ÜberRechts: Neonazismus in Bewegung…

Aachen. Neu erschienen ist das Buch „Autonome Nationalisten –Neonazismus in Bewegung“, herausgegeben von Jan Schedler und Alexander Häusler: Schwarz vermummte Jugendliche hinter bunten Transparenten, Slogans wie „Smash Capitalism!“ oder „Fight the system!“ – Mit den ,Autonomen Nationalisten’ (AN) ist eine neue Generation von Neonazis in Erscheinung getreten, die derem bisherigen Klischeebild komplett widerspricht.

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Stilistisch angelehnt an jugendkulturelle Ausdrucksformen der Linken, sorgten diese ,neuen Nazis’ gleichermaßen für allgemeine Irritation wie für Sogwirkung in der extremen Rechten. Eine eingehende wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem Phänomen stand bislang aus. Erstmalig werden hier umfassend Herausbildung, Entwicklung und Wirkungsmächtigkeit der AN analysiert.

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Inszenierungspraxen, Selbstbild und Weltanschauung werden ebenso untersucht wie das Verhältnis zur NPD, aber auch die Lebenswelt der Akteure. Der unterschiedlichen Situation in den Bundesländern wird durch Beiträge zur regionalen Entwicklung Rechnung getragen, ergänzt um einen Blick auf die internationale Rezeption. Abgeschlossen wird der Sammelband durch sozial- und kulturhistorische Bezüge sowie eine theoretische Verortung unter Einbeziehung verschiedener Ansätze der sozialwissenschaftlichen Bewegungsforschung.

Alexander Häusler ist Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus an der FH Düsseldorf. Jan Schedler ist Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum. 328 Seiten. Broschur. 34,95 Euro. ISBN 978-3-531-17049-7. [Textquelle: redigierter Infotext]


5 Antworten auf “ÜberRechts: Neonazismus in Bewegung…”


  1. 1 antifa.lkow 13. April 2011 um 17:32 Uhr

    Neonazis auf Dreistigkeitskurs.

  2. 2 Unaufällig 13. April 2011 um 19:17 Uhr

    Laaaaangweilig

  3. 3 HottenTotten 13. April 2011 um 22:21 Uhr

    Mal ehrlich:
    Je mehr Dumpfbacken schwarzgekleidet auf Demos rumlaufen, je weniger brauchen Sie echten politischen Einfluss aus dem rechten Spektrum zu fürchten, oder? In diesen Reihen befindet sich doch keine einzige Person, die in der Lage wäre, selbst das unbedeutenste politische Amt zu bekleiden. Die Jungs können nur Parolen brüllen, Plakate/Sticker aufkleben, oder Gewalt gegen Menschen anwenden, die sie als Feinde ausgemacht haben. Und letzters sind nur Einzelschicksale, die keine Gefährdung für das System BRD darstellen. Oder sehe ich das Falsch?

  4. 4 peter niss 15. April 2011 um 19:21 Uhr

    Ich glaube eine Gefährdung für den hiesigen Staat ist generell weniger das von Neonazis ausgehende Problem. Ob sie sich nun schwarz oder sonstwie kleiden, ihre Politik ist und bleibt eben Kinderkram mit Kinderthemen wie auf der linken Seite durch Antifanten vertreten. Identitärer Scheissdreck zur Aufwertung des Selbstgefühls oder Ansehen. Wo sind denn die Inhalte ? Nur Vorwände zu Pöbelei und um als für irgendetwas engagiert zu wirken.

  5. 5 Carsten 18. April 2011 um 21:38 Uhr

    Na-ja…Vegetarier bin ich auch…aber es wird kaum Jemand, der mal – zumal in Holland oder Belgien – auf einem reinen Straight Edge Festival war, verwundert sein, dass viele Nasen dort auf Nazidumnpfsinn abfahren können.

    Wenn von 400 Leuten 300 dieselben 3-4 T-Shirts tragen, die der Welt ungefragt „Abtreibung = Mord“ und ähnlich hahnebüchenen Käse verkaufen…dann weiß Mensch: da haben Pest und Cholera sich zu zart sinnfreiem Schmelzkäse verbunden.

    90% davon sind zum Glück erlebnisorientierte Jungburschen ohne Freundin bei denen sich dieses frustrierte „Keiner Einer liebt mich!“ Gewinsele schnell erledigen wird…die restlichen 10% sind genauso albern/schlimm/lächerlich/gefährlich/armseelig wie in jedem anderen Outfit und genauso zu nehmen…

    Klar ist das irgendwie ärgerlich weil verführerischer für Kids, denen der Glatzen-Look zu un-fashy war…aber ich denke mal, mehr überbleiben wird davon auch so nicht…

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