Rechts: Haller und Reitz sprechen (auch) zur Schwebebahn

Wuppertal. Der neonazistische und extrem fremdenfeindliche Dürener Kreistagsabgeordnete Ingo Haller, gegen den als ehemaliger NPD-Chef im Kreisverband Düren ein Parteiausschlussverfahren läuft [1], soll in Wuppertal bei einem anti-antifaschistischen Neonazi-Aufmarsch eine Rede halten. Anmelder des Aufmarsches sind der Pulheimer Neonazi und „Hitler aus Köln“ (taz), Axel Reitz, sowie der Wuppertaler Neonazi Kevin Koch, der als Mitarbeiter eines rechtsextremen Medienprojektes aus NRW gilt.

Koch und Reitz sollen ebenso bei dem Aufmarsch, der am 29. Januar unter dem Motto „Gegen Antifaschismus und linke Gewalt! – Weg mit dem Autonomen Zentrum!“ stattfinden soll, zu den „Kameraden“ reden. Haller war bis Mitte 2010 Mitglied des nordrhein-westfälischen NPD-Landesvorstandes und hatte als stellvertretender Landesorganisationsleiter fungiert. Die Organisatoren des Aufmarsches in Wuppertal, die sich zum Nationalsozialismus bekennen, loben Haller als einen „nationale[n] Sozialist[en]“, der „stets energisch gegen eine Verbürgerlichung und Verwässerung von klaren und deutlichen Positionen innerhalb der NPD ein[trat]“.

Haller hatte sich unlängst in Belgien bei einem Neonazi-Treffen zur Politik von Adolf Hitler und die der NSDAP bekannt [2]. Im Kreistag glänzte er indes lange durch Abwesenheit [3]. [© Klarmann]

[1] Haller und alte Kameraden wollen weiter gegen alte Kameraden kämpfen; Ab 22 Uhr wird zurückgewettert – Dürener NPD bald kopflos?
[2] Stadt und Kreis Düren finanzieren Naziaufmärsche in Stolberg
[3] Brauner Ego-Shooter macht im Kreistag Düren blau