Rechts: Schulverweis statt Parteiausschluss für Trio Ra(n)d(ik)ale?

Düren. In dem Parteiausschlussverfahren gegen die (frühere) Führungsriege des NPD-Kreisverbandes Düren will der Landesverband der rechtsextremen Partei „Ordnungsmaßnahmen“ verhängt haben. Betroffen davon sind der ehemalige Chef des Kreisverbandes, Ingo Haller (Niederzier), dessen (damaliger) Stellvertreter, René Rothhanns (Merzenich, Düren), sowie dessen (früherer) Stellvertreter, der „Kameradschaftsführer“ der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL), René Laube.

Im Zuge von Machtkämpfen und via Internet ausgetragener Streitigkeiten sowie teils erheblicher Drohungen gegen den Landesverband hatte die NPD besagtes Verfahren gegen das Trio eingeleitet. Haller war kurz zuvor zudem noch Mitglied im Landesvorstand der nordrhein-westfälischen NPD gewesen. Die Entscheidung in dem Verfahren soll Szenekreisen zufolge vor rund zwanzig Tagen gefallen sein.

Die NPD teilt in einem Text auf ihrer Homepage indes nicht mit, was genau mit „Ordnungsmaßnahmen“ gemeint ist. Der Begriff stammt üblicherweise aus dem Schul- und Bildungswesen und soll renitente Schülerinnen und Schüler wieder zur Ordnung rufen. Beispielsweise können diese dabei zeitweise von bestimmten Fächern oder ganz vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Unter den heute als „Ordnungsmaßnahmen“ bekannten Strafen zählte zu Zeiten der Nationalsozialisten und in Nachkriegsdeutschland auch die Züchtigung von Schülern oder die Prügelstrafe. Heute ist derlei in Deutschlands Schulen indes nicht mehr vorgesehen. [© Klarmann]


1 Antwort auf “Rechts: Schulverweis statt Parteiausschluss für Trio Ra(n)d(ik)ale?”


  1. 1 Klar, Mann? 07. April 2011 um 16:36 Uhr
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