Interkulturelles: Auftakt der Jüdischen Kulturtage in Aachen

Aachen. Zum Auftakt des Aachener Programms der Jüdischen Kulturtage 2011 liest Lea Fleischmann am Montag, 21. März um 19 Uhr in der Jüdischen Gemeinde am Synagogenplatz aus ihrem neuesten Buch „Heiliges Essen“. Lea Fleischmann wurde 1947 als Tochter jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebt hatten, in Ulm geboren. Sie studierte Pädagogik und Psychologie in Frankfurt und war zunächst im hessischen Schuldienst tätig.

„Sollte ich jemals wieder unterrichten, dann in keiner deutschen Schule. Ich werde mir keine Verständnisfloskeln für Ausländer und Juden mehr anhören, ich will auch kein Mitleid mit den Schülern haben, ich will das deutsche Volk nichts lehren, und ich will es nicht ändern…“ Mit diesen Worten erklärte Lea Fleischmann, warum es für sie nicht länger möglich war in Deutschland zu bleiben. 1979 wanderte sie nach Israel aus und ließ ihre Erfahrungen in das Buch „Dies ist nicht mein Land“ einfließen, das großes Aufsehen erregte.

Heute lebt Lea Fleischmann in Jerusalem und ist eine authentische Vermittlerin der israelischen Kultur und der jüdischen Religion. In „Heiliges Essen“ macht Lea Fleischmann die Bedeutung der biblischen Speisegebote für Nichtjuden erfahrbar und regt zum Nachdenken über das eigene Essverhalten an. Sie zeigt auf anschauliche Weise, wie man mit dem koscheren Essen in Einklang mit der Schöpfung leben und jede Mahlzeit in ein spirituelles Erlebnis verwandeln kann.

Das bedeutet, dass das Essen nie gedankenlos stattfindet, sondern in einen Ritus eingebettet ist, der es immer wieder zu etwas Besonderem macht. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Es muss jedoch unbedingt ein Personalausweis mitgebracht werden. [Textquelle: redigierte Pressemitteilung der Stadt Aachen]