Comments on: Mitte: Christlich-jüdische Gesellschaft ein Trümmerhaufen sondergleichen http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/ Engagierter Journalismus Wed, 23 Oct 2019 09:11:01 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Klar, Mann? http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53348 Sun, 01 May 2011 15:20:03 +0000 http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53348 Aus der Austrittserklärung eines (nunmehr Ex-) Mitglieds des Aachener Friedenspreises (AFP), u.a. mit Worten zur "Nakba"-Ausstellung: <em>[...] Offensichtlich wird fortgesetzt, was den AFP über Jahre hinweg entstellte –  Der Aachener Friedenspreis duckt sich vor Auseinandersetzungen. [...] Die Friedensbewegung steht vor riesengroßen Herausforderungen: Eine Beteiligung [Deutschlands] an den nächsten Kriegen wird vorbereitet, z.B. durch den Umbau der Bundeswehr zu einer "Interventionsarmee"[;] Hartz IV, Minilöhne und Jugendarbeitslosigkeit bilden den Nährboden zur Rekrutierung einer Berufsarmee[;] Die Militarisierung im Innern durch die sog. "zivil-militärische Zusammenarbeit", durch feste Strukturen der Zusammenarbeit von Polizei, Bundeswehr und Geheimdiensten, durch Unterordnung von Gesundheitswesen und Wissenschaftsbetrieb wird vorangetrieben. Was ist die Antwort des AFP in dieser Situation? In den "12. Aachener Friedenstagen" beispielsweise wurde/wird in nicht einer Veranstaltung auf diese zentralen Fragen der Militarisierung des Bundesrepublik eingegangen. [...] Aber Israel. Da wallt des deutschen Friedenskämpfers und der deutschen Friedenskämpferin Wut auf. Drei von sieben Veranstaltungen besagter Woche behandeln israelisches Unrecht. Dieses Unrecht ist der stellv. Vorsitzenden Vera Thomas-Ohst "Grund und Grundlage meiner nunmehr über zwanzig Jahre dauernden Friedensarbeit". Vor nichts wird halt gemacht, selbst nicht vor Blut-und-Boden-Ideologie, die mit der Forderung nach Rückkehr palästinensicher "Flüchtlinge" nach Israel eng verbunden ist. Es wird eine Ausstellung geholt und unterstützt, die z.B. verschweigt, dass 1948 mehr Israelis palästinensische Gebiete verlassen haben und verlassen mussten als umgekehrt. Alle arabischen Gebiete wurden judenfrei. Und umgekehrt blieben ca. 160.000 palästinensische Araber innerhalb des israelischen Gebietes und erhielten sogar die israelische Staatsangehörigkeit. An Krieg, Bürgerkrieg und in der Folge an Vertreibung soll es nichts zu beschönigen geben. Die mit der NAKBA-Ausstellung provozierte und gewollte Auseinandersetzung hat faktisch aber einen anderen Zweck. Sie überdeckt - nur dürftig - die Schwächen des AFP in der Auseinandersetzung mit der Kriegstreiberei in diesem Land. Sie projeziert die notwendige Schärfe und den notwendigen Ernst dieser erforderlichen Auseinandersetzung auf Israel. [...] Ich [...] wollte [...] der Mitgliederversammlung beiwohnen [, auf der über die NAKBA und die Kölner Klagemauer diskutiert werden sollte]. Mehrfach konnte ich in der Vergangenheit erleben, wie stark "Israel" die Versammlungen emotionalisierte. Ich werde nicht mehr dabei sein, hiermit habe ich meine Austrittserklärung geschrieben. [...]</em> Aus der Austrittserklärung eines (nunmehr Ex-) Mitglieds des Aachener Friedenspreises (AFP), u.a. mit Worten zur „Nakba“-Ausstellung:

[…] Offensichtlich wird fortgesetzt, was den AFP über Jahre hinweg entstellte –  Der Aachener Friedenspreis duckt sich vor Auseinandersetzungen. […] Die Friedensbewegung steht vor riesengroßen Herausforderungen:

Eine Beteiligung [Deutschlands] an den nächsten Kriegen wird vorbereitet, z.B. durch den Umbau der Bundeswehr zu einer „Interventionsarmee“[;] Hartz IV, Minilöhne und Jugendarbeitslosigkeit bilden den Nährboden zur Rekrutierung einer Berufsarmee[;] Die Militarisierung im Innern durch die sog. „zivil-militärische Zusammenarbeit“, durch feste Strukturen der Zusammenarbeit von Polizei, Bundeswehr und Geheimdiensten, durch Unterordnung von Gesundheitswesen und Wissenschaftsbetrieb wird vorangetrieben.

