Rechts/GegenRechts: Neonazis bei Volkstrauertag-Gedenken und Platzverweis für die Antifa

Düren. Laut Lokalpresse [1] haben Neonazis der zentralen Gedenkfeier des Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK) im Kreis Düren beigewohnt. Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) soll demnach gesagt haben, Gedenkstätten für politische Demonstrationen von Links oder Rechts zu missbrauchen, sei ein unerträglicher Zustand und respektlos gegenüber den Toten und ihrer Familien. Anlass für die Worte des Christdemokraten sei eine Störung durch einen Antifaschisten gewesen. Da sich rund zehn Neonazis der Gedenkstunde angeschlossen hatten, habe der Nazigegner mit dem Zwischenruf „Ihr gedenkt hier zusammen mit Nazis“ das Gedenken gestört hatte.

Insgesamt sollen rund 250 Menschen der VdK-Gedenkfeier auf dem Soldaten-Friedhof in Hürtgen beigewohnt haben. Wie berichtet [2], war damit gerechnet worden, dass Neonazis und NPD-Kader [3] sich unter die Teilnehmer des Gedenkens mischen wollten. Laut Antifa Düren sollen u.a. der „Kameradschaftsführer“ der Neonazi-Schlägerbande „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube, der für die NPD in den Kreistag gewählte Neonazi Ingo Haller sowie dessen „Kamerad“ René Rothhans, Ratsmann in Düren, vor Ort gewesen sein. Nach ihrem Zwischenruf seien zwei Antifaschisten von Polizisten angedrängt worden und hätten einen Platzverweis erteilt bekommen, so die Antifa Düren. [© Klarmann]

[1] Direktlink
[2] Heldengedenken durch Nönazis
[3] Gegen die indes ein Parteiausschlussverfahren läuft…


7 Antworten auf “Rechts/GegenRechts: Neonazis bei Volkstrauertag-Gedenken und Platzverweis für die Antifa”


  1. 1 Siegener Jungs 14. November 2010 um 22:48 Uhr

    Tja, Benehmen ist eine Tugend die man in sich trägt oder nicht hat… Toten zu gedenken erfordert ein Mindestmaß an Anstand.

    ein regime zu propagdieren, welches einen teil jener toten fabrizierte, fordert indes ein mindestmaß an menschenverachtung…von anstand sollten sie da wohl besser schweigen, herr neonazi… mik

  2. 2 EL 14. November 2010 um 22:55 Uhr

    Und die Nazis durften sich fröhlich weiter aufgeilen oder was?!

  3. 3 Nationalist 15. November 2010 um 0:16 Uhr

    Es war schon sehr Traurig mit an anzusehen,wie der Strippenzieher der Antifa Dürenen versucht mit seinem kleinen Schützling auf die gedenkenen Nationalisten aufmerksamzumachen.

    Der Schuss ist wohl ordentlich nach hinten gegangen,wie wir auch von vielen Bürgen bestätigt bekommen haben.

    MKG,
    Nationalist

    muttisprache statt vaterland… mik

  4. 4 Klar, Mann? 15. November 2010 um 13:26 Uhr
  5. 5 Siegener Jungs 15. November 2010 um 20:49 Uhr

    Weder das eine noch das andere ist richtig Herr Preisträger. Es wurde / wird allen Toten gedacht…

    sie gedenken auch der toten des holocaustes? entweder zynisch – oder guter hoffnung… mik

  6. 6 Klar, Mann? 16. November 2010 um 15:29 Uhr
  7. 7 Rainer 16. November 2010 um 17:33 Uhr

    Zu dem Artikel in Endstation Rechts: In dieser Einschätzung kann ich dem Autor nicht zustimmen: „Im Nationalsozialismus wurde der Tag jedoch in Heldengedenktag umbenannt und sein Charakter vollständig verändert“. Der Charakter war schon von Beginn an militaristisch. Die Antifa Düren hat auf ihrer Hompage einen Artikel zu Geschichte von VdK und Volkstrauertag veröffentlicht, der durchaus lesenswert ist.

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