ÜberRechts: Mythos Stolberg – Zur Instrumentalisierung einer Gewalttat durch Neonazis [update]

Stolberg bei Aachen im April 2008: Bei einer tragischen Auseinandersetzung wird ein 19-jähriger Berufsschüler erstochen. Nur wenige Stunden später marschieren in der Stadt Anhänger von NPD und „Freien Kameradschaften“ auf. Weil der Täter eine Migrationsbiographie hat, verklären die Neonazis die Tat zu einem „rassistischen Mord“ an einem Deutschen. Das sich alljährlich wiederholende braune Spektakel zieht bis zu 800 Neonazis nach Stolberg. Längst haben die ausländerfeindlichen Aktionen eine Bedeutung weit über die Region hinaus erlangt.

Acht Autorinnen und Autoren untersuchen in journalistischen und wissenschaftlichen Beiträgen die Entstehung des „Mythos Stolberg“, die Geschichte und Gegenwart der lokalen extremen Rechten, die Funktion von Aufmärschen für die Selbstverständigung der Neonazi-Szene und diskutieren schließlich mögliche Strategien gegen den braunen Spuk. Mit Beiträgen von Maria Blomquist, Dominik Clemens, Michael Klarmann, Thomas Müller, Stephan Otten, Michael Trube, Fabian Virchow, Peter Zimmermann und einem Vorwort von Ralf Woelk (DGB).

Broschiert, 19 × 12 cm, zirka 120 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen. Preis: zirka 8,90 Euro. Erscheint Anfang März 2011. Subskription für Organisationen, Initiativen, Büchertischbetreiber und andere Wiederverkäufer/innen: Bei Bestellung bis zum 28. Februar 2011 gibt es „Mythos Stolberg“ bei Abnahme mehrerer Exemplare zum ermäßigten Preis – für 6,50 Euro (ab fünf Exemplaren) und für 5,50 Euro (ab zehn Exemplaren) zzgl. einer Versandkostenpauschale in Höhe von 2,50 Euro. Anfang März wird das Buch zum regulären Preis im Buchhandel erhältlich sein.

Vorbestellungen bitte per E-Mail an nrw-ibs@dgb.de oder per Post an die Info- und Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus, c/o DGB-Region NRW Süd-West, Dennewartstr. 17, 52068 Aachen. [Textquelle: redigierte Herausgeber-Info]