Was ist die Antwort des AFP in dieser Situation? In den „12. Aachener Friedenstagen“ beispielsweise wurde/wird in nicht einer Veranstaltung auf diese zentralen Fragen der Militarisierung des Bundesrepublik eingegangen. […] Aber Israel. Da wallt des deutschen Friedenskämpfers und der deutschen Friedenskämpferin Wut auf. Drei von sieben Veranstaltungen besagter Woche behandeln israelisches Unrecht. Dieses Unrecht ist der stellv. Vorsitzenden Vera Thomas-Ohst „Grund und Grundlage meiner nunmehr über zwanzig Jahre dauernden Friedensarbeit“. Vor nichts wird halt gemacht, selbst nicht vor Blut-und-Boden-Ideologie, die mit der Forderung nach Rückkehr palästinensicher „Flüchtlinge“ nach Israel eng verbunden ist.

Es wird eine Ausstellung geholt und unterstützt, die z.B. verschweigt, dass 1948 mehr Israelis palästinensische Gebiete verlassen haben und verlassen mussten als umgekehrt. Alle arabischen Gebiete wurden judenfrei. Und umgekehrt blieben ca. 160.000 palästinensische Araber innerhalb des israelischen Gebietes und erhielten sogar die israelische Staatsangehörigkeit.

An Krieg, Bürgerkrieg und in der Folge an Vertreibung soll es nichts zu beschönigen geben. Die mit der NAKBA-Ausstellung provozierte und gewollte Auseinandersetzung hat faktisch aber einen anderen Zweck. Sie überdeckt – nur dürftig – die Schwächen des AFP in der Auseinandersetzung mit der Kriegstreiberei in diesem Land. Sie projeziert die notwendige Schärfe und den notwendigen Ernst dieser erforderlichen Auseinandersetzung auf Israel. […]

Ich […] wollte […] der Mitgliederversammlung beiwohnen [, auf der über die NAKBA und die Kölner Klagemauer diskutiert werden sollte]. Mehrfach konnte ich in der Vergangenheit erleben, wie stark „Israel“ die Versammlungen emotionalisierte. Ich werde nicht mehr dabei sein, hiermit habe ich meine Austrittserklärung geschrieben. […]

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by: Klar, Mann? http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53328 Fri, 29 Apr 2011 09:05:52 +0000 http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53328 Lokalpresse dazu und zur Nakba-Ausstellung: http://www.az-web.de/lokales/aachen-detail-az/1662602 http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/1662593 Lokalpresse dazu und zur Nakba-Ausstellung:

http://www.az-web.de/lokales/aachen-detail-az/1662602

http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/1662593

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by: Jens-Peter Bentzin http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53320 Tue, 26 Apr 2011 06:20:27 +0000 http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53320 Und ob die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Aachen e.V. eine Zukunft hat, entscheiden nicht einzelne Brandstifter und Radaubrüder. Die ordentliche Mitgliederversammlung am 16. Mai 2011 wird die nötigen Weichenstellungen für die weitere Existenz und Ausrichtung der Gesellschaft treffen müssen. Und ob die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Aachen e.V. eine Zukunft hat, entscheiden nicht einzelne Brandstifter und Radaubrüder.
Die ordentliche Mitgliederversammlung am 16. Mai 2011 wird die nötigen Weichenstellungen für die weitere Existenz und Ausrichtung der Gesellschaft treffen müssen.

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by: Jens-Peter Bentzin http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53315 Mon, 25 Apr 2011 20:10:31 +0000 http://klarmann.blogsport.de/2011/04/25/mitte-christlich-juedische-gesellschaft-ein-truemmerhaufen-sondergleichen/#comment-53315 Traurig, aber wahr. Ich teile Ihnen einen kurzen Auszug einer Mail von Herrn Dr. Warszawski an den geschäftsführenden Vorsitzenden der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Aachen e.v. vom 11.04.2011 mit: "Ich werde mich deshalb von der Verantwortung an der GJCZ zurückziehen und beobachten, ob sich eine Rückkehr, falls sie dann noch gewünscht oder möglich ist, sich für die Jüdische Gemeinde Aachen, für die GJCZ und für mich lohnt." Der Vorstand war sich in seiner Sitzung am 15.04.2011 einig, dass daraus mit Blick auf die Satzung unserer Gesellschaft eindeutig hervorgeht, dass Herr Dr. Warszawski sich aus der Vorstandsarbeit zurückzieht, ergo - zurücktritt. Was sonst? Traurig, aber wahr.

Ich teile Ihnen einen kurzen Auszug einer Mail von Herrn Dr. Warszawski an den geschäftsführenden Vorsitzenden der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Aachen e.v. vom 11.04.2011 mit:

„Ich werde mich deshalb von der Verantwortung an der GJCZ zurückziehen und beobachten, ob sich eine Rückkehr, falls sie dann noch gewünscht oder möglich ist, sich für die Jüdische Gemeinde Aachen, für die GJCZ und für mich lohnt.“

Der Vorstand war sich in seiner Sitzung am 15.04.2011 einig, dass daraus mit Blick auf die Satzung unserer Gesellschaft eindeutig hervorgeht, dass Herr Dr. Warszawski sich aus der Vorstandsarbeit zurückzieht, ergo – zurücktritt.

Was sonst?

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