Rechts: Fremdenhass als Kitt nach Machtkämpfen?

Stolberg. Im Zuge von Machtkämpfen und Parteiausschlussverfahren hatte es 2010 in der regionalen Braunszene böses Blut gegeben: die „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) drohte verschiedenen NPD-Landeskadern rund um Landeschef Claus Cremer Gewalt an, sollten sich diese in das Revier der Neonazischlägerbande verirren. Ähnlich pöbelten KAL und NPD-Abtrünnige auch gegen den Kopf des NPD-Kreisverbandes Aachen und Stolberger Ratsmann Willibert Kunkel. Der soll Szenekreisen zufolge durch den Landesverband als Konkursverwalter des NPD-Kreisverbandes Düren eingesetzt worden sein, nachdem man im Zuge unappetitlicher Machtkämpfe dessen Führungsriege mit einem Parteiausschlussverfahren ärgern wollte. Doch die Ex-Führungsriege um Ingo Haller und KAL-Kopf René Laube ignorierte Kunkels Rolle. Unverdrossen hielt der Tross Szenekreisen zufolge weiter Stammtische in einer Gaststätte im nord-östlichen Kreis Düren ab, jeweils am letzten Freitag im Monat und mit den Mitgliedern respektive Ex-Mitgliedern „ihres“ Kreisverbandes. Angeblich soll Cremer wegen jener Unverfrorenheit „getobt“ haben. Doch anlässlich der fremdenfeindlichen Hetzmärsche in Stolberg, die Haller abhalten wird, sendet Cremer nun zarte Signale des Dialogs: „Die NPD-NRW, sowie die NPD im Rat der Stadt Stolberg unterstützen […] die Aktivitäten der nationalen Opposition“ Anfang April in Stolberg, heißt es nun auf der Homepage des NPD-Landesverbandes. Der gemeinsam ausgelebte Fremdenhass also ein frischer Kitt? [© Klarmann]


1 Antwort auf “Rechts: Fremdenhass als Kitt nach Machtkämpfen?”


  1. 1 Antifaschist 24. März 2011 um 23:12 Uhr

    Pack schlägt sich, Pack verträgt sich …

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