht wie geplant die Tribünenseite gewechselt haben, das hätten sicherlich 70% der anderen Fans begrüßt.
Was willst du eig von den ULTRAS ?!
die machen einfach die Stimmung am Tivoli und nur weil du dich davon gestört fühlst muss das nicht jedem so gehen.
Mich stört es nicht den ohne sie wäre keine stimmung mehr und was ist mit Fahnen ?! Aktionen (siehe Wurfrollen 1.März ?!) denkst du etwa die werden weiterhin so stattfinden?
naja deine Ansicht
MFG NUR AAChen