Nachfolgende Vorträge können einzeln oder kombiniert gebucht werden. Interessierte melde sich telefonisch oder per E-Mail-Funktion. Die Höhe des Honorars ist Verhandlungssache:

––>> 1.) „Neonazis und Rechtsextremisten im Raum Aachen“ bzw. „Neonazis und Rechtsextremisten am Niederrhein“ – Aktuelle Hintergründe, Protagonisten, Aktionen, Erscheinungsformen. Der multimediale Vortrag richtet sich an Erwachsene, ist sehr faktenreich und wird unterstützt durch eine PowerPoint-Präsentation. Der Vortrag dauert zirka eine Stunde zzgl. Diskussion. Es können je nach Region (Düren, Heinsberg) oder Stadt (z.B. Stolberg, Herzogenrath, Mönchengladbach) Anpassungen vorgenommen werden. Zudem werden Musikstück und Videos der rechten Szene abgespielt.

––>> 2.) „Rechte Musik, rechte Straftaten im Bereich Jugendszene, Neonazis und Rechtsextremisten im Raum Aachen“ bzw. „Rechte Musik, rechte Straftaten im Bereich Jugendszene, Neonazis und Rechtsextremisten am Niederrhein“ – Der multimediale Vortrag richtet sich an Jugendliche und Schüler, kann aber auch als Impulsreferat für Lehrer und Jugendarbeiter dienen. Der Vortrag stellt eine auf Jugendliche und die jeweilige Region/Stadt angepasste Essenz aus oben genannter PowerPoint-Präsentation dar. Dauer: zirka eine Schul- bis eine Zeitstunde zzgl. Diskussion bzw. Vertiefung im Gespräch (d.h. zwei Schul-/Zeitstunden insgesamt).

––>> 3.) „Rechte Szene im (westlichen) NRW“ – Moderne ewig Gestrige? Längst erkennt man Neonazis und Rechtsradikale nicht mehr zwingend an ihrem äußeren Erscheinungsbild und sie treten jugend(sub)kulturell in Erscheinung. Ihre politischen Ansichten sind oft die alten geblieben, ihre Propaganda und Sprache jedoch ebenso der Moderne und einer „seriösen Radikalität“ (NPD) angepasst. Der Vortrag liefert einen einfachen Überblick über die Neonazi-Szene und rechtsradikale Erscheinungen in NRW: NPD, „Die Rechte“, Kameradschaften, Rechtsrock, „Autonome Nationalisten“, NSU, Pro NRW, „Identitäre Bewegung“, GDL usw.

––>> 4.) „NSU – Brauner Terror ohne Bekennerschreiben.“ In den letzten Jahren sollen untergetauchte Neonazis als „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) neun Migranten und eine Polizistin ermordet haben. In Köln sollen die rechten Terroristen auch einen Nagelbombenanschlag verübt haben. Ein Bekennerschreiben hinterließ nach Vorbild von Anweisungen in Strategiepapieren des internationalen Neonazi-Netzwerkes „Blood & Honour“ (B&H) niemand, die Taten galten bis Herbst 2011 als solche zwischen Migranten und sorgten für große Verunsicherung unter diesen. In dem Vortrag wird zudem dargestellt, dass Neonazis schon in den 1990er Jahren zum bewaffneten Kampf gegen Migranten aufriefen und wie die Braunszene in den Jahren 2011 und 2012 die Taten des NSU „würdigte“ – oder sie Einzeltätern in die Schuhe schob, die laut derartiger Verschwörungstheorien von Behörden und Medien zu den Morden angestiftet worden seien, um die rechte Szene negativ darzustellen.

––>> 5.) Vieles davon, was Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und Neonazis vertreten, erweckt den Eindruck des „ewig gestrigen“. Demgegenüber nutzt die rechte Szene seit langem schon das Internet, und das äußerst effektiv. Im Vortrag „Rechtes Netz – Rechtspopulisten, Rechtsextremisten und Neonazis im Internet“ wird aufgezeigt, wie dies geschieht, wie gegen Muslime und Juden, Antifaschisten und Demokraten gehetzt wird. Zugleich verbreitet die Szene ihre verbotenen Schriften, indizierte Musik oder menschenverachtende Computerspiele via Web. Sie nutzt es zum Handel mit legaler rechter Literatur und für den Verkauf von Rechtsrock. Genutzt werden ebenso soziale Netzwerke, etwa, um Kampagnen zu bewerben oder sich zu vernetzen. Am Ende des Vortrags folgen Hinweise, was man gegen anstößige, jugendgefährdende oder strafrechtlich relevante Inhalte tun kann. (Siehe hierzu evtl. auch Top 16, s.u.)

––>> 6.) „Rechte Rockmusik“: In rund einer Stunde werden etwa 15 Lieder aus der rechten Szene vorgespielt, u.a. von der „NPD-Schulhof-CD“ sowie Songs, die auf dem Jugendschutzindex gelistet oder ganz verboten sind (Landser, Zillertaler Türkenjäger). Neben den projizierten Texten findet je nach vorhandener Zeit eine Kurzanalyse der Songtexte bzw. eine umfangreiche Diskussion über diese statt. Zwingend erforderlich ist hierbei ein Beamer (PowerPoint-Präsentation) und bei einer Teilnehmerzahl über 25 Personen eine Stereo-/Multimediaanlage. Dieser Vortrag ist i.d.R. ungeeignet für Jugendliche in einem Alter unter 18 Jahren!

––>> 7.) „Rechte Codes, Zeichen, Mode“: Mittels Beamer (PowerPoint-Präsentation) werden Zeichen, Zifferncodes, Mode und Losungen der Szene gezeigt sowie über deren Sinn, Zweck und Legalität informiert. Dieser Vortrag unterscheidet sich insofern von denen der von Polizei oder Verfassungsschutz angebotenen, weil er besonders auf Legalitäts-Grauzonen eingeht und ebenso Symbole oder T-Shirts lokaler Neonazi-Gruppen zeigt.

––>> 8.) „Autonome Nationalisten“: Seit Jahren tummeln sich in der rechtsextremen Szene „Autonome Nationalisten“, die zwar für einen „nationalen Sozialismus“ kämpfen wollen, zugleich aber Probleme haben, Autoritäten anzuerkennen. „Organisierter Wille braucht keine Partei! Nationaler Sozialismus voran!“ heißt es da in Pamphleten gegen die NPD. Ein Widerspruch zum Führerstaat nationalsozialistischer Prägung? „Autonome Nationalisten“ und deren „Black Blocs“ inmitten von Aufmärschen wirken auf den ersten Blick wie Linksautonome: Kapuzenpullis oder –jacken, Basecaps, Lederhandschuhe, Sonnenbrillen, schwarze Kleidung. Erklärt werden das Auftreten und Erscheinungsbild dieser rechtsextremen Gruppe und ihre Ziele.

––>> 9.) „Hintergründe und Geschichte der Neonazi-Kameradschaften“: Es handelt sich hierbei um die aktualisierte Essenz eines Fachbeitrags für das Buch „Rosen auf den Weg gestreut. Deutschland und seine Neonazis“, das im März 2007 zur Buchmesse in Leipzig bei Papy Rossa erschien. Belegt wird in Text und Vortrag, dass die „Kameradschaften“ eigentlich die SA des historischen Neonationalsozialismus sind und sich zu einem Art „Sturm“ bzw. „Saalschutz“ der NPD entwickeln bzw. entwickelt haben. Förderlich ist bei einer Teilnehmerzahl über 25 Personen eine Stereo-/Multimediaanlage zum Abspielen von zwei kurzen Redebeiträgen aus der Braunszene.

––>> 10.) Mehr Demokratie wagen? Die NPD will „das System“ überwinden und sieht sich dennoch als eine demokratische Partei. NPD-Kader nennen Politiker anderer Parteien „Antidemokraten“ in einer Welt der „Parteiendiktatur“. Letztlich seien diese „Etablierten“ eine größere Gefahr für die Demokratie, als die NPD – argumentiert die NPD. Im Zuge der Diskussion über ein NPD-Verbotsverfahren sprach die rechtsextreme Partei sogar von einer gegen sie gerichteten „Pogromstimmung“. Zugleich spricht die NPD von militanten Neonazigruppen als „Bürgerinitiativen“ und versucht, sich in gemeinnützigen, gesellschaftlichen Initiativen einzubringen. In einem Impulsreferat wird auf diese „Samtpfötchenstrategie“ (Rheinischer Merkur) eingegangen. Gemeinsam soll dann erörtert werden, wie die bürgerliche Gesellschaft, Initiativen, Bildungseinrichtungen und Politik damit umgehen können.

––>> 11.) Neonazis und Rechtsextremisten wollen sich mittels „Wortergreifungsstrategie“ in die bürgerlichen, demokratischen Diskussionsprozesse einbringen und so ihre politischen Spuren hinterlassen. Wie reagiert man auf solche – manchmal nicht offen erkennbaren, zuweile auch „nur“ konservativ klingenden – Argumente und wie reagiert man zudem auf Äußerungen, wie zuletzt bei der Diskussion um Eva Herman und die NS-Familienpolitik, die dem Nationalsozialismus positive Elemente zuschreiben? Rund zehn Beispiele werden in Form eines Impulsreferats thematisiert – Beispiele aus Diskussionen in Vorträgen; Beispiele aus Gesprächen und Diskussionen mit Neonazis oder Aussteigern; Beispiele aus Leserbriefen und Internet-Diskussionsforen. Neben klaren Antworten dazu, wie man der „Wortergreifungsstrategie“ Grenzen aufzeigen oder diese entlarven kann, soll in einer Diskussion nach Lösungen gesucht werden. Interessant für Vertreter von Initiativen, Bildungseinrichtungen, Medien und Politik – aber auch Studierenden, Schülerinnen und Schülern ab Klasse 10.

––>> 12.) Aus dem Leben einer „Pressezecke“: Der Autor dieser Zeilen hat sich im Jahre 2000 als freier Journalist selbstständig gemacht – und seit Anbeginn der Tätigkeit auch schon über die rechte Szene berichtet. Spätestens seit 2002 wuchs diese – und über Jahre recherchierte der Autor dieser Zeilen mehr und mehr zur regionalen Braunszene. Aus einem Teil der Arbeit wurde durch das Anwachsen der Braunszene paradoxerweise der Arbeitsschwerpunkt schlechthin. Der Autor dieser Zeilen ist oft bei rechten Treffen und Aufmärschen sowie Gegendemonstrationen vor Ort, meist mit Fotoapparat und Kamera, irgendwo zwischen Neonazis, Polizeiketten und Antifaschisten. Doch wie schaut diese Arbeit aus und welchen Gefahren, Übergriffen oder Bedrohungen ist man ausgesetzt. Hierzu informiert ein Vortrag, der in Teilen auch darauf eingeht, wie die rechtsextreme(n) Szene(n) Journalisten und „Feindpresse“ generell ansehen. Der Vortrag ist ausschließlich für Fachpublikum bzw. interne Kreise aus Medien-, Jugendarbeit, Politikwissenschaften und Pädagogik bestimmt. Ein Beamer ist notwendig.

-->> 13.) Gewalt als brauner Kitt: Ausgehend von einer Arbeit für die „Friedrich-Ebert-Stiftung“ über Gewalt als Kitt der rechtsextremen Szene wurde dieser Vortrag erarbeitet. Neonazis befinden sich ihrer eigenen Ansicht nach im Kampf gegen ihre Gegner, gegen das „Undeutsche“ und gegen den Staat. Und in diesem „Kampf“ wachsen Gewaltbereitschaft, Brutalität und Radikalität. Der „Kampf“ der Braunszene, ihre offene oder verbale Gewalt gegen „Undeutsches“ sind daher weder Einzelphänomene, noch Ausrutscher. Gewalt, die Bereitschaft dazu und deren Verherrlichung bilden den Kitt für den Zusammenhalt innerhalb der rechtsextremen „Erlebniswelt“. Es werden Gewalttaten geschildert, T-Shirt-Aufdrucke gezeigt, Musikstücke und Video-Sequenzen mit Reden von Neonazis und NPD-Politikern gespielt sowie Zitate aus internen Foren-Diskussionen von Neonazis über Migranten und Gewalt vorgetragen. Dieser Vortrag ist i.d.R. ungeeignet für Jugendliche in einem Alter unter 16 Jahren!

-->> 14.) Fremdenhass heute: Es werden in der extremen Rechten anzutreffende Formen von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus thematisiert. Anhand von Zitaten, Bildern, Songtexten und Videos wird dargestellt, wie die rechtsradikale „Bürgerbewegung Pro NRW“ ihren Fremdenfeindlichkeit „nur“ als Kritik an der „Fremd-“Religion Islam tarnt, die NPD nicht ausländerfeindlich, sondern – angeblich – „nur“ inländerfreundlich agitiert und Neonazis offene den Mord an Migranten, Juden und Politiker propagieren. Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten ab 16 Jahren und ist multimedial gestaltet, was einen Beamer sowie bei einer Teilnehmerzahl über – je nach Räumlichkeiten – 25 bis 40 Personen auch eine Stereo-/Multimediaanlage zum Abspielen von Film-/Tonbeiträgen voraussetzt.

-->> 15.) Wie entsteht eine „Erlebniswelt Rechtsextremismus“ und wie werben Neonazis und NPD Jugendliche an? In dem Vortrag wird skizziert, wie Neonazis und NPD Jugendliche Anwerben beziehungsweise wie sie vor Ort konkret eine eigene „Erlebniswelt“ aufgebaut haben, um Jugendlichen „etwas zu bieten“ und sie so in den braunen Alltag einbetten. Skizziert wird dies am Beispiel der Region Aachen. Der Vortrag wurde für eine Tagung des „Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e.V.“ (IDA) im Rahmen des durch XENOS geförderten Projektes „AufRecht: Aufklärung und Qualifizierung gegen Rechtsextremismus in NRW“ erarbeitet. Er richtet sich hauptsächlich an Jugendarbeiter und Pädagogen, ist multimedial gestaltet und setzt einen Beamer sowie bei einer Teilnehmerzahl über – je nach Räumlichkeiten – 25 bis 40 Personen auch eine Stereo-/Multimediaanlage zum Abspielen von Film-/Tonbeiträgen voraus.

––>> 16.) „Über Rechtsextremisten berichten“: Impulsvortrag zwecks Einleitung einer Diskussion oder eines Workshops mit Kollegen, Studierenden oder Schülern aus Leistungskursen zur Fragestellung, ob und wie man über Rechtsextremisten, deren Aktionen, Propaganda und Verlautbarungen gegenüber Medien berichten sollte oder könnte…

––>> 17.) „Klartext der Nazis“: Neonazis wollen manchmal Demokraten sein, keine Gewalttäter und Ausländerfeinde. Sie präsentieren sich selbst bürgerlich und wollen, so Verfassungsschutz-Chef Heinz Fromm, „den Eindruck seriöser parlamentarischer Arbeit“ in Stadträten, Kreis- und Landtagen erwecken. In ihren Diskussionsforen und der vermeintlichen Anonymität des Internets mögen sie jedoch Klartext. Der Autor dieser Zeilen hat von Januar bis Juli 2006 das Treiben in diesen laut Verfassungsschutz wichtigen Kommunikationsmitteln der rechten (Jugend-)Szene beobachtet. Vorgestellt werden Beispiele solcher Diskussionen voller Häme und Menschenverachtung zum Tod von Paul Spiegel und zu rassistisch motivierten Gewalttaten, aber ebenso die Diskussion, ob „unsere Jungs“ die Nationalelf der Neonazis waren oder wie Rechtsextremisten den neuen Patriotismus mochten. Der Vortrag richtet sich an generell Interessierte (Erwachsene!), ist aber auch gut geeignet, Pädagogen/Jugendarbeiter zu erklären, wie ihre „Schützlinge“ denken. Trotzdem der Vortrag nicht mehr aktuell erscheint, ist er dennoch auf der Höhe der Zeit, da sich in den Foren bis heute nichts an den „Argumenten“ und Diskussionsformen geändert hat. Der Vortrag kann um ein oder zwei aktuelle Ergänzungen angepasst werden.

Auftraggeber (Auswahl):

Antifaschistische Initiativen (u.a. Bündnis gegen Rechts für die Region Aachen, AG gegen Rechts in Erkelenz, Bündnis gegen Rechts in Düren, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Mönchengladbach und Aachen, IDA-NRW); Schulen, Schülervertretungen und (Jugend-)Behörden (u.a. Kreis Aachen, Kreis Düren, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs); Parteien und Initiativen (u.a. SPD, Grüne, Die Linke, CDU, Die Falken); Lokalpolitiker sowie Stadtverwaltungen (u.a. Eschweiler, Alsdorf, Würselen, Herzogenrath, Stolberg); Volkshochschulen und Kirchenbildungswerke (u.a. Aachen, Jülich, Düren, Herzogenrath, Würselen, Alsdorf); Firmen (ZVA, vogelsang ip); Gewerkschaften (DGB, IG Metall, ver.di, IGBCE); Hochschulen, Studierendeninitiativen und –gemeinden (u.a. ESG Aachen, Arbeitskreis Rechtsextremismusforschung an der RWTH, Institut für politische Wissenschaft der RWTH Aachen, KatHO); Bistum Aachen.

Presse- und Teilnehmer-/Braunszene-Reaktionen:

„Mit seinem Vortrag über die rechte Szene im Kreis Aachen erfüllte der Aachener Journalist Michael Klarmann merklich ein Bedürfnis seiner Zuhörer. Der Publizist, der als profunder Kenner der braunen Szene gilt […], beleuchtete ausführlich das Entstehen der rechten Szene […].“ Christoph Hahn am Samstag, 30. September 2006, im Lokalteil Nordkreis der Aachener Zeitung.

„Vor der Dürener Christuskirche stehen rund 20 Männer, die aufgrund ihrer kahl geschorenen Köpfe und Bomberjacken wohl der rechten Szene zuzuordnen sind, und wollen in das Gotteshaus. Drinnen hält der Aachener […] einen Vortrag über die wachsende rechte Szene in unserer Region. […] Wir brauchen ein [Bündnis gegen Rechts] in Düren.“ Sandra Kinkel am Freitag, 10. November 2006, im Lokalteil der Dürener Nachrichten.

„Interessant, informativ und umfangreich ist Michael Klarmanns Vortrag […] Die erste Abbildung aus [seiner] Präsentation. Ein anonymisiertes Bild der Kameradschaft Aachener Land (KAL). Sie zeigten den Hitlergruß. […] In der letzten halben Stunde stand Klarmann für Fragen aus dem Publikum [zur Verfügung]. Diese Möglichkeit wurde rege aufgenommen und genutzt. So beantwortete er nachhakende Fragen zu seinen eigenen Recherchen und möglichen Gründen für den starken Zulauf der rechtsextremen Parteien […] sehr ausführlich.“ Daniel Staemmler im Jülicht.

„Die Gefahr von rechts ist auch in ländlichen Regionen nicht zu unterschätzen. Darauf verwies auf Einladung der Jülicher SPD der Journalist Michael Klarmann beim Vortrag im Kulturbahnhof. […] Anhand seiner Recherchen dokumentierte Klarmann die Zusammenarbeit verschiedener rechtsextrem ausgerichteter Gruppierungen […] Die rund 40 anwesenden Zuhörer zeigten sich erschüttert von den teils drastischen Schilderungen und Fotoeinblendungen.“ Die gemeinsame Lokalausgabe der Jülicher Zeitung/Nachrichten am 20. November 2006.

„[…] möchte ich die Gelegenheit nutzen für die objektive, fast schon lobende Aussagen über meine Person in den Ref[eraten in] Düren und Jülich zu bedanken.“ Ingo Haller; Ortsverbandvorsitzender NPD Düren, im November 2006 in einer Mail an Klarmann.

„Anstelle einer angeregten sachlichen Diskussion erging sich der Referent – […] Klamann – der sich den Kampf gegen die ‚Rechten’ auf die Fahne geschrieben hat, über eine Stunde lang darüber, welche ‚gewaltbereiten’ Personen in den ‚Kameradschaften der Neonazis’ im Großraum Aachen und Kreis Düren ihre ‚Heimat’ gefunden hätten. Zu seinem Bedauern stellte er dann fest, daß die NPD im Kreis Düren ihm Anlass zur Sorge bereite, da diese sich auf sachliche Diskussionen und Informationen der Bevölkerung konzentriere und daher keine Angriffsfläche für die Antifa bieten würde. Man müsse wohl in Zukunft ‚aggressiver’ gegen diese vorgehen, um zu verhindern, daß die NPD im Kreis Düren weiter an Zulauf – insbesondere von jungen Leuten – gewinnt. Daher könne man sich künftig nicht mehr darauf beschränken nur daneben zu stehen und Transparente zu zeigen, sondern müsse auch aktiv (sprich mit Gewalt) gegen friedliche Aktionen (z. B. Info-Stände der NPD in Düren) vorgehen. […] Zum Schluss seines ‚Vortrages’ bemerkte dann der Referent noch, dass eine bestimmte Person aus der NPD […] wohl niemals in der SPD seine ‚Heimat’ finden könnte.“ Ingo Haller; Ortsverbandvorsitzender NPD Düren, in einem Offenen Brief an Landrat Spelthahn, zu demselben Vortrag (s.o.)

„[…] Vertreter aus Grünen, Gewerkschaften usw. mit all ihren Mitteln versuchen, uns nicht zu Wort kommen zu lassen, da unsere Argumente gegenüber diesen Feiglingen um ein Vielfaches besser sind und oben drein auch noch der Wahrheit entsprechen.“ Kameradschaft Aachener Land im November 2006

„[…] diese, im Nachhinein, überflüssige Veranstaltung […] geistige[r] Dünnschiß […] nicht zu belegende, tatsachenverdrehende Berichte über die rechte Szene […]“ Kameradschaft Aachener Land im Januar 2007

„’Die Neonazis haben die Veranstaltung mit eigenen Wortbeiträgen dominiert und somit eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Vortragsthema verhindert’, so [VHS-Chef] Kaleß. Die anderen Veranstaltungsteilnehmer, rund 15 Leute, hätten ‚machtlos und schweigend’ daneben gesessen und keine Chance gehabt, sich selbst einzubringen. Kaleß zeigt sich über die Vorkommnisse in Broichweiden ‚schockiert und bestürzt, dass Neonazis derart strategisch aufmarschieren und eine solche Veranstaltung unmöglich machen’.“ Aachener Nachrichten, Lokalausgabe des Nordkreises, 12. Januar 2007

„Der freie Journalist Michael Klarmann war mal wieder mit seiner Aufklärungskampagne in Sachen Rechtsextremismus unterwegs […]. Wie mag es wohl einen Journalisten wie Michael Klarmann gefallen, wenn eines unserer inaktiven Mitglieder sein schweigen über seine Adresse brechen würde und somit der Journalist andauern belästigt wird wegen Aussagen von wegen währe hätte wenn?“ NPD Düren, März 2007.

„Rund 100 Zuhörer, quer durch alle Alters- und Interessengruppen (und beileibe nicht nur aus dem Raum Hellenthal) hörten aus unterschiedlicher Motivation den Vortrag des gut informierten Journalisten […]. Doch der Abend schaffte mehr, als über Einstellung, Aktivitäten und Untaten von Neonazis zu informieren oder eine hässliche Gänsehaut beim Hören indizierter rechter Rockmusik hervorzurufen. Die Beispiele […] schärften den Blick, auf welch subtilen Wegen […] aus Einzelpersonen und -aktionen schnell eine echte ‚braune Szene’ werden kann. […] Es war informativ, interessant, erschreckend, spannend und gruselig, was […] Klarmann da in Hellenthal gekonnt ‚servierte’. Der Info-Abend war jede Minute des Zuhörens wert.“ Kölner Rundschau, Lokalausgabe, 25. Oktober 2007