Rechts: Heldengedenken durch Nönazis

Region. Offenbar planen Neonazis und NPD sich rund um den Volkstrauertag wieder in kleineren Gruppen unter die Gedenkveranstaltungen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK) zu mischen oder eigene, kleine „Heldengedenken“ abzuhalten. So twittert etwa die NPD-NRW: „Am 14.11. ist Volkstrauertag/Heldengedenktag. Auch in NRW werden überall aufrechte Nationalisten den Helden der dt. Nation gedenken.“

NPD und Neonazis nutzen den durch die NSDAP geprägten Begriff des „Heldengedenktages“, an dem man anders als am Volkstrauertag nicht alle Kriegsopfern betrauern, sondern den als „Helden“ gefallenen deutschen Soldaten und Toten der nationalen „Bewegung“ gedenken soll. „Heldengedenken“ fanden bisher auch in der Region meist am oder rund um den Volkstrauertag statt [1], teilweise organisierten Neonazis „Heldengedenken“ aber auch im März [2].

Neonazis und NPD-Kader hatten dennoch auch dem regulären VdK-Gedenken beigewohnt, etwa 2008 in Düren [3] und seit Jahren auch in Stolberg. Ob man einem solchen Vorgehen in diesen Jahr in Düren einen Riegel vorschieben wird vonseiten der Veranstalter, ist unklar [3]. Rechtsextreme „Heldengedenken“ an Soldatengräbern hatte es in den vergangenen Jahren auch in Mönchengladbach und Erkelenz gegeben.

Bisher ist unklar, wann und wo genau sich Neonazis und NPD-Leute in diesem Jahr versammeln wollen. Vage Hinweise deuten darauf hin, dass sie es bei den VdK-Gedenkfeiern im Kreis Düren auf den Soldatenfriedhöfen Hürtgen und Vossenack, in Stolberg auf dem Zentralfriedhof Bergstraße sowie auf einem Friedhof am Niederrhein im Raum Viersen versuchen wollen. [© Klarmann]

[1] Zu 2008 siehe etwa Heldengedenken und immer den Selbstmord im Sturmgepäck
[2] Neonazi-Heldengedenken im Vossenacker Regen
[3] Heldengedenken und der linksextreme Grabschänder von der CDU
[4] Landrat will keine Demo gegen Rechts am Volkstrauertag